Hoher Luftdruck sorgt auch in der kommenden Woche noch für verbreitet ruhiges und ab den mittleren Lagen häufig auch für sonniges Wetter, während in tieferen Lagen häufig Nebel und über Norddeutschland zeitweilig auch stärkere Bewölkung vorzufinden ist. Geringfügiger Niederschlag ist am Montag und Dienstag etwa nördlich der Mittelgebirge zu erwarten, welcher sowohl als Sprühregen, gefr. Sprühregen oder auch als Schneegriesel niedergehen kann. Die Temperaturen steigen bis zum Mittwoch über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge meist auf +0/+4 Grad und erreichen südlich davon -5/0 Grad, entlang des Rheingrabens sind auch bis +2 Grad möglich. Bis zum Freitag sind mit +0/+4 dann fast in ganz Deutschland positive Werte zu erwarten. In den Nächten ist über dem Norden leichter bis mäßiger und über dem Süden weiterhin strenger Frost von bis unter -10 Grad zu erwarten.

Betrachtet man die Großwetterlage zum kommenden Freitag, so verlagert das bis dahin dominante Hochdrucksystem seinen Schwerpunkt über das südöstliche Europa. Über den Azoren liegt das Azorenhoch und mit Hilfe des Kaltluftzustromes beginnt die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik aktiver zu werden. In Folge dessen gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend in den Einflussbereich einer südwestlichen und damit milder werdenden Grundströmung. Nach den heutigen Berechnungen könnten zum 29. Januar die ersten Tiefdrucksysteme Deutschland erreichen und bis zum 31. Januar für einen unbeständigen Wettercharakter sorgen. Wie bei Südwestwetterlagen üblich, ist über dem Nordwesten eine höhere Niederschlagsneigung als über dem Südosten zu erwarten. Die Temperaturen können weiter ansteigen und bis zum 31. Januar Werte zwischen +3/+7 Grad über dem Süden und +5/+10 Grad über dem Norden erreichen und die Nächte wären nach den aktuellen Simulationen weitgehend frostfrei. Der Wind kann vom 29./31. Januar nördlich der Mittelgebirge an Intensität zunehmen und entlang der Küste in Böen auch stürmisch werden.

Mit anderen Worten verabschiedet sich der Hochwinter Ende Januar und die Frage bleibt - wie wird das Wetter im Februar? Nach beiden Wettermodellen strömen über dem östlichen Kanada auch Anfang Februar Kaltluftmassen in Richtung Neufundland und sorgen somit für Energienachschub um die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island/England und Skandinavien aufrecht zu erhalten. Mögliche Strömungsmuster wären über Deutschland vom 1./3. Februar mild Südwest bis mäßig mild West. Mit hoher Wahrscheinlichkeit aber unbeständig, windig und in der Gesamtbewertung ist mit Tauwetter bis in höhere Lagen zu rechnen.

Die Kontrollläufe stützen die nachhaltige Milderung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 30. Januar zwischen -6/+11 Grad (Mittelwert: +0 Grad über dem Osten, +3 Grad über dem Süden und +5/+6 Grad über dem Westen und Norden) und am 3. Februar zwischen -1/+11 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Osten, +5 Grad über dem Norden und Süden und +8 Grad über dem Westen). Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe liegen zwischen +1/+4 Grad, was das Tauwetter Ende Januar und in den ersten drei Februar-Tagen auch bis in die höhere Lagen bringen kann. Wie es darüber hinaus mit dem Winter weitergehen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter.

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