Turbulentes Februar-Wetter: Ein Sturmtief erreicht Deutschland - Schwerer Sturm mit absinkender Schneefallgrenze

Wildes, stürmisches und turbulentes Februar-Wetter © Martin Bloch

Die Großwetterlage stellt sich in den kommenden Stunden um und beendet den ruhigen und überwiegend nebligen Wettercharakter. Der Wind gewinnt an Intensität und kann für stürmische Winde und über exponierten Lagen und den Küsten für schwere Sturmböen sorgen. Gleichzeitig sinkt die Schneefallgrenze teils bis auf tiefere Lagen ab.

Verbreitet dominiert heute Nebel und Hochnebel das Himmelsbild über Deutschland. Nur über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern, sowie oberhalb etwa 800 Meter ist mit einer längeren Sonnenscheindauer zu rechnen. Über dem Norden und dem Osten ist leichter Sprühregen oder Schneegriesel nicht auszuschließen. Der Wind kommt schwach aus westlichen Richtungen und kann über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen mit Sonnenschein +4 bis +6 Grad, sonst sind +0 bis +4 Grad und über den Regionen mit dichtem Nebel Werte um die +0 Grad zu erwarten.

Stürmischer Norden

Ein Tief erreicht Deutschland am Donnerstag. Die Bewölkung verdichtet sich von Norden und beschränkt den Sonnenschein nach Auflösung zäher Nebelfelder auf eine Linie südlich von Stuttgart und Nürnberg. Bereits am Vormittag beginnt es über dem Norden zu regnen, der sich zum Nachmittag bis an die Mittelgebirge ausdehnen und zum Abend die Alpen erreichen kann. Über Baden-Württemberg und Bayern kann der Niederschlag oberhalb etwa 600 bis 800 Meter in Schnee übergehen und über höheren Lagen für Neuschneezuwachs sorgen (Schneeprognose). Der Wind kommt nördlich der Linie von Köln und Dresden kräftig aus westlichen Richtungen und über exponierten Lagen und den Küsten von Nord- und Ostsee sind stürmische Windböen möglich. Die Temperaturen erreichen über der Nordhälfte +4 bis +8 Grad und über dem Nordwesten bis +10 Grad. Über dem Süden sind mit Sonnenschein bis +5 Grad möglich und bei starker Bewölkung oder Nebel sind +0 bis +5 Grad möglich.

Vereinzelte Schneeschauer

Der Wind kommt am Freitag böig aus nordwestlichen Richtungen und führt Schauer über Deutschland hinweg, die über dem Südosten Bayerns, entlang des Alpenrandes und des Bayerischen Waldes nennenswert und überwiegend als Schneeschauer niedergehen können. Sonst sind es nur gelegentliche Schauer, die teils als Regen-, Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können. Verbreitet bleibt es trocken und zwischen den Schauern kommt die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen +2 bis +6 Grad und über dem Nordwesten sind bis +8 Grad zu erwarten.

Der nächste Sturm erreicht Deutschland

In der Nacht auf Samstag erreicht ein weiteres Sturmfeld Deutschland. Der Wind frischt über tieferen Lagen stark böig auf und kann über den Küsten und den exponierten Lagen zu stürmischen Windböen führen, die zum Nachmittag und den Abendstunden weiter an Intensität hinzugewinnen können. Schwere Sturmböen bis hin zu orkanartigen Winden sind in der Nacht auf Sonntag nicht auszuschließen. Der Wind treibt viele Wolken und Regen über Deutschland hinweg, deren Schwerpunkt nördlich einer Linie von Köln und Dresden liegen kann. Weiter nach Süden kann es zunächst noch trocken bleiben, bevor in der ersten Nachthälfte sich der kräftige Niederschlag aus dem Norden auch über Baden-Württemberg und Bayern bemerkbar machen kann. Da die Luftschichten labil geschichtet sind, lassen sich lokale Gewitter nicht ausschließen. Die Temperaturen erreichen milde +4 bis +8 Grad.

Wetterberuhigung

Das Sturmtief der Nacht zieht am Sonntag nach Osten ab und sorgt über der Ostsee, den östlichen Mittelgebirgen, dem Bayerischen Wald und dem Süden und Südosten von Bayern für stürmische Windböen und vereinzelte Schauer, die im Tagesverlauf nachlassen. Über dem Rest von Deutschland zeigt sich der Himmel stark bis wechselnd bewölkt und bei einem böigen Wind aus nordwestlichen Richtungen kann mit sonnigen Abschnitten gerechnet werden. Die Temperaturen erreichen +4 bis +8 Grad.

Der nächste Sturm erreicht Deutschland

Am Montag zieht ein weiteres Sturmfeld über die Nordsee und driftet zum Nachmittag und in den Abendstunden über dem Nordosten von Deutschland nach Südosten ab. Das Sturmtief beeinflusst das Wetter mit zahlreichen Schauern über Deutschland. Da es sich um eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung handelt, bleiben Details noch abzuwarten und mit Veränderungen ist zu rechnen. Das Hauptwindfeld erreicht zu den Abendstunden den Nordwesten. Mit stürmischen Windböen ist bis auf tiefere Lagen herab zu rechnen. Über exponierten Lagen sind schwere Sturmböen und über den Küsten der Nordsee sind orkanartige Winde aus nördlichen Richtungen möglich. Der Schauer intensivieren sich über der Mitte und erreichen noch in der ersten Nachthälfte Bayern und Baden-Württemberg. Die Temperaturen steigen am Tage auf +2 bis +6 Grad an, da in der Höhe jedoch kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen zugeführt werden, gehen die Schauer bis auf tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer nieder. Kurze Gewitter sind nicht auszuschließen. In der Nacht sinken die Temperaturen südlich der Linie vom Schwarzwald und Dresden auf -3 bis +0 Grad ab, sodass der Hauptniederschlag in Form von Schnee niedergehen und so über tieferen Lagen zur Ausbildung einer Schneedecke sorgen kann. Weiter nach Norden bleibt es mit +0 bis +5 Grad milder und der Schneefall beschränkt sich auf Regionen, die oberhalb etwa 400 bis 600 Meter liegen.

Das Wetter Anfang Februar: windig und nasskalt

Der Schneefall der Nacht verlagert sich in den frühen Morgenstunden vom 1. Februar (Di.) an die Alpen und kann dort für ergiebigen und länger andauernden Schneefall sorgen. Weiter nach Norden sind zahlreiche Schauer zu erwarten, die bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad bis auf tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können. Oberhalb etwa 400 bis 600 Meter kann der Schnee auch liegen bleiben und für winterliche Wetterverhältnisse sorgen. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen und kann zum Nachmittag über dem Nordwesten böig auffrischen.

Schauerwetter

Am 2. Februar (Mi.) erreicht eine Schauerstaffel Deutschland. In der Nacht sind die Niederschläge über dem Süden und Osten noch als Schneeschauer bis auf tiefere Lagen zu erwarten, doch bläst der Wind aus westlichen Richtungen mildere Luftmassen nach Deutschland, sodass die Temperaturen am Tage auf +4 bis +8 Grad ansteigen können. Die Schauer können lokal kräftig ausfallen und von stürmischen Windböen und Gewittern begleitet werden. Über den Küsten von Nord- und Ostsee ist allgemein mit stürmischen Winden zu rechnen.

Über dem Süden Regenwetter

Ein Niederschlagsfeld zieht am 3. Februar (Do.) über Baden-Württemberg und Bayern hinweg und kann dort für länger andauernden Niederschlag sorgen. Nördlich der Linie von Rheinland-Pfalz und Bayern lässt die Niederschlagstätigkeit nach und sonnige Momente sind zwischen den vereinzelt auftretenden Schauern möglich. Die Temperaturen erreichen milde +4 bis +8 Grad.

Erst ein Sturm (li.), dann windiges und nasskaltes Februar-Wetter (re.)
Wetterprognose nach europäischen Wettermodell: erst ein Sturm (li.), dann windiges und nasskaltes Februar-Wetter (re.)
© www.meteociel.fr

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich in vielen Fällen eine Kälteperiode (70 %)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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