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Die plötzliche Stratosphärenerwärmung und welche Bedeutung das für den Winter im Februar hat

| M. Hoffmann

Die Vorhersage-Modelle berechneten in den vergangenen Tagen immer wieder ungewöhnlich warme Wetterentwicklungen, bei denen phasenweise auch schon frühlingshafte Temperaturen simuliert wurden. Doch passte das Setup nicht zu den Rahmenbedingungen, erst recht nicht zum Phänomen einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung. Heute berechnen die Vorhersage-Modell auch wieder andere Varianten und der Winter ist nicht weit von Deutschland entfernt. Es bedarf nicht viel und der Winter kehrt im Februar nach Deutschland zurück - doch was sind die Auslöser hierfür und wie muss das Setup für Winterwetter aussehen?

Es kündigt sich im Wochenverlauf eine Milderung an, doch ob diese auch im Februar anhält, hängt maßgeblich vom Zustand des Polarwirbels ab © Martin Bloch
Es kündigt sich im Wochenverlauf eine Milderung an, doch ob diese auch im Februar anhält, hängt maßgeblich vom Zustand des Polarwirbels ab © Martin Bloch

Die Frontalzone unterwandert im Moment ein Blockadehoch über den nördlichen Breiten und erreicht mit ihren Ausläufern Deutschland, was heute über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Westen von Schleswig-Holstein für Schneefall, Schneeregen, Eisregen oder Regen bringen kann. Je weiter der Niederschlag nach Norden zieht, desto mehr geht der Niederschlag als Schnee nieder. Zwischen 0 und 5 cm können dabei zusammenkommen (Schneeprognose || Warnlagenbericht).

Luftmassengrenze mit Schnee, Schneeregen, Eisregen und Regen

Die eine Front zieht am Sonntag nach Norden ab und die nächste nähert sich von Süden. So setzt zum Nachmittag zwischen Baden-Württemberg und Bayern Schneefall ein, der sich nach Norden ausbreitet und auch am Montag noch verbreitet für Schnee, Schneeregen, Eisregen und Regen sorgen kann. Regen und Eisregen kann über dem Nordwesten, über Teilen von Sachsen und Brandenburg sowie südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg eine Rolle spielen. Da es sich jedoch um ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet handelt, welches sich über Deutschland eindreht, bleiben Details noch abzuwarten, zumal die Temperaturen mit -2 bis +2 Grad um den Gefrierpunkt schwanken und die regionalen Unterschiede noch groß sind (Temperaturprognose). Im Wochenverlauf setzt sich von Südwesten eine Milderung durch, während sich die Frostluft etwa nördlich einer Linie zwischen Bremen und Berchtesgaden noch erhalten kann. Zeitweilige Niederschläge gehen über dem Westen meist als Regen und nach Osten auch als Eisregen, Schneeregen oder Schnee nieder. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Januar.

Eine unbeständige Wetterwoche mit Schnee, Schneeregen, Eisregen und Regen
Wettervorhersage der Prognose-Modelle: Eine unbeständige Wetterwoche mit Schnee, Schneeregen, Eisregen und Regen © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Winter ist nah dran an Deutschland

Wer bei uns schon länger zu Gast ist, der weiß, dass wir vor rund 96 Stunden eine These aufgestellt hatten, welche keines der Prognose-Modelle oder auch der Kontrollläufe so berechnet hatte. Während die Vorhersage-Modelle eine Regenerierung des Polarwirbels und eine Westwetterlage über Mitteleuropa mit teils frühlingshaften Temperaturen berechneten, standen diese in einem starken Kontrast zu den Rahmenbedingungen, welche eine Westwetterlage oder einen stabilen Polarwirbel in Frage stellten. Veränderungen im Setup waren somit zu erwarten und die gibt es heute.

Grenzwetterlage - Winterwetter über der Osthälfte

Die Frontalzone unterwandert das Blockadehoch über den nördlichen Breiten - das erkennt man bereits auf den obenstehenden Wetterkarten. Nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells löst sich das Blockadehoch aber nicht auf, sondern dient als Störimpuls, mit dessen Hilfe weitere Hochdrucksysteme nach Norden aufkeilen und bis Ende Januar entlang der Polarfront zu einer hohen Wellenbewegung führen werden.

