Der Versuch der erhöhten Einflussnahme der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Deutschland zum Ende Januar, zeigt sich heute erneut in den Simulationen der Wettermodelle - nach dem amerikanischen Wettermodell etwas früher, nach dem europäischen Wettermodell etwas später. Insgesamt sind die Temperaturverhältnisse in den kommenden Tagen gegenüber den Jahreszeit-typischen Werten deutlich zu hoch (s. aktuelle Wettervorhersage).

Daran wird sich wohl auch für die ersten Februar-Tage nichts ändern. So liegt über dem skandinavischen Raum ein kräftiges Tiefdrucksystem, dessen südliche Gradienten bis an die Alpen reichen können. Da über dem Süden zwischen den Azoren und der Mittelmeerregion ein Hochdrucksystem "dagegen" hält, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt über Deutschland zu einer Komprimierung der Gradienten zwischen tiefem und hohen Luftdruck. In der Meteorologie bezeichnet man solch eine Konstellation der Wettersysteme zueinander umgangssprachlich auch gerne als "Vollwetter", da in diesem dynamischen Umfeld mit Starkwindereignissen - mit Potential für Extremwindereignisse - sowie reichlich Niederschlag so ziemlich alles an Wetter zu erwarten ist. Die Temperaturen verbleiben jedoch mit Werten zwischen +7/+11 Grad im zu milden Bereich.

So bestätigen sich die Simulationen der letzten Tage, was das aktiv-dynamische Wetter Anfang Februar zunehmend wahrscheinlicher macht. Ist die Sturmphase vorbei, so können in der Höhe kältere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, so dass - je nach Intensität - die Schauer im Zeitraum 3./4. Februar auch als Schnee-, Schneeregen oder Graupel niedergehen können - kurze Gewitter sind dabei nicht auszuschließen.

Die Wetteraktivität auf dem Atlantik ist mit einem nicht enden wollenden Kaltluftzustrom über das östliche Kanada/Grönland in Richtung Neufundland äußerst aktiv, so dass nach einer kurzen Zwischenhochphase zum 4./5. Februar sich darüber hinaus drei wesentliche Wetterentwicklungen ergeben können. Darauf gehen wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter näher ein.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!