Nimmt man den in Teilen von Deutschland regnerischen Donnerstag und Freitag mal außen vor, so ist in den kommenden Tagen mit einem überwiegend hochdruckdominierten Wettercharakter zu rechnen. Da Deutschland aber zwischen den Fronten eines Tiefdrucksystems über dem Norden und eines Hochdrucksystems über dem Süden liegt, sind sonnige Momente über Baden-Württemberg und Bayern häufiger als über dem Norden zu erwarten. Der Samstag erscheint aber der Tag, an dem über Deutschland häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann. Die Temperaturen erreichen heute mit +8 bis +12 Grad und über dem Westen örtlich +14 bis +16 Grad wohl ihren vorläufigen Höhepunkt und gehen zum kommenden Wochenende auf +4 bis +8 Grad auf ein für die Jahreszeit noch immer zu hohes Temperaturniveau zurück. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose Januar 2018.

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Wie startet das Wetter in den Februar 2018?

Die Wetterprognose bis kurz vor Ende Januar bietet nicht allzu viel Wetteraction, vor allem für Freunde des Winterwetters mag die aktuelle Wetterlage alles andere als erfreulich sein. Umso mehr schwenkt man den Fokus auf den Februar - kommt der Winter?

Nein, so einfach ist die Frage auch wieder nicht zu beantworten. Aber der Reihe nach. Das Hochdrucksystem über Mitteleuropa verlagert sich Ende Januar mehr und mehr raus auf den Atlantik in Richtung der Azoren. Gleichzeitig nimmt die Tiefdruckaktivität über Skandinavien zu und eröffnet einen höheren Tiefdruckeinfluss über Deutschland. Nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells sind mit einer südlicheren Zugbahn der Tiefdrucksysteme auch Starkwindereignisse nicht auszuschließen. Mit der Tiefdruckaktivität beginnt auch die Zufuhr maritimer Kaltluftmassen, was die Temperaturen bis Ende Januar mit +1 bis +5 Grad in den nasskalten Bereich absinken lassen kann. Die Schneefallgrenze sinkt über dem Norden auf etwa 400 Meter und über dem Süden auf 800 Meter ab. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Schneeschauer ab Februar mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen
Schneeschauer ab Februar mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen?

Blockadehoch Anfang Februar auf dem Atlantik?

Das Hochdrucksystem verstärkt sich nach den aktuellen Simulationen beider Wettermodelle auf dem Atlantik und erreicht bis zum 3. Februar einen Kerndruck von bis zu 1045 hPa. Zudem wird es relativ weit nördlich berechnet. Nachfolgend rutschen die Tiefdrucksysteme über Skandinavien nach Süden ab und können im Verbund mit dem Hochdrucksystem für die Zufuhr kalter, bzw. kühler Luftmassen aus nördlichen Richtungen sorgen.

Februarwetter: Zwischen nasskalt und winterlich

Diese Berechnungen der Wettermodelle werden nicht nur seit ein paar Tagen so berechnet, sondern verstärken den Trend zu einem Hochdrucksystem auf dem Atlantik. In Folge daraus ist mit einer zunehmenden Meridionalisierung des Zirkulationsmusters zu rechnen (Nord-Süd, Süd-Nord). Derzeit ist es wahrscheinlicher, als dass Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der Nord-Süd verlaufenden Achse liegen werden. Nichtsdestotrotz gibt es auch heute noch erhebliche Unsicherheiten. Fehlt bspw. über der Mitteleerregion das Tiefdrucksystem, oder überhaupt ein stützenden Tief über dem östlichen Europa, so kann sich das Hoch auch relativ rasch wieder über Mitteleuropa legen und für mildes und trockenes Wetter sorgen.

Der Mittelwert der Temperaturen in ca. 1.400 Meter Höhe liegt nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 1 bis 3. Februar zwischen -4 und -7 Grad. Das könnte für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen und winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren Lagen sorgen. Die Wettermodelle stellen Tageshöchstwerte von -4 bis +3 Grad in Aussicht. Das zeigt, dass auch nasskalte Varianten vorherrschend sein können.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 24.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wie sich der Winter darüber hinaus weiterentwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Winter, welche heute Abend gegen 20:00 Uhr nochmals aktualisiert wird.

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