Die Umstellung des Zirkulationsmusters in den ersten Januar-Tagen von Nord-Süd auf West-Ost wird zunehmend wahrscheinlicher. So simulieren sowohl das amerikanische als auch das europäische Wettermodell diese Umstellung mehrheitlich. Spannend bleibt dabei die Frage, auf welche Höhe sich der Winter im Süden und Osten zurückziehen wird. Der 1. Januar wird von den Wettermodellen noch überwiegend ruhig und weitgehend niederschlagsfrei simuliert, wobei der Wind im Norden im Laufe des Tages mehr und mehr auffrischen und bis zum Abend Windgeschwindigkeiten zwischen 20-50 km/h erreichen kann. Die Temperaturen bleiben unterschiedlich verteilt und erreichen nördlich der Mittelgebirge mit +0/+4 Grad zumeist positive Werte, während südlich der Mittelgebirge mit -0/-5 Grad verbreitet Dauerfrost anzutreffen ist. Ab dem 2. Januar ist es aber mit dem "ruhigen" Wetter vorbei. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so überqueren in raschen Abständen im Zeitraum 2./5. Januar Tiefdrucksysteme Deutschland von Nordwest nach Südost, so dass mit einer regen Niederschlagsneigung zu rechnen ist. Der Wind frischt voraussichtlich weiter auf und kommt überwiegend stark bis mäßig, in Böen auch stürmisch aus nordwestlichen Richtungen, kurzweilig auch aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen steigen tagsüber auf nasskalte Werte zwischen +0/+3 Grad, im Nordwesten und entlang der Küste auch auf +4/+7 Grad an und die Schneefallgrenze schwankt zwischen 400-800 Meter und kann kurzweilig auch darüber und in den Nächten auch darunter liegen. Demnach ist auch in den südlichen Landesteilen mit einer allmählich dahin schmelzenden Schneedecke in tieferen Lagen zu rechnen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so nimmt auch hier die Wetteraktivität aus westlichen Richtungen zu, das Strömungsmuster bleibt jedoch mehr nordwestlich ausgerichtet, so dass demnach die Temperaturen ein Tick kühler sein können. Auch die Gradienten zwischen Hoch und Tief sind nach dem europäischen Wettermodell nicht so stark komprimiert wie nach dem amerikanischen Wettermodell, so dass Starkwindereignisse weniger wahrscheinlich sind. Zusammenfassend zeigen sich zum heutigen Stand die ersten Januar-Tage im Süden und Osten überwiegend nasskalt mit einer langsam zurückgehenden Schneedecke unterhalb etwa 500-700 Meter und im Westen und Norden steigen die Temperaturen bis zum 5. Januar von nasskalten Werten auf milde Werte an. Zwar hat zum aktuellen Stand die langsame Milderung eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Spektrum der Möglichkeiten bleibt in den Kontrollläufen aber hoch, so dass Veränderungen hinsichtlich der Frost- und Schneefallgrenze in die eine als auch andere Richtung noch möglich sind. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 4. Januar zwischen -2/+8 Grad bei einem Mittelwert von +0 Grad im Osten und Süden, +2/+3 Grad im Südwesten und Westen und +5 Grad im Norden. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) betragen am 5. Januar 0/55/45 im Norden und 35/40/25 im Süden. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Winter.

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