Da sich jedoch über England ein Tiefdrucksystem eindreht, gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz zunächst einmal auf die Vorderseitenanströmung, was die Temperaturen bis zum 1. Februar über dem Westen auf +6 bis +12 Grad ansteigen lassen kann. Mit jedem Kilometer nach Osten wird es frischer und über dem äußersten Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lässt sich der Frost mit -2 bis +2 Grad nicht komplett vertreiben. Aber ja, verbreitet setzt über tieferen Lagen Tauwetter ein, was sich über dem Westen und Südwesten bis auf die höheren Lagen durchsetzen kann.

Gestörte Zirkulation - Der Winter rückt im Februar näher an Deutschland heran

Die hohe Wellenbewegung und die nach Norden aufkeilenden Hochdrucksysteme sind starke Signale, dass der Polarwirbel weiterhin schwach und anfällig für Störimpulse bleibt. Von Bedeutung für den Winter aber ist, wo sich die Störungen positionieren werden. Wir hatten das gestern einmal kurz beschrieben, welches Setup sich einstellen muss, damit der Winter im Februar wieder eine Chance bekommt und eine ähnliche Variante berechnet heute die Vorhersage des europäischen Wettermodells.

Eines der Hochdrucksysteme steigt von den Azoren nach Norden auf und provoziert das Hoch über Grönland dazu, wieder wetteraktiv zu werden. Bis zum 6. Februar bildet sich zwischen Grönland und Kanada ein gewaltiges Blockadehoch aus, welches - über Umwege - eine Querverbindung zum Azorenhoch aufbauen kann. Die Frontalzone auf dem Atlantik wird vollständig blockiert und das Strömungsmuster meridionalisiert (Nord-Süd; Süd-Nord).

Der Winter mit Schnee? Abwarten!

Die Herausforderung für den Winter besteht nun darin, einen optimalen Transport der polaren Höhenkälte nach Süden zu organisieren. Geht die Polarluft westlich von Mitteleuropa nieder, so setzt sich die Milderung mit einer Vorderseitenanströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter fort. Rückt die Polarluft nur etwas nach Deutschland heran, so wird sich eine nasskalte Witterung mit optionalem Winterwetter ab den mittleren Lagen einstellen können. Rauscht hingegen die arktische Luftmasse über Skandinavien nach Süden, dürfen sich die Freunde des Winterwetters freuen. Die Europäer berechnen im Moment eine nasskalte Grenzwetterlage.

Die Temperaturen schwanken über dem Westen und Südwesten zwischen +4 und +8 Grad und können sich über dem Nordosten und Osten zwischen -1 und +4 Grad einpendeln. Der zu erwartende Niederschlag geht über dem Westen überwiegend in flüssiger und nach Osten phasenweise in fester Form nieder. Die Schneefallgrenze schwankt über dem Westen zwischen 600 und 1.100 Meter und sinkt nach Osten auf 700 bis 0 Meter ab.

Eine für den Winter knappe Kiste

Schaut man sich die nachfolgenden Wetterkarten genauer an, so kann man gut erkennen, wie knapp das Ganze im Hinblick auf den Winter verläuft. Kippt das System nur etwas nach Osten ab, kann es über ganz Deutschland nochmals winterlich werden.

Der Winter ist nicht weit von Deutschland entfernt
Der Winter ist nicht weit von Deutschland entfernt © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Frühling und Winter treffen sich über Deutschland

Aber nicht nur die Europäer haben die stabilisierenden Berechnungen des Polarwirbels wieder verworfen - auch die Amerikaner stützen eine bis in den Februar hinein anhaltende Schwäche des Polarwirbels sowie eine erhöhte Störanfälligkeit.

Milderung kommt – Tauwetter setzt sich durch

Doch auch im Hinblick auf den Winter läuft nicht alles rund. Hauptsächlich liegt das an der Frontalzone, welche nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum vom 1. bis 5. Februar auf dem Atlantik wie festgetackert erscheint und Deutschland in den permanenten Zustrom vergleichsweise warmer Luftmassen bringt.

Das lässt die Temperaturen über dem Westen auf +6 bis +12 Grad ansteigen, während es über dem äußersten Osten und Nordosten mit +0 bis +4 Grad deutlich frischer bleiben kann. Im Kontrast dazu werden über dem Südwesten bis +14 Grad berechnet, was dann schon nah dran am Frühling ist.

Das Strömungsmuster meridionalisiert

Im Zeitraum vom 5. bis 8. Februar wird auch in der Vorhersage des amerikanischen Wettermodells das Grönlandhoch provoziert und nimmt Kontakt zum Azorenhoch auf, was bis zum 8. Februar zu einem Blockadehoch auf dem Atlantik führt. Das Strömungsmuster meridionalisiert und auch in dieser Prognose fehlt für den Winter nicht viel.

Der Vorfrühling und der Winter stehen sich gegenüber - nachfolgend kommt steigen mit einer gestörten Zirkulationen wieder die Chancen auf nasskaltes Wetter mit winterlichen Optionen
Der Vorfrühling und der Winter stehen sich gegenüber - nachfolgend kommt steigen mit einer gestörten Zirkulationen wieder die Chancen auf nasskaltes Wetter mit winterlichen Optionen © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Auf den Punkt gebracht: Ob Winter oder nicht, entscheidet der Polarwirbel

Das obenstehende Resümee besteht bereits den 17. Tag in Folge und tatsächlich ist noch immer nicht vollständig entschieden, in welche Richtung das Wetter im Februar kippt. Interessant ist zudem zu beobachten, wie sich die Vorhersage-Modelle sukzessiv von ihren Prognosen eines stabilen Polarwirbels mitsamt einer nachhaltig agierenden Westwetterlage und einer gut funktionierenden Tiefdruckrinne verabschiedet haben. Auch ist festzustellen, dass in den vergangenen 48 Stunden die Sprunghaftigkeit zugenommen hat und sich in den kommenden Tagen wohl noch verstärken wird. Woran das liegt? Darauf gehen wir heute Abend näher ein.

Welches Wetter wahrscheinlich ist

Zum Beginn der neuen Woche gibt es nochmals über weiten Teilen von Deutschland Schnee und nach Osten auch Frost. Doch setzt sich die Milderung von Westen durch und die Kontrollläufe stützen die fortschreitende Milderung auch über den östlichen Landesteilen. Bis zum 26. Januar berechnet der Temperaturmittelwert aller Kontrollläufe positive Werte von +1 bis +3 Grad. Während die Werte über dem Norden und Osten mit +1 bis +5 Grad bis zum 8. Februar im nasskalten Bereich verweilen, steigt der Temperaturmittelwert über dem Westen und Süden auf +4 bis +6 Grad an.

Auf den ersten Blick kein Winterwetter im Februar. Auf den zweiten Blick aber bestätigen die Kontrollläufe bereits Ende Januar die Möglichkeit eines Durchbruchs des Winters aus östlichen Richtungen. Möglicherweise unterschätzen die Vorhersage-Modelle noch die Wirkung des Blockadehochs über den nördlichen Breiten. Und so würde es - wie in den vergangenen Tagen bereits erläutert- nicht verwundern, wenn die Vorhersage-Modelle in den kommenden Stunden oder Tagen diese winterlichen Varianten wieder mit aufnehmen. Schaun mer mal.

Hohe Unsicherheiten in der Entwicklung des Polarwirbels
Der Wettertrend nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Hohe Unsicherheiten in der Entwicklung des Polarwirbels © www.meteociel.fr
Temperaturprognose der Wettermodelle für Januar
Tag Temperaturspektrum Temperaturmittelwert
30. Januar -5 bis +8 Grad +1 bis +4 Grad
3. Februar -5 bis +12 Grad +2 bis +4 Grad
8. Februar -3 bis +11 Grad +3 bis +5 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2026
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2026 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Nächste Aktualisierung

  • 20:15 Uhr: Aktualisierung der Wetterprognose Februar an dieser Stelle

Update der Wetterprognose von 20:20 Uhr

Beginnen möchten wir das abendliche Update mit der Schneeprognose, die bereits in der Kurzfrist äußerst interessant ist und gleich zum Start in die neue Woche für turbulente Straßen- und Wetterverhältnisse zur Folge haben kann.

