Das Tauwetter schlägt sich in der kommenden Woche bis in die höheren Lagen durch und sorgt für ein kräftiges an-/abschmelzen der vorhanden Schneedecke, so dass bis Ende der kommenden Woche die mittleren Lagen wieder schneefrei sein können (s. Schneeprognose). Der Grund hierfür ist die Veränderung des Zirkulationsmusters auf südwestliche bis westliche Richtungen, bei der Deutschland, Österreich und die Schweiz zum kommenden Wochenende auch in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone gelangen kann, bei der Stark- und auch Extremwindereignisse bei milden Temperaturen nicht auszuschließen sind (s. aktuelle Wettervorhersage).

Im Zeitraum vom 1./5. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell einen kräftigen Tiefdruckwirbel über dem skandinavischen Raum und ein ebenfalls kräftiges Hochdrucksystem mit Kern über dem westlichen Mittelmeer im Bereich über Spanien, Mallorca und dem westlichen Frankreich. Gleichzeitig ist die Tiefdruckaktivität mit einem konstanten Zustrom kalter Luftmassen vom östlichen Kanada in Richtung Neufundland sehr aktiv. In Folge daraus zieht vom 1. bis 5. Februar in raschen Abständen ein Tiefdrucksystem nach dem anderen entlang einer Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island und Skandinavien von West nach Ost und drückt dabei das Hochdrucksystem Phasenweise nach Süden weg. So verbleibt Deutschland, Österreich und die Schweiz weitgehend im Einflussbereich der aktiv-dynamischen Westwetterlage, so dass demnach mit weiteren Windereignissen zu rechnen wäre. Durch die südliche Verlagerung der Frontalzone können die Temperaturen auf der Vorderseite eines Tiefdrucksystem mild, in der Übergangsphase nasskalt/mild und auf der Rückseite entsprechend nasskalt ausfallen. Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer sind somit in den ersten Februar-Tagen grundsätzlich nicht auszuschließen, mit Winter hat das jedoch wenig zu tun.

Das europäische Wettermodell hat bis zum 2. Februar einen ganz ähnlichen Ansatz, wenngleich die Windverhältnisse etwas stärker als nach der Berechnung des amerikanischen Wettermodells ausfallen können. Nachfolgend strömen kühlere Luftmassen ein, was zu Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauern führen kann. Da die Wetteraktivität auf dem Atlantik jedoch hoch ist, folgt aus Westen rasch das nächste Tief mit milderen Temperaturen nach.

Die Kontrollläufe stützen den starken Temperaturanstieg bis zum 28. Januar mehrheitlich und simulieren zum 29. Januar bis 5. Februar einen langsamen aber steten Rückgang der Höhentemperaturen auf ein durchaus Jahreszeit-typisches Niveau. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 1. Februar bei +5/+7 Grad und am 5. Februar bei +4/+6 Grad. Aufgrund der aktiv-dynamischen Entwicklung kann sich in der Wetterprognose für die ersten Februar-Tage in der Niederschlags- und Windprognose noch Veränderungen geben, wenngleich das westlich orientierