Sturm über Deutschland: Unwetterartige Winde mit erhöhtem Schadpotential

Unwetterartige Starkwindereignisse über Deutschland © Martin Bloch

Zum aktuellen Stand rücken die Vorhersage-Modelle nicht davon ab und eine Entschärfung des Starkwindereignisses - das am Mittwochabend beginnt und bis Sonntag anhalten kann - ist nicht zu erkennen. Im Kern bedeutet das orkanartige Winde über Deutschland mit Potential zu Winden in voller Orkanstärke.

Südlich der Linie von Köln und Dresden kommt es heute immer wieder zu Schauern, die sich zum Nachmittag nach Osten verlagern und nachfolgend Deutschland verlassen. Von Westen wird die Wolkendecke löchriger und die Sonne kommt häufiger zum Vorschein. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und frischt zum Abend über dem Nordwesten böig auf. Die Temperaturen erreichen +5 bis +10 Grad. Ab den späten Nachmittagsstunden verdichtet sich von Westen die Bewölkung und nachfolgend setzt nennenswerter Niederschlag ein, der sich in der ersten Nachthälfte westlich einer Linie von Berlin und Stuttgart ausdehnen kann. Der Wind frischt weiter auf und kommt kräftig aus südwestlichen Richtungen.

Wetterwarnung

Regenwetter mit aufziehendem Sturm

Der Regen der Nacht bleibt am 16. Februar (Mi.) erhalten und verstärkt sich am Vormittag schauerartig. Örtlich können auch kurze Gewitter eine Rolle spielen. Ab den Nachmittagsstunden zieht das erste Niederschlagsfeld nach Osten ab und von Westen nähert sich schon das Nächste. Dazwischen gibt es eine kurze Regenpause. Der Wind frischt kräftig aus südwestlichen Richtungen kommend auf und kann über exponierten Lagen zu stürmischen Windböen führen. Mit Aufzug der zweiten Niederschlagsfront verschärft sich die Windsituation und noch in der ersten Nachthälfte sind - verbreitet und bis auf tiefere Lagen herab - Sturmböen zu erwarten. Über exponierten Lagen und den Küsten von Nord- und Ostsee sind orkanartige Winde und mancherorts Winde in voller Orkanstärke zu erwarten (Windprognose | Wetter: Was ist dran am schweren Sturm mit Böen in voller Orkanstärke - drei Vorhersage-Modelle im Vergleich). Aber nicht nur der Wind intensiviert sich, auch die Niederschläge peitschen regelrecht über Deutschland hinweg. Die Temperaturen erreichen am Tage +5 bis +10 Grad und über dem Westen bis +14 Grad und steigen in der Nacht auf +8 bis +12 Grad und über dem Westen auf bis +15 Grad an.

Wetterwarnung

Orkanartige Winde über Deutschland

Der Wind intensiviert sich in der Nacht auf den 17. Februar (Do.) weiter und kann zum Donnerstagnachmittag seinen vorläufigen Höhepunkt erreichen. Über tiefere Lagen sind kräftige Sturmböen zu erwarten, die über exponierten Lagen und den Küsten zu schweren Sturmböen und örtlich zu orkanartigen Winden führen können. Der Sturm treibt Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg, die im Schwerpunkt über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Berlin und Brandenburg für Abwechslung sorgen können. Zum Abend jagt ein weiteres Niederschlagsfeld in einem breiten Streifen von Köln und Richtung Nürnberg über Deutschland hinweg. Die Temperaturen erreichen mit +8 bis +12 Grad und über dem Süden bis +14 Grad am frühen Morgen die Höchstwerte und sinken im Tagesverlauf auf +5 bis +10 Grad ab.

Wetterwarnung

Schnellläufer mit orkanartigen Winden

Der Sturm vom Donnerstag schwächt sich am Vormittag vom 18. Februar (Fr.) vorübergehend ab, doch nähert sich zum Nachmittag von Westen ein Schnellläufersystem Deutschland, das etwas südlicher rein rauscht und mit seinem Kerngebiet über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hinwegzieht. Am südlichen Gradienten ist von 15:00 bis 03:00 Uhr vom Samstag (19. Februar) mit schweren Sturmböen bis auf tiefere Lagen herab zu rechnen. Über exponierten und den höheren Lagen sind Winde in voller Orkanstärke zu erwarten. Der Schnellläufer treibt viele Wolken von West nach Ost, aus denen kräftiger und ergiebiger Niederschlag hervorgehen kann. Die Temperaturen pendeln sich auf +5 bis +10 Grad ein und können über dem Südwesten bis +15 Grad erreichen. Bis Samstagnachmittag schwächt sich der Wind ab, die Niederschläge lassen nach und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. Über dem Westen kündigt sich derweil schon das nächste Sturmtief an, was zum Abend Deutschland erreicht und in der Nacht Deutschland überquert. Erneut ist mit kräftigen Schauern zu rechnen, die örtlich mit Gewittern einhergehen können.

Stürmisches Regenwetter

Am 20. Februar (So.) zieht das Sturmfeld der Nacht nach Osten ab und von Westen beruhigt sich der Wettercharakter kurzzeitig. Zeitweilige Schauer sind zu erwarten, die regional in ihrer Intensität sehr unterschiedlich ausfallen können. Kurze Gewitter sind möglich. Die Temperaturen pendeln sich auf +5 bis +10 Grad ein. Zum Nachmittag erreicht die nächste Sturmfront Deutschland. Der Niederschlag intensiviert sich weiter und kann südlich der Linie von Köln und Dresden zu länger andauerndem und regional ergiebigem Regen führen. Der Wind frischt kräftig auf und kann über exponierten Lagen zu stürmischen Windböen führen. Über den Küsten von Nord- und Ostsee sind schwere Sturmböen aus westlichen Richtungen zu erwarten.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich in vielen Fällen eine Kälteperiode (70 %)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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