Wo überall mit Schneefall zu rechnen ist

Es wird wohl ein undankbarer Job werden, die Schneeprognose im Detail zu bestimmen. Denn zum einen gelangen am südlichen Gradienten mildere Luftmassen nach Deutschland, welche sich mit dem Tief zum Montag bis auf die tieferen Lagen untermischen können. Da kommt es exakt auf die Zugbahn des Tiefdrucksystems an, die in den Prognosen von heute Abend jedoch noch immer variabel ist.

Zum anderen stellt sich in der kommenden Woche eine Luftmassengrenze über Deutschland ein, deren Verlauf ebenfalls variabel ist. Insofern ist die Schneeprognose zur Kenntnis zu nehmen, aber noch mit einem gesunden Maß an Skepsis zu bewerten.

Die Schneeprognose der Vorhersage-Modelle
Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells von heute Mittag © www.meteociel.fr

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die Wetterlage kippt in Richtung Winter

Unsere These von vor ein paar Tagen und auch der Hinweis von heute Mittag ist heute Abend im Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells übernommen worden.

Ostwetterlage - Dauerfrost, Grenzwetterlage und unwetterartiger Schneefall

Ja, das, was die Amerikaner heute Abend berechnen, ist ein Extrem, welches so sicherlich nicht eintreten wird - zumindest nicht in der Detailtiefe. Doch etabliert sich im Zeitraum vom 28. Januar bis 1. Februar über Skandinavien das nächste Blockadehoch und leitet über Deutschland eine Ostwetterlage ein, welche durch die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik verstärkt wird.

Unwetterartige Neuschneemengen

So sinken die Temperaturhöchstwerte bis zum 1. Februar über dem Norden auf -9 bis -2 Grad ab, während nach Süden +0 bis +8 Grad möglich sein können. Eine Grenzwetterlage der besonderen Art. Das Tief über dem Süden sorgt durch den Temperaturgegensatz für kräftigen Niederschlag, welcher über Teilen von Deutschland zu unwetterartigen Neuschneemengen führen kann.

So werden bspw. bis zum 2. Februar im Schwerpunkt über Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen binnen 36 Stunden unwetterartige Neuschneemengen von bis zu 30 cm simuliert.

Polarwirbel kollabiert

Darüber hinaus bleibt der Winter im Februar in Reichweite. Die Hochdruckgebiete schieben sich erwartungsgemäß weiter in den Polarwirbel hinein vor und lassen ihn bis zum 8. Februar zunehmend kollabieren. Von geordneten Verhältnissen kann nicht mehr ausgegangen werden.

Das Problem im Hinblick auf den Winter aber ist die Konstellation zwischen Blockadehoch auf dem Atlantik und dem Trog, der mit einer meridionalen Grundströmung nach Süden geführt wird. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen die meiste Zeit in einer gemäßigt milden Vorderseitenanströmung, was vielerorts nasskaltes Wetter begünstigt und den Winter ab den mittleren Lagen optional macht.

Sollte sich das Tief jedoch nur etwas nach Osten verlagern, so bricht der Winter ohne Wenn und Aber über Deutschland durch.

Polarwirbel kollabiert mit mäandrierendem Verlaufsmuster
Polarwirbel kollabiert mit mäandrierendem Verlaufsmuster © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Grenzwetterlage

Aber nicht nur die Prognose des amerikanischen Wettermodells vollzieht heute Abend fast eine Kehrtwende um 180 Grad, auch die Europäer verabschieden sich fast vollständig von einer Westwetterlage, was sich bereits in der obenstehenden Schneeprognose bis Mitte kommenden Woche zeigt. Nein, so wird es nicht kommen, es bestätigt jedoch das Potenzial, welches mit der bevorstehenden Grenzwetterlage bevorsteht und mit welch möglich unwetterartigen Wetterlagen gerechnet werden kann.

