Spannend bleiben die Wetterentwicklungen für die letzten Tage des Jahres vor allem hinsichtlich der Frage: reicht es für die erste Schneedecke auch in tieferen Lagen oder wird es eher nasskalt? Mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit kann sich in den heutigen Simulationen zum Jahreswechsel an Silvester hoher Luftdruck über Deutschland durchsetzen. Die Tagestemperaturen liegen voraussichtlich am 30./31. Dezember vielfach um die 0 Grad Marke, allerdings fehlt in den heutigen Simulationen der nötige Niederschlag um eine sich ausbreitende Schneedecke zu ermöglichen - es hängt also vieles davon ab, was im Zeitraum zwischen dem 26./29. Dezember passieren wird. Wie sieht aber der Witterungstrend für die ersten Januar-Tage aus? Der sog. AO-Index und NAO-Index weisen für die letzten Dezember-Tage eine neutrale bis leicht negative Tendenz auf, was ein Indiz auf die möglichen winterähnlichen Verhältnisse in den letzten Dezember-Tage sind. Für die ersten Januar-Tage zeigt sich hingegen eine neutrale bis positive Tendenz. Was bedeutet positiv? Ein positiver AO-Index bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass der Gesamtzustand des Polarwirbels stabiler von den Wettermodellen gesehen wird. Blickt man auf die aktuelle Entwicklung, so bestätigt sich dieser Trend in den aktuellen Vorhersagekarten. Zwar zeigt sich der Polarwirbel zu Beginn des Januars noch labil mit einer höheren Trogwahrscheinlichkeit entlang der Polarfront, in den darauf folgenden Tagen scheint er sich aber stabilisieren zu können. Blickt man auf die Verteilung der Höhenkaltluftmassen entlang des Polarwirbels, so erkennt man eine Konzentration des Kaltluftmassen über dem östlichen Kanada, welche im Verbund mit einem Hochdrucksystem nach Neufundland geführt werden können. Das könnte durchaus der "Grundtreibstoff" für eine nachfolgende Südwest- bis Westwetterlage über Mitteleuropa bei einen relativ milden bis nasskalten, windigen und wechselhaften Grundcharakter sein. Was macht das Warming in Stratosphärenhöhe? Das wird weiterhin simuliert und erreicht seinen voraussichtlichen Höhenpunkt als Minor-Warming zum Jahreswechsel mit einer Höhentemperatur von knapp -16 Grad (üblich sind dort normalerweise Werte zwischen -60/-80 Grad) - ob und wie sich das in den kommenden Tagen auch auf den Polarwirbel auswirken kann, bleibt abzuwarten. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) betragen bspw. am 5. Januar homogene 35/40/25. Das Langfristmodell simuliert für das Wetter im Januar eine leicht bis deutlich erhöhte Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 (+,5 bis +2 Grad zu warm) bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 20:50 Uhr mit einem Update zum Wetter im Winter.

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