Wetter Februar 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Februar 2020 aktuelle Wettervorhersage vom 21.01.2020 - Der Einfluss atlantischer Tiefdruckgebiete erhöht sich

  • M. Hoffmann

An den Winter erinnern momentan nur die teils frostigen Nächte und das morgendliche freikratzen der vereisten Autoscheiben. Doch zum Wochenende kündigt sich beim Wetter eine strukturelle Veränderung an, was die hochdruckdominierte - und damit ruhige - Wetterlage wohl beenden wird.

Anfang Februar: Mehr Abwechslung beim Wetter?
Anfang Februar: Mehr Abwechslung beim Wetter?

Von den Azoren über England bis über das östliche Europa erstreckt sich im Moment ein Hochdrucksystem und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen ruhigen und zu Nebel neigenden Wettercharakter. Die Temperaturen aber sind mit +3 bis +6 Grad für die Jahreszeit etwas zu mild, wobei sich bei Dauernebel die Werte mehr in Richtung der Null-Grad-Marke orientieren können. In den Nächten ist allgemein mit Frost zu rechnen. Lediglich über dem Norden sind frostfreie Nächte möglich.

Ab dem Wochenende aber mehren sich die Wolkenfelder, die auch etwas Niederschlag mit sich führen. Meist ist mit Regen zu rechnen, doch kann gerade in den Nächten es mit einsetzendem Niederschlag noch zu Eisregen, gefrierender Regen oder Graupel kommen. Ist der Wind zunächst schwach, frischt er zum Sonntag stark bis mäßig und über den exponierten Lagen und den Küstenregionen in Böen stürmisch aus südwestlichen Richtungen kommend auf. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Januar 2020.

Die Tiefdruckaktivität nimmt zum Wochenende zu
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Tiefdruckaktivität nimmt zum Wochenende zu
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Winter, der keiner war?

Nein, natürlich ist der vollständige Ablauf des Februars noch abzuwarten und abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss, doch was die Wetterprognose des europäischen Wettermodells derzeit berechnet, erinnert nicht gerade an den Winter.

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Hohe Tiefdruckaktivität

Die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist die Konstante der letzten Tage. Hervorgerufen wird diese von einem kräftigen Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland. Explosionsartig entstehen Tiefdruckgebiete, die sich vom 27. bis 30. Januar in Richtung Skandinavien bewegen.

Die Wetteraktivität nimmt zu

Das Hochdruckgebiet verhält sich zunehmend passiver und zieht sich weiter nach Süden zurück. Gleichzeitig aber verstärkt dieser Prozess die dichte der Gradienten zueinander, was vom 28. Januar bis zum 1. Februar das Potential von Starkwindereignissen ansteigen lassen kann. Zeitgleich ist auch wieder mit vermehrten Niederschlägen zu rechnen.

Der Februar beginnt wenig winterlich

Das Resultat der hohen Tiefdruckaktivität ist aber eine über Mitteleuropa milde Südwestwetterlage, was die Tageswerte über Deutschland, der Schweiz und Österreich auf +6 bis +12 Grad und mit etwas Sonnenschein auch auf bis +14 Grad ansteigen lassen kann.

Die Gradientendichte nimmt Anfang Februar zu
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Gradientendichte nimmt Anfang Februar zu
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Hohe Tiefdruckaktivität

Die atlantische Tiefdruckproduktion läuft nach der Wettervorhersage der Amerikaner auf einem ebenfalls hohem Niveau. Damit wird es für das Hoch schwierig, sich nach Norden aufzustellen.

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Keine Chance für das Hoch

Bereits gestern berechnete das amerikanischen Wettermodell eine milde Südwestwetterlage, die heute zwar nicht mehr zu 100 Prozent gestützt wird, doch eine nachhaltige Winterwetterlage bis auf das Flachland herab ist nach wie vor nicht zu erkennen.

Mischwetter

Das Hoch liegt vom 25. bis 31. Januar zwischen den Azoren, Portugal, Spanien und der Mittelmeerregion relativ weit südlich, was der atlantische Frontalzone mehr Spielraum zur Verfügung stellt, um sich nach Süden auszudehnen und dabei vermehrt das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz beeinflussen zu können. Auch werden im Zeitraum vom 27. bis 29. Januar Starkwindereignisse berechnet, was weitgehend mit der Prognose der Europäer übereinstimmt und die Eintreffwahrscheinlichkeit erhöht.

Hinsichtlich der Temperaturen aber ist ein stetes Auf und Ab zu erwarten, was sich bis in den Februar hinein ziehen kann. In diesem Prozess rückt die atlantische Frontalzone immer weiter in Richtung Skandinavien vor und kann mit Hilfe der Vorderseitenanströmung die Werte auf +7 bis +12 Grad ansteigen lassen und nachfolgend mit entsprechender Rückseite für kühleres - nasskaltes - Wetter sorgen. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind nicht gänzlich auszuschließen, doch von winterlichen Wetterverhältnissen ist das weit entfernt.

Wenig winterliches Mischwetter
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Wenig winterliches Mischwetter
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Auf den Punkt gebracht: Umstrukturierung der Großwetterlage

Das Hoch dominiert das Wetter der Woche, doch nachfolgend wird die Tiefdruckaktivität zunehmend stärker und drängen das Hoch in die Defensive. Die Wahrscheinlichkeit ist inzwischen hoch, dass die Niederschlagsaktivität ab dem 26. Januar wird ansteigen und bis in den Februar hinein auf einem leicht erhöhten bis mäßigen Niveau verbleiben können.

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Wetterprognose der Kontrollläufe: Temperaturrückgang Anfang Februar

Die etwas erhöhte Niederschlagsaktivität wird von den Kontrollläufen über dem Norden vom 26. Januar und über dem Süden ab dem 28. Januar gestützt und zieht sich bis in den Februar hinein. Im Umkehrschluss stützt das wiederum die erhöhte Tiefdruckaktivität, die aus westlichen Richtungen kommt und damit gemäßigt milde bis milde Luftmassen nach Deutschland führt.

Liegt der Durchschnittswert der Kontrollläufe am 28. Januar noch bei warmen +7 bis +9 Grad, so sinkt der Wert bis zum 1. Februar auf +3 bis +6 Grad ab. Das ist für die Jahreszeit etwas zu mild, zeigt aber zugleich, dass die Berechnungen der Vorhersage-Modelle nicht ganz mit denen der Kontrollläufe übereinstimmen. Mit Veränderungen ist zu rechnen.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
28. Januar +4 bis
+13 Grad
+6 bis
+9 Grad
1. Februar -5 bis
+11 Grad
+3 bis
+6 Grad
5. Februar -3 bis
+10 Grad
+3 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen Februar 2020 vom 21.01.2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Die enorm hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wird noch bis Ende Januar für eine Umstrukturierung der Großwetterlage sorgen können. Ob daraus Anfang Februar eine milde Südwest- oder nasskalte Nordwestwetterlage wird, ist noch offen, doch winterliche Wetterverhältnisse haben nach wie vor eine geringere Eintreffwahrscheinlichkeit. Ob sich im Tagesverlauf die Vorhersage-Modelle den Kontrollläufen, oder die Kontrollläufen den Vorhersage-Modellen angepasst haben, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +3,3 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Februar

Statistische Wetterwerte für Februar

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich sehr häufig eine Kälteperiode (70%)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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