Wetter Januar 2016 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter Januar 2016 - Wettertrend vom 25. Dezember

Noch im Jahr 2015 könnte sich langsam aber stetig der Winter aus westlichen Richtungen nach Deutschland "einschleichen" - zunächst nur in Form kühlerer Luftmassen und "passend" zum Jahreswechsel unter Umständen auch mit etwas Schnee über den westlichen Landesteilen. Insofern hat sich in den letzten 24 Stunden gegenüber den letzten Tagen in den Simulationen der Wettermodelle einiges verändert. Was ist passiert?

Entscheidend ist die Hochdruckachse, welche in den letzten paar Simulationen zunehmend in Form eines autarken Hochdrucksystems über Finnland simuliert wird. Deutschland, Österreich und auch die Schweiz gelangen somit in eine östliche bis südöstliche Strömung der Luftmassen. Gleichzeitig können über das westliche Russland und östliche Europa eisig kalte Luftmassen nach Sünden geführt werden. Und bei der Entscheidung ob milde oder kalte Temperaturen wird es darauf ankommen, wie sich die Hochdruckgradienten über Deutschland positionieren.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so gelangt Deutschland in den ersten Januar-Tagen in die östliche Strömungskomponente, was bodennah die kalten Luftmassen bis über den Westen von Deutschland führen kann. So liegen die simulierten Tagestemperaturen bspw. am 2. Januar zwischen -8/-1 Grad, lediglich über dem äußersten Südwesten könnten noch mit +0/+5 Grad positive Werte erreicht werden. Ist Niederschlag zu erwarten? Das ist bei Ostwetterlagen nicht einfach - nach dieser Simulation ist am 1. Januar über dem Westen und Süden noch etwas Niederschlag zu erwarten, welcher allmählich bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen könnte. Am 2./3. Januar könnten dann atlantische Tiefdruckausläufer mit milderen Luftmassen den Westen und Südwesten beeinflussen, so dass die Schneefallgrenze auf engstem Raum zwischen 1.200 bis in tiefere Lagen hinab schwanken und sich eine Grenzwetterlage einstellen könnte, welche die milden Luftmassen über dem Südwesten von kalten über dem Nordosten trennt.

Das europäische Wettermodell ist im Zeitraum vom 1./4. Januar etwas "vorsichtiger" und simuliert das Hoch weiter nordöstlich, so dass Deutschland noch weitgehend im Einflussbereich der atlantischen Tiefdruckausläufer verbleiben kann - aber auch nach dem europäischen Wettermodell nähern sich die Temperaturwerte dem nasskalten Bereich, so dass ab mittleren (400-800 Meter) bis höheren Lagen die Niederschläge in Schnee übergehen könnten.

Da ist im Wettertrend für Anfang Januar noch viel an hypothetischen Annahmen vertreten - aber die Frage nach "Wann kommt der Winter, bzw. wann kommt Schnee?" kann wie folgt beantwortet werden: "Durch die Veränderung der Hochdruckposition ist eine nasskalte bis teils winterliche Wetterlage für Anfang zunehmend wahrscheinlicher geworden". Deutlicher zeigt sich der Trend zu nasskalten Temperaturen auch in den Kontrollläufen. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Januar zwischen -7/+15 Grad (!!!) (Mittelwert: +5 Grad über dem Süden und Westen und +0 Grad über dem Osten und Norden) und am 4. Januar zwischen -8/+10 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Süden und Westen und +2 Grad über dem Norden und Osten). Welche weitere Wetterentwicklungen darüber hinaus möglich sind und ob sich tatsächlich der Winter im ersten Januar-Drittel festigen könnte, versuchen wir gegen 17:00 Uhr mit einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Winter 2015/16 zu klären.
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Wetter Januar 2016 - Wettertrend vom 24. Dezember

Viel fehlt nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells nicht mehr und es könnte noch in den letzten Dezember-Tagen über dem östlichen Deutschland Deutschland, Österreich und der Schweiz kalt werden. Der Grund für diesen Kaltluftschub ist ein leicht verändertes Setup des Hochdrucksystems gegenüber heute Morgen, welches sich mit seinem Hochdruckkern zum 31. Dezember über der Ostsee positionieren und seine Hochdruckachse weiter in Richtung Norden zur Barentssee ausweiten kann. Somit fehlt die Hochdruckverbindung nach Süden, was Deutschland in den östlichen Strömungsgradienten des Hochdrucksystems bringt. Allerdings sind die Simulationen aktuell noch mit einer gewissen Vorsicht zu bewerten, da kleinste Veränderungen der Hochdruckachse, bzw. der Position ein völlig anderes Ergebnis zur Folge haben können.

Für die ersten Januar-Tage simuliert das europäische Wettermodell ein ebenfalls nach Norden verschobenes Hochdrucksystem, welches sich zwischen der Barentssee, dem westlichen Russland und dem östlichen Skandinavien positionieren kann. Allerdings bleibt eine Hochdruckverbindung zum Hochdrucksystem Mittelmeer/Azoren bestehen, so dass sich daraus eine winkelförmige Hochdruckwetterlage ergibt. Gleichzeitig bleibt die "Wetterküche" auf dem Atlantik mit einer unentwegten Kaltluftzufuhr in Richtung Neufundland aktiv, so dass es wohl nur eine Frage der Zeit sein wird, bis die atlantische Frontalzone Deutschland erreichen kann. Nichtsdestotrotz liegen die Temperaturen nach dem europäischen Wettermodell in den ersten Januar-Tagen mit +1/+6 Grad vielfach im nasskalten Bereich.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt das Hochdrucksystem zum 2. Januar etwas westlicher und kann sich direkt über Skandinavien positionieren. Gleichzeitig liegt über dem Bereich Barentssee/Karasee ein Tiefdrucksystem, so dass im Verbund beider Wettersysteme sehr kalte Luftmassen nach Süden geführt werden können. Auf der westlichen Seite des Hochdrucksystems kann sich ein Tiefdrucksystem zwischen Grönland und Island in Stellung bringen. Somit sind die Rahmenbedingungen für spannende Wetterlagen gegeben und es wird sich zeigen, ob der Winter sich noch im ersten Januar-Drittel durchsetzen kann - auszuschließen ist das zum heutigen Stand jedenfalls nicht.

Betrachtet man die Kontrollläufe, so zeigt sich in den letzten Tagen für Januar ein steter Rückgang der Temperaturtendenz, wenngleich der Mittelwert gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert erhöht bleibt. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 1. Januar zwischen -5/+12 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 4. Januar zwischen -10/+10 Grad (Mittelwert: +3/+6 Grad). Ob sich die kalte Luft bis über Deutschland durchsetzen und ob sich der Winter im ersten Januar-Drittel durchsetzen könnte, klären wir gegen 14:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend Wetter Winter 2016.

Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,83 +0,85 -0,25 743 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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