Die kalten Simulationen von gestern für Silvester haben sich in den letzten Simulationen nicht behaupten können. Nichtsdestotrotz kann es in der Silvesternacht über den östlichen Landesteilen zu frostigen Temperaturen kommen, während sich zeitgleich von Westen her ein Niederschlagsband nähert. Sollte diese Variante sich behaupten können, so wäre kurzzeitig mit einsetzendem Niederschlag gefr. Regen, Eisregen, Graupel, Schneefall oder Schneeregen nicht auszuschließen. Allerdings wird das wohl nur von kurzer Dauern sein, da die nachfolgend mildere Temperaturen herangeführt werden können und die Schneefallgrenze auf 400-1.200 Meter ansteigen kann.

Auch darüber hinaus tut sich die kalte Luft schwer weiter nach Westen voranzukommen. Gestern Abend gab es noch Varianten - vor allem des europäischen Wettermodells - welches die Kalte Luft ungehindert nach Deutschland hat strömen lassen, während das amerikanische Wettermodell eine mildere Variante berechnete. Warum die Unterschiede so groß sind? Das liegt an dem Hochdrucksystem, welches sich nach beiden Wettermodellen bis zum 1. Januar zwischen Finnland/Russland und östlichem Europa simuliert wird. In der Frage ob es winterlich werden oder ob sich das milde Wetter behaupten kann wird es darauf ankommen, wie sich das Hochdrucksystem ausbilden kann. So gibt es auch heute zum wiederholten Male größere Unterschiede zwischen den Varianten.

Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so kann sich im Zeitraum vom 1./4. Januar langsam aber stetig die kalten Luftmassen bis nach Deutschland, Österreich und die östliche Schweiz durchsetzen. So liegen die simulierten Tageshöchstwerte bspw. am 4. Januar zwischen -7/-2 Grad über dem Osten und -2/+2 Grad über dem Westen. Demnach sind die Temperaturen durchaus als winterlich bis nasskalt zu bezeichnen. Und wann kommt Schnee? Niederschlag wird hauptsächlich am 1. Januar simuliert - da sind die Tagestemperaturen aber mit +1/+6 Grad noch im milden bis nasskalten Bereich und könnten unter Umständen über den östlichen Landesteilen für etwas Schnee sorgen. Sonst lässt der Niederschlag nach und erst zum 4. Januar könnte von Westen neuerlicher Niederschlag einsetzen.

Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so neigt sich die Hochdruckachse ebenfalls in Richtung Mitteleuropa - ist jedoch weiter von Deutschland, Österreich und der Schweiz entfernt. In Folge daraus gewinnt die atlantische Frontalzone wohl mehr Einfluss auf das Wetter in Mitteleuropa. Die Grundströmung ändert sich aber auch nach dem europäischen Wettermodell von Südwest auf Nordwest, so dass im Zeitraum 1./4. Januar nasskalte Temperaturen vorherrschend sein können. Grundsätzlich ist in dieser Variante mit mehr Niederschlag zu rechnen und die Schneefallgrenze könnte sich im Bereich der mittleren Lagen herum bewegen (500-1.000 Meter)

Die Kontrollläufe weisen auch heute ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten auf. So liegt die Differenz der Höhentemperaturen bspw. am 3. Januar bei 14 Grad. Für Wettervorhersagen und Wetterprognosen sollte die Differenz der Höhentemperaturen zwischen 2/4 Grad liegen - insofern bleiben wir bei einem Wettertrend. Das Temperaturspektrum liegt am 4. Januar zwischen -7/+10 Grad bei einem Mittelwert von +3 Grad über dem Südwesten und Westen und -1/+0 Grad über dem Norden und Osten. Somit lässt sich die Frage, ob sich die milde Großwetterlage in den ersten Januar-Tagen verändern kann heute mit einer höheren Wahrscheinlichkeit mit ja beantworten. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Winter 2015/16.

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