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Wetter: Luftmassengrenze - Frühling über dem Süden, Schneefall über dem Norden

| M. Hoffmann

Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien dehnt sich ab Wochenmitte nach Süden aus und führt kühlere Luftmassen bis an die Mittelgebirge. Zeitgleich drücken von Süden ungewöhnlich warme Luftmassen nach Norden, was über Deutschland zum Aufbau einer Luftmassengrenze führt. Schnee oder Schneeregen über dem Norden, Frühling über dem Süden.

Luftmassengrenze über Deutschland
Luftmassengrenze über Deutschland

Von Norden dehnt sich heute ein Tiefdrucksystem nach Süden aus und trübt den Sonnenschein bis zum Nachmittag etwa nördlich einer Linie von Mannheim und Nürnberg zunehmend ein. Weiter nach Süden kommt nach Auflösung örtlicher Nebelfelder häufiger die Sonne zum Vorschein. Mit Niederschlag ist zu rechnen, der sich im Tagesverlauf von den Küstenregionen aus bis zu einer Linie von Münster und Berlin ausdehnen kann. Begleitet wird der Niederschlag von einem kräftigen bis böigen Wind aus westlichen Richtungen, der über exponierten Lagen und den Küstenregionen von Nord- und Ostsee stürmisch ausfallen kann. Die Temperaturen erreichen +8 bis +12 Grad.

Ein Niederschlagsband dehnt sich nach Süden aus - absinkende Schneefallgrenze
Ein Niederschlagsband dehnt sich am 7. Februar (Mi.) weiter nach Süden aus und erreicht zum Nachmittag die Alpen. Der Niederschlag kann regional kräftiger und entlang der Mittelgebirge länger andauernd ausfallen. Bevor der Niederschlag einsetzt, erreichen die Temperaturen bei einem stark böigen Westwind +8 bis +12 Grad und in unmittelbarer Alpennähe sind bis +14 Grad möglich. Nördlich des Niederschlagsbandes dreht der Wind auf nördliche Richtungen und führt mit +2 bis +6 Grad frischere Luftmassen bis an die Mittelgebirge, was die Schneefallgrenze bis auf den mittleren Lagen absinken lassen kann. So ist insbesondere in der Nacht auf Donnerstag entlang eines Streifens von Köln und Dresden die Ausbildung einer dünnen Schneedecke nicht gänzlich auszuschließen. Weiter nach Süden bleibt es weiterhin für die Jahreszeit deutlich zu warm.

Luftmassengrenze - Schnee und Regen

Die Grundströmung kippt am 8. Februar (Do.). Der stark böige Wind dreht südlich einer Linie von Köln und Dresden auf südwestliche Richtungen und führt neben starker Bewölkung mit +10 bis +14 Grad ungewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland. Weiter nach Norden dreht der Wind auf südöstliche bis östliche Richtungen und führt bodennah frischere Luftmassen nach Deutschland, sodass sich die Temperaturen mit +1 bis +5 Grad in den nasskalten Bereich einpendeln können. Von Südwesten dehnt sich bereits am Vormittag ein Niederschlagsfeld über Deutschland aus, was bis zu den Abendstunden die nördlichen Landesteile erreicht. Der Niederschlag kann teils als Schnee, Schneeregen oder Regen niedergehen. Je weiter nach Norden, desto wahrscheinlicher ist die Ausbildung einer dünnen Schneedecke.

Frühling über dem Süden, Winter über dem Norden?

Details bleiben zum aktuellen Stand noch abzuwarten, doch ist nicht auszuschließen, dass am 9. Februar (Fr.) die Luftmassengrenze über Deutschland entlang einer Linie von Münster und Berlin erhalten bleibt. Bei überwiegend starker Bewölkung kommt es zu kräftigem und nennenswertem Niederschlag, der bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad nördlich dieser Linie als Schnee-, Schneeregen- oder Graupel niedergehen kann. Weiter nach Süden ist bei frühlingshaften Temperaturen von +11 bis +15 Grad und örtlich von bis +17 Grad durchweg mit Regen zu rechnen. Der Wind kommt schwach aus südlichen und dreht nördlich der Luftmassengrenze auf südöstliche Richtungen.

Unbeständiges und für die Jahreszeit zu warmes Wetter

Am 10. und 11. Februar (Sa. und So.) setzt sich die warme Luftmasse von Süden nach Nordosten durch. So erreichen die Temperaturen mit +12 bis +16 Grad und über dem Süden mit bis +18 Grad frühlingshafte Werte. Lediglich über Teile von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nordöstlichen Brandenburg kann es mit +5 bis +9 Grad frischer bleiben. Der Himmel zeigt sich am Samstag überwiegend stark bis wechselnd bewölkt. Verbreitet bleibt es trocken, doch kann der eine oder andere Regentropfen nicht ausgeschlossen werden. Das ändert sich am Sonntag, wenn sich von Süden ein Niederschlagsfeld nach Norden ausdehnt und im Schwerpunkt über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern für nennenswerten Niederschlag sorgen kann.

Die Großwetterlage und Schneeprognose der Vorhersage-Modelle
Die Großwetterlage und Schneeprognose der Vorhersage-Modelle © www.meteociel.fr || wxcharts.com

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