Wetter Februar 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Februar 2021 Wettervorhersage vom 23.01.2021 - Mit Winterwetter in den Februar?

Setzt sich im Februar erneut der Winter durch?
Setzt sich im Februar erneut der Winter durch?

Erst Winterwetter mit mancherorts reichlich Neuschnee mit nachfolgend kräftigem Tauwetter, Sturm und regionalen Überflutungen. Das Wetter wird turbulent und neigt zu einem erhöhten Potential unwetterartiger Wettererscheinungen - kehrt im Februar dann der Winter zurück oder setzt sich erneut der Winter durch?

Kurios ist die derzeitige Wetterlage. Konnten vorgestern mit +15,6 Grad um 11:30 Uhr über Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) frühlingshaft milde Werte erreicht werden, so liegen die Temperaturen über dem Süden nun zwischen +0 bis +4 Grad und zeitweiliger Schneefall hat in der Nacht ab den mittleren Lagen eine Schneedecke hinterlassen. Über den östlichen Landesteilen schneit es derzeit noch.

Winterlich geht es weiter - dann drohen Unwetter

Bis einschließlich Dienstag ist oberhalb etwa 300 bis 500 Meter mit Dauerfrost zu rechnen. Darunter und nördlich der Linie von Köln und Berlin bleibt es mit +0 bis +4 Grad milder, während es weiter südlich mit -2 bis +2 Grad auch über den tieferen Lagen winterlich werden kann. Dafür sorgen zeitweilige Niederschläge, die überwiegend als Schnee und über den tieferen Lagen und dem Norden als Schnee oder Schneeregen niedergehen können. Oberhalb etwa 200 bis 400 Meter kann verbreitet - mit der Ausbildung einer Schneedecke gerechnet werden. Mehr dazu: Wetter Januar 2021.

Verbreitet winterliche Wetterbedingungen
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Verbreitet winterliche Wetterbedingungen
© www.meteociel.fr

Wie viel Schnee ist zu erwarten?

Drei Prognose-Modelle und drei ähnliche Ergebnisse in der Schneeprognose. Ähnlich ist auch die Linie, wo sich eine Schneedecke wird ausbilden können und wo nicht. In Summe ist bis einschließlich Dienstag oberhalb etwa 300 bis 500 Meter mit einer Schneedecke von 10 bis 15 cm und über Staulagen bis 30 cm und ab den höheren Lagen wie Schwarzwald oder die östlichen Mittelgebirge bis 50 cm möglich. Über tieferen Lagen schwankt es stark zwischen 0 und 10 cm. Über dem Norden wird sich wohl - wenn überhaupt - nur in den Nächten eine Schneedecke ausbilden können.

Das Schneepotential der kommenden Wetterentwicklung
Wetterprognose nach dem europäischen (li.), deutschen (mi.) und amerikanischen (re.) Wettermodell: das Schneepotential der kommenden Wetterentwicklung
© windy.com

Die Wetterentwicklung bis Februar

Bereits in der Kurzfristprognose zeigt sich ab Mitte der kommenden Woche eine Milderung über dem Westen, die zwischen Donnerstag und Freitag ihren Höhepunkt erreichen kann.

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Mit voller Wucht in den Frühling

Eine zweite Welle der atlantische Frontalzone erreicht Deutschland nach der Wochenmitte und lässt mit kräftigen Niederschlägen und stürmischen Windböen die Temperaturen auf +8 bis +12 Grad und über dem Westen und Südwesten auf +14 bis +18 Grad in den frühlingshaft milden Bereich ansteigen. Stürmische Winde begleiten das kräftige Tauwetter bis auf die höheren Lagen, wo auch orkanartige Windböen möglich sein können.

Hochwassergefahr

Das Zusammenspiel aus flächendeckendem Niederschlag, stürmischen Winden und kräftigem Tauwetter bis auf die höheren Lagen sorgt für reichlich Wasser, dass über die Wiesen und später Bäche und Flüsse abgeleitet wird. Nach und nach steigt das Potential von regionalen Überflutungen - mit Schwerpunkt über dem Süden - an.

Kräftiges Tauwetter in Kombination mit frühlingshaft milden Temperaturwerten und zeitweiligen Niederschlägen erhöht das Potential von regionalen Überflutungen
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Kräftiges Tauwetter in Kombination mit frühlingshaft milden Temperaturwerten und zeitweiligen Niederschlägen erhöht das Potential von regionalen Überflutungen
© www.meteociel.fr

Und im Februar kommt der Winter wieder?

Das würde zum aktuellen Wellenzyklus auf dem Atlantik passen - Winter - Tauwetter - Winter - Tauwetter - ? Der Abstand beträgt momentan 6 Tage und rechnet man diese ab der nächsten Milderung darauf, so wäre der nächste winterliche Abschnitt zwischen dem 1. und 2. Februar möglich - zumindest nach dieser These!

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Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Winterwetter

Das an dieser These etwas dran sein kann, zeigt sich in der aktuellen Wettervorhersage des europäischen Wettermodells.

Zwischen dem 1. und 2. Februar bildet sich bei Island ein kleines - aber ein für die weitere Wetterentwicklung entscheidendes - Hochdrucksystem aus und nimmt Verbindung zum Polar- und Azorenhoch auf. Ein Bindeglied? Man wird sehen! Auf jeden Fall blockiert diese Hochdruckzone die Tiefdruckaktivität und sorgt dafür, dass die atlantische Frontalzone - bzw. das, was von ihr noch übrig ist - Anfang Februar über Deutschland nach Süden abtropfen kann.

Vollwinter mit Schnee, Eis und Frost bis auf tiefere Lagen herab?

Nein, das gibt eine Nordwetterlage nicht her. Simuliert werden Tageswerte zwischen -2 bis +2 Grad und über dem Westen und Norden können bis +4 Grad erreicht werden. Der Winter konzentriert sich in den ersten Februar-Tagen mehr auf die Regionen oberhalb etwa 200 bis 400 Meter. Doch die Wetterlage hat das Potential darüber hinaus für winterliche Wetterverhältnisse auch über dem Flachland zu sorgen.

Der Winter kehrt Anfang Februar nach Deutschland zurück
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Winter kehrt Anfang Februar nach Deutschland zurück
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: kein Winter Anfang Februar

Nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells kann sich das Hoch bei Island nicht ausbilden. Stattdessen bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ungebrochen hoch und steuert einen wesentlichen Teil einer intakten Tiefdruckrinne bei.

Mild, nasskalt und turbulent

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen vom 1. bis 4. Februar voll in den Einflussbereich der atlantische Frontalzone. Die Temperaturen erreichen meist Werte von +1 bis +6 Grad und können mancherorts auf bis +8 Grad ansteigen. Dazu gibt es immer wieder Niederschlag und kräftige Windböen, die gerade in den ersten Februar-Tagen zu einem erhöhten Potential von unwetterartigen Starkwindereignissen sorgen können.

Die atlantische Frontalzone schlägt Anfang Februar voll zu
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die atlantische Frontalzone schlägt Anfang Februar voll zu
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: spürbar kälter

Was wird sich durchsetzen - Die milde, windige und unbeständige Zonalisierungsstruktur der Amerikaner oder die winterliche Variante der Europäer? Rein aus subjektiver Sicht kommen die Europäer besser mit gestörten oder meridionalen Wetterlagen klar, während die Amerikaner gern eine Zonalisierung herbeiführen. Insofern sind beide Wetterprognosen plausibel und wird - weiterhin - davon abhängen, welche Achse das Polarhoch ausbilden wird.

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Jahreszeiten-typisches Wetter

Dieser Wettertrend bleibt auch heute erhalten. Gemessen am Mittelwert von 1961 bis 1990 ist nach dem Mittelwert aller Kontrollläufen mit einem normalen bis leicht zu kühlen Start in den Februar 2021 zu rechnen. Anders formuliert hat der Winter ab den mittleren Lagen gute Chancen, während über tieferen Lagen eine nasskalte Witterung vorherrschen wird.

Auffällig ist zudem, dass die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells sich im zu warmen, aber nicht unmöglichen Bereich bewegt, während das europäische Wettermodell die kältere Variante repräsentiert, die nach den Kontrollläufen wahrscheinlicher ist.

Schaut man sich die Wahrscheinlichkeiten für Schneefall am 3. Februar an, so liegt diese über dem Norden und Westen zwischen 30 und 45 Prozent und über dem Osten und Süden zwischen 45 und 70 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für Dauerfrost aber schwankt zwischen 5 und 20 Prozent und ab den mittleren Lagen oberhalb etwa 500 Meter zwischen 30 und 50 Prozent. Das unterstreicht nochmals den mehr nasskalten Witterungstrend mit winterlichen Ambitionen ab den mittleren Lagen.

Was es mit dem Hoch über Island auf sich hat, wie sich der Polarwirbel wird entwickeln können und was das für den Winter über Deutschland bedeutet, erläutern wir heute Abend gegen 20:15 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2021.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +7,2 +0,8 -0,4 399 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Februar

Statistische Wetterwerte für Februar

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich sehr häufig eine Kälteperiode (70%)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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