Im Zeitraum von Ende Januar bis Anfang Februar stellt sich eine Grenzwetterlage ein, welche mit +5 bis +10 Grad vergleichsweise warme Luft über dem Süden von nasskalten -1 bis +3 Grad über dem Norden trennt. An dieser Temperaturverteilung ändert sich bis zum 8. Februar nur wenig. Die Konstellation, die zu dieser langandauernden Luftmassengrenze führt, ist bemerkenswert.

Das Hoch über Grönland wird wetteraktiv und dreht die Achse von Sibirien/Alaska in Richtung Aleuten und Grönland. Am östlichen Hochdruckgradienten werden über Sibirien die polaren Luftmassen nach Skandinavien geführt und erreichen gerade noch Norddeutschland. Der südliche Gradient des Grönlandhochs wird von der Frontalzone unterwandert, welche wiederum mit ihrer Vorderseite vergleichsweise warme und feuchte Luftmassen nach Norden führt. Infolge daraus ist über dem Süden mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, welcher nach Norden in Schnee übergeht.

Der Winter bleibt über Teilen von Deutschland erhalten
Der Winter bleibt über Teilen von Deutschland erhalten © www.meteociel.fr

Kollaps des Polarwirbels - Die plötzliche Stratosphärenerwärmung

Die plötzliche Stratosphärenerwärmung nimmt an Dynamik zu und es bestehen nur noch wenige Zweifel, dass das Phänomen eines Major-Warmings noch scheitern wird. Letztlich bestätigen die Vorhersage-Modelle mit der schwachen Prognose des Polarwirbels und der erwartbaren Sprunghaftigkeit von Lauf zu Lauf - das wird sich in den kommenden Tagen auch weiter fortsetzen und man wird noch die eine oder andere kuriose Wetterentwicklung analysieren müssen. Es bleibt spannend - in diesem Sinne Ihnen einen wunderbaren Samstagabend.

Major-Warming samt Windumkehr in Stratosphärenhöhe
Major-Warming samt Windumkehr in Stratosphärenhöhe © www.meteociel.fr

Wetterdaten Juli 2026

Wetter- und Klimabilanz für Deutschland im Juli 2026.
Abweichung/Sollerfüllung zum vieljährigen Klimamittel:
1961/1990 1991/2020

Ø Temp. 20,0 °C +3,1 °C +1,7 °C
Sonne (Ø) 160,2 h 76 % 71 %
Niederschlag (Ø) 28,67 mm 36 % 32 %
Wind (Ø) 12,8 km/h
Max. Temp. 36,6 °C Rheinfelden
Min. Temp. -1,5 °C Zugspitze
Max. Böe 130,3 km/h Nürnberg
Max. 24h Niederschlag 80,7 mm Blumberg-Randen
Sommertage 11.04 123 % 87 %
Hitzetage 2.76 141 % 77 %
Tropennächte 0.09
Wüstentage 0.02

Top-10 Extremwerte Juli 2026

  • Wert Datum Station Bundesland
    36,6 11.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    36,1 14.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    35,9 13.07.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg
    35,8 13.07.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg
    35,5 11.07.2026 Müllheim Baden-Württemberg
    35,4 10.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    35,4 13.07.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg
    35,4 13.07.2026 Wolfach Baden-Württemberg
    35,3 13.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    13,1 18.07.2026 20098
  • Wert Datum Station Bundesland
    -1,5 02.07.2026 Zugspitze Bayern
    4,5 04.07.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg
    5,5 04.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    6,1 04.07.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen
    6,4 04.07.2026 Carlsfeld Sachsen
    6,6 04.07.2026 Lobenstein, Bad Thüringen
    6,6 04.07.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt
    6,6 11.07.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen
    6,7 04.07.2026 Königshofen, Bad Bayern
    6,8 04.07.2026 Elster, Bad-Sohl Sachsen
  • Wert Datum Station Bundesland
    80,7 15.07.2026 Blumberg-Randen Baden-Württemberg
    69,7 17.07.2026 Bleckede-Walmsburg Niedersachsen
    69,4 13.07.2026 Wittendörp-Dodow Mecklenburg-Vorpommern
    66,3 14.07.2026 Untrasried-Maneberg Bayern
    65,6 17.07.2026 Aschersleben-Mehringen Sachsen-Anhalt
    59,0 14.07.2026 Schwarzatal-Lichtenhain - Bergbahn Thüringen
    58,8 17.07.2026 Weisendorf-Oberlindach Bayern
    56,9 17.07.2026 Kalchreuth Bayern
    56,2 14.07.2026 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern
    54,8 01.07.2026 Attenkam Bayern
  • Wert Station Bundesland
    140,1 Jachenau-Tannern Bayern
    136,7 Ettal-Linderhof Bayern
    132,0 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern
    130,7 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern
    130,6 Marienberg Sachsen
    123,4 Oy-Mittelberg - Grüntensee Bayern
    123,2 Unterjoch Bayern
    121,9 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern
    120,9 Untrasried-Maneberg Bayern
    119,2 Ottobeuren Bayern
  • Wert Station Bundesland
    0,0 Alfter-Volmershoven Nordrhein-Westfalen
    0,0 Eppenrod Rheinland-Pfalz
    0,0 Hellenthal-Udenbreth Nordrhein-Westfalen
    0,0 Idstein Hessen
    0,0 Kreuztal-Eichen Nordrhein-Westfalen
    0,0 Marktheidenfeld Bayern
    0,0 Neuss (Kläranlage Ost) Nordrhein-Westfalen
    0,0 Ranstadt-Ober-Mockstadt Hessen
    0,0 Thüngersheim Bayern
    0,0 Winden Baden-Württemberg
  • Wert Datum Station Bundesland
    130,3 14.07.2026 Nürnberg Bayern
    126,7 16.07.2026 Mühlacker Baden-Württemberg
    125,3 15.07.2026 Friedrichshafen Baden-Württemberg
    105,1 13.07.2026 Hannover Niedersachsen
    104,4 16.07.2026 Kandern-Gupf Baden-Württemberg
    101,9 07.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    99,7 17.07.2026 Altmühlsee Bayern
    95,8 03.07.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern
    95,4 16.07.2026 Lindau (SWN) Bayern
    95,0 16.07.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg
  • Wert Station Bundesland
    213,0 Tholey Saarland
    212,3 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland
    209,7 Kandern-Gupf Baden-Württemberg
    208,2 Weiskirchen - Saar Saarland
    207,1 Perl-Nennig Saarland
    205,6 Müllheim Baden-Württemberg
    205,2 Rheinfelden Baden-Württemberg
    204,2 Saarbrücken-Burbach Saarland
    203,7 Hornisgrinde Baden-Württemberg
    203,6 Neunkirchen-Wellesweiler Saarland
  • Wert Station Bundesland
    72,5 Friesoythe-Altenoythe Niedersachsen
    113,6 Zugspitze Bayern
    114,8 Helgoland Schleswig-Holstein
    116,0 Wangerland-Hooksiel Niedersachsen
    116,2 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen
    119,6 Hamburg-Fuhlsbüttel Hamburg
    120,1 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen
    120,5 Dörpen Niedersachsen
    120,5 UFS TW Ems Hamburg
    121,1 Gardelegen Sachsen-Anhalt

Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juli 2026 beträgt 20,0 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,1 °C (91/20 1,7 °C). Am 11.07.2026 konnte mit 36,6 °C über Rheinfelden (Baden-Württemberg) die höchste und am 02.07.2026 mit -1,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22,8 °C Saarland. Frischer ist der Juli 2026 mit einem Durchschnittswert von 18,0 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.

Im Juli 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 28,7 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 36 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.

Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 160,2 Stunden ihren Sollwert von 211,9 Stunden zu 76 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 213,0 Stunden über der Tholey (Saarland). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 72,5 Stunden über der Friesoythe-Altenoythe (Niedersachsen).

Stand inkl.: 18.07.2026 || Aktualisiert: 19.07.2026 09:00 Uhr
Daten: Deutscher Wetterdienst

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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