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Das Wetter im Februar eskaliert: Eisregen, unwetterartiger Schneefall und +16 Grad

| M. Hoffmann

Das Wetter im Februar bleibt weiterhin wild. Zunächst fällt über den Alpen unwetterartiger Schneefall, zeitgleich gibt es entlang einer quer über Deutschland verlaufenden Luftmassengrenze Eisregen, gefrierender Regen oder Schneeregen. Zum Wochenende steht ein Temperatursprung an, der die Werte bis zum Start in die neue Woche auf bis zu +16 Grad ansteigen lassen kann und die Temperaturen in den frühlingshaften Bereich führt. Starkes Tauwetter ist die Folge, wodurch die Wassermassen in die Täler abfließen. Ansteigende Flusspegel und regionale Überflutungen sind nicht auszuschließen.

Winterwetter mit unwetterartigem Schneefall über den Alpen und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende - Das Wetter im Februar eskaliert
Winterwetter mit unwetterartigem Schneefall über den Alpen und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende - Das Wetter im Februar eskaliert

Ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet zieht heute von Frankreich in Richtung Deutschland und dreht sich zum Nachmittag und späten Abend über dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ein. Auf seiner Vorderseite schiebt das Tief Niederschlagsfelder von Süden an die Alpen. Diese breiten sich bis zum Nachmittag entlang einer Linie zwischen Münster und dem Bayerischen Wald nach Norden aus. Entlang dieser Linie kann es zu Schneeregen, Eisregen, gefrierendem Regen oder auch zu Schneefall kommen (Warnlagenbericht || Schneeprognose). Weiter nach Süden steigen die Temperaturen auf +0 bis +5 Grad und entlang des Rheingrabens auf bis zu +7 Grad an. Der Niederschlag geht unterhalb von etwa 200 bis 700 Metern in Regen über. Kräftiger Schneefall ist über den Alpen zu erwarten, dort regional auch unwetterartig. Der Wind weht böig aus östlichen Richtungen und kann entlang der Nordseeküste stürmische Windböen bringen.

Schneefall über den Alpen, Regen über dem Westen, Sonne über dem Osten

Am 20. Februar (Freitag) erreicht ein weiterer Ausläufer der atlantischen Frontalzone Deutschland. Zuvor schneit die kleinräumige Störung vom Vortag über den Alpen noch bis zum Nachmittag ab. Über dem Rest von Deutschland beginnt der Tag teils mit Sonnenschein, der sich jedoch zügig von Westen her durch aufziehende Wolkenfelder eintrübt. Ab den Nachmittagsstunden setzt über dem Westen und Nordwesten Regen ein, der sich bis zum Abend nördlich einer Linie zwischen Rostock und Mannheim ausdehnen kann. Insbesondere über Teilen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und dem östlichen Niedersachsen schwanken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, was den Niederschlag dort teils als Regen, teils aber auch als Schneeregen, gefrierender Regen oder Eisregen niedergehen lasen kann. Sonnige Momente sind zum Nachmittag noch über Teilen von Hessen, Thüringen, Sachsen, dem südlichen Sachsen-Anhalt und dem nördlichen Bayern möglich. Die Temperaturen erreichen über Teilen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen -2 bis +0 Grad. Nach Westen sind +2 bis +6 Grad möglich.

Kräftiger Niederschlag, starkes Tauwetter und ansteigende Flusspegel

Im gesamten Zeitraum vom 21. bis 23. Februar (Samstag, Sonntag und Montag) überquert eine ganze Reihe von Tiefdruckausläufern Deutschland von West nach Ost. Der Wind intensiviert sich bereits am Samstag aus südwestlichen Richtungen und kann in exponierten Lagen zu stürmischen Windböen führen. Der Wind treibt viele Wolken und kräftigen Niederschlag über Deutschland hinweg und lässt die Temperaturen am Nachmittag im Norden und Osten auf +3 bis +7 Grad sowie im Westen auf +6 bis +12 und örtlich sogar auf bis +14 Grad ansteigen.

Am Sonntag erreicht ein weiteres Niederschlagsfeld Deutschland, zieht in der Nacht zügig nach Osten ab und schleift am Tage entlang der Mittelgebirge von West nach Ost. Der Niederschlag kann länger andauernd und ergiebig ausfallen. Nach Süden, im Bereich zwischen dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern, sowie über dem Norden in nördlichem Niedersachsen, Schleswig-Holstein und im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern bleibt es trocken. Der Wind kommt weiterhin böig aus südwestlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen Höchstwerte von +8 bis +14 Grad und örtlich sogar bis +16 Grad.

Ähnliches Wetter auch zum Beginn in die neue Woche: stark böiger Wind aus südwestlichen Richtungen, zeitweiliger Niederschlag und Temperaturen von +8 bis +14 Grad.

Der Frühling über dem Süden, der Regen über dem Norden

Ein weiterer Ausläufer der Frontalzone streift am 24. Februar (Dienstag) den Nordwesten und Norden Deutschlands. Nördlich von Baden-Württemberg und Bayern zeigt sich der Himmel überwiegend stark bewölkt und nördlich einer Linie zwischen Köln und Sachsen ist mit zeitweiligem, teils länger anhaltendem Niederschlag zu rechnen. Weiter nach Süden klingt der Niederschlag ab und südlich einer Linie zwischen Stuttgart und München kommt häufiger die Sonne zum Vorschein. Der Wind weht weiterhin aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen über dem Norden und Osten auf +6 bis +12 Grad und über Westen und Süden auf +10 bis +15 Grad ansteigen. Mit Sonnenschein sind örtlich bis +17 Grad möglich.

Starkes Tauwetter - ansteigende Flusspegel

In Richtung der Alpen liegt derzeit viel Schnee und unwetterartiger Schneefall lässt die Schneedecke in den kommenden 36 Stunden weiter ansteigen. Doch macht sich der Temperatursprung auch dort bemerkbar und die Frostgrenze steigt kurzzeitig bis auf 2.000 Meter an. Die Folge: kräftiges Tauwetter mit viel Wasserabgang, was in den Tälern die Flusspegel ansteigen und regionale Überflutungen nicht ausschließen lässt.

Ein Temperatursprung zum Wochenende bringt starkes Tauwetter bis auf die höheren Lagen
Ein Temperatursprung zum Wochenende bringt starkes Tauwetter bis auf die höheren Lagen © www.meteociel.fr || wxcharts.com
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Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 08.03.2026 12:50 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 19,2 °C Weilerswist-Lommersum (Nordrhein-Westfalen)
Min. Temp. -5,7 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 54,7 km/h Fichtelberg (Sachsen)
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Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    19,2 Weilerswist-Lommersum (Nordrhein-Westfalen)
    18,9 Köln - Bonn (Nordrhein-Westfalen)
    18,8 Wuppertal-Buchenhofen (Nordrhein-Westfalen)
    18,7 Neuenahr, Bad-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz)
    18,7 Neunkirchen-Seelscheid-Krawinkel (Nordrhein-Westfalen)
  • Temperatur (°C) Station
    -5,7 Zugspitze (Bayern)
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    -3,0 Rottweil (Baden-Württemberg)
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    -2,9 Königshofen, Bad (Bayern)
  • Niederschlag (mm) Station
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    7,5 Dornum (Niedersachsen)
    6,3 Haale (Schleswig-Holstein)
  • Windböe (km/h) Station
    54,7 Fichtelberg (Sachsen)
    51,8 Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein)
    49,7 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    42,5 Carlsfeld (Sachsen)
    38,5 Zinnwald-Georgenfeld (Sachsen)
  • Sonnenschein (h) Station
    6,8 Zugspitze (Bayern)
    6,7 Fürstenzell (Bayern)
    6,6 München-Stadt (Bayern)
    6,5 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg)
    6,5 Stötten (Baden-Württemberg)

Daten: Deutscher Wetterdienst

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)