Zweigeteiltes Wetter in Deutschland - fast schon tief winterlich in den Gebieten etwa südlich der Mittelgebirge, während im Norden der Wettercharakter überwiegend nasskalt bleibt. Die Wettermodelle sind sich auch heute noch weitgehend uneinig, wie die ersten Januar-Tage verlaufen können. Der gemeinsame Nenner der gängigsten Simulationen ist dabei die Advehierung warmer Luftmassen im Zeitraum 1./3. Januar in den höheren Luftschichten - fraglich ist zum heutigen Stand, ob eine entsprechende Durchmischung schon zum 2. Januar vorhanden sein kann, oder ob sich kurzweilig eine Inversionswetterlage am 1./2. Januar einstellen kann. So simuliert das amerikanische Wettermodell zwei unterschiedliche Varianten. In einer Variante bricht die atlantische Frontalzone relativ rasch bis zum 3. Januar nach Skandinavien durch und kann in Folge daraus in Deutschland im Zeitraum 3./5. Januar für eine aktive Westwindzirkulation mit Wind (teils Sturm) bei einem wechselhaften Grundcharakter und nasskalten Temperaturen von +0/+6 Grad sorgen. Der Schnee würde bei dieser Durchmischung der Luftmassen auch im Süden langsam aber sicher in tieferen Lagen unterhalb 500-600 Meter dahin schmelzen. In einer weiteren Variante zeigt sich eine ähnliche Entwicklung, jedoch südlicher Verlagert und mit Randtiefentwicklungen, so dass auch demnach der Zeitraum 2./5. Januar stürmisch ausfallen kann - allerdings können in der Höhe nicht gar so milde Luftmassen advehiert werden und der Grundcharakter demnach wechselhaft, windig und mit Tageswerten zwischen -0/+3 Grad im Süden und +2/+7 Grad im Norden nasskalt bis mild zu bewerten ist. Zusammenfassend bestätigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell der Trend der letzten Tage hin zu einer nasskalten und wechselhaften Witterung noch in den ersten Januar-Tagen. Blickt man auf die Wetterentwicklung des europäischen Wettermodells, so ist auch hier im Zeitraum 2./3. Januar eine Zunahme der Windaktivität zu beobachten, allerdings legt sich hierbei das Azorenhoch nicht in einer flachen West-Ost Ausrichtung vor Mitteleuropa hin, sondern wölbt sich Phasenweise auf dem Atlantik auf, so dass die Grundzirkulation einer West- bis Nordwestwetterlage entspricht. Anders ausgedrückt sind auch nach dem europäischen Wettermodell windige und wechselhafte Wetterverhältnisse bei nasskalte Werten in den ersten Januar-Tagen in tieferen Lagen zu erwarten - in mittleren Lagen bleibt die Entwicklung unsicher - Tau- und Schneefallphasen können sich hier im Zeitraum 2./5. Januar durchaus abwechseln. Die Kontrollläufe sind sich mehrheitlich einig und bestätigen die nasskalte Witterung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 2. Januar zwischen -4/+8 Grad (Mittelwert: +2 Grad im Süden, +1 Grad im Osten, +4/+5 Grad im Westen und Norden) und am 5. Januar zwischen -4/+6 Grad (Mittelwert: +2 Grad im Süden, +1 Grad im Osten und +3/+4 Grad im Westen und Norden). Eine Grundsätzlich gradientenschwache Wetterlage ist zum aktuellen Stand in den ersten Januar-Tagen weniger wahrscheinlich geworden, so dass sich die winterlichen Verhältnisse voraussichtlich auf die mittleren Lagen zwischen 500-800 Meter - je nach Simulation auch bis in höhere Lagen - zurückziehen werden. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Winter.

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