Am Montag überquert ein Niederschlagsfeld Deutschland und sorgt in einigen Regionen - passend zum Berufsverkehr - für Schneefall, Eisregen, gefr. Regen oder einfach nur Regen. Dabei setzt sich bis Mittwoch eine Milderung in ganz Deutschland durch, was die Werte über den östlichen Landesteilen auf +4 bis +8 Grad und über dem Westen verbreitet über die +10 Grad und örtlich gar bis an die +15 Grad Marke heranführen kann. Tauwetter bis in die höheren Lagen, dafür ist aber an beiden Tagen so gut wie kein Niederschlag zu erwarten. Am Donnerstag und Freitag sorgt ein Tiefdrucksystem wieder für einen wechselhaften Wettercharakter bei zurückgehenden Temperaturen.

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Mildes Hochdruckwetter bis Februar?

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 26. bis 31. Januar die Verlagerung des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa, so dass dieses mit seinem Kerngebiet am 1. Februar über Italien liegen und sich bis nach Skandinavien erstrecken kann. Für alle Winterfreunde ist dies eine ungünstige Wetterentwicklung, da die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik im Verbund mit der Hochdruckachse milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz heranführen. Dafür aber ist der Wettercharakter als stabil und auch weitgehend ruhig zu bewerten.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel amerikanisches Wettermodell © www.meteociel.fr

Anfang Februar nasskaltes Winterwetter?

Das europäische Wettermodell berechnet einen anderen Ansatz. Das Hochdrucksystem kann sich demnach nicht über Mitteleuropa behaupten und in rascher Abfolge überqueren Tiefdruckausläufer Deutschland von West nach Ost. Auf der Tiefdruckvorderseite werden mal mildere und auf der Rückseite mal nasskalte Werte nach Deutschland geführt. Starkwindentwicklungen sind nach dieser Wetterprognose Anfang Februar nicht auszuschließen. Zudem verlagert das Hochdrucksystem sich weiter auf den Atlantik und stellt sich in einer relativ steilen Achse von den Azoren bis nach Grönland auf. Das lässt im weiteren Verlauf - im Ansatz - die Wahrscheinlichkeiten für eine nasskalte Wetterlage Anfang Februar ansteigen. Winterwetter hat demnach aber eine geringere Wahrscheinlichkeit.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel europäisches Wettermodell © www.meteociel.fr

Der Beginn eines Blockadehochs Anfang Februar?

Interessant ist die Berechnung des europäischen Wettermodells allemal und auch das amerikanische Wettermodell hat in den letzten Stunden immer wieder solch eine Konstellation in seinen Berechnungen berücksichtigt. Der Knackpunkt also, ob das Wetter im Februar nasskalt, mild oder gar winterlich beginnen mag, liegt im Hochdrucksystem und dessen Position. Die Großwetterlagen unterscheiden sich zum Februarstart zwischen ruhigem Hochdruckwetter, nasskalten West- bis Nordwestwetter und einer kühlen bis kalten meridionalen Strömungsmuster.

Welche der Varianten ist Anfang Februar wahrscheinlicher?

Die Kontrollläufe zeigen 4 Impulse. Mild am 24./25. Januar, dann kurzzeitig kühler, Ende Januar wieder milder, Anfang Februar kühler. Das amerikanische Wettermodell repräsentiert dabei die wärmste Variante. Das eigentliche Spektrum liegt etwa um 10 Grad darunter. Für Winterfreunde bedeutet das, dass der Entwicklungsspielraum für den Winter Anfang Februar erhalten bleibt. Schaut man sich die Kontrollläufe genauer an, so zeigt sich in den letzten Stunden ein Trend, bei der sich das Azorenhoch auf dem Atlantik in einer Art Blockadeposition behaupten könnte.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach Kontrolllauf amerikanisches Wettermodell © www.meteociel.fr

Die Kontrollläufe zeigen aber auch, dass das Entwicklungsspektrum noch breit aufgestellt ist. Teils sind es die milden Hochdruckwetterlagen, teils sind aber auch hochwinterliche Varianten mit dem Blockadehoch auf dem Atlantik dabei. Wie sich das Wetter darüber hinaus entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Winter 2018, welcher heute Abend gegen 20:00 Uhr nchmals aktualisiert wird.

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