Der Hochwinter war im Januar 2015 praktisch nicht vorhanden - stattdessen gab es vielerorts schon frühlingshafte Temperaturen. Den Spitzenwert erreichte am 10. Januar - übrigens erstmals in einem Januar - mit +20,5 Grad Piding in Oberbayern. So verwundert es nicht, dass der Januar 2015 mit einem Durchschnittswert von +2,1 Grad um +2,6 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert (-0,5 Grad) von 1961-1990 deutlich zu warm war. Gegenüber der Referenzperiode von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung noch +1,7 Grad. Freunde des Winterwetters hatten es also auch in diesem Januar nicht leicht - Schnee war fast über den gesamten Januar hinweg Mangelware und konnte sich erst im letzten Januar-Drittel wieder bis auf die mittleren Lagen vor wagen. Das Niederschlagssoll von 61 l/m² wurde mit 87 l/m² um 42 Prozent übertroffen. Der meiste Niederschlag ging dabei mit knapp 300 l/m² über dem Schwarzwald nieder, während im Nordosten und Osten (Thüringer Becken, Harz) kaum 30 l/m² erreicht wurden. Bei der Sonnenscheindauer zeigte sich mit 35 Sonnenstunden eine leicht negative Abweichung um 19 Prozent vom Soll mit 44 Sonnenscheinstunden. Auffällig war im Januar 2015 eine ausgeprägte Westwindzirkulation, welche im ersten und auch zweiten Januar-Drittel für einige Starkwindereignisse sorgte (100-136 km/h). Den gesamten Rückblick auf das Wetter im Januar finden Sie auf den Seiten des DWD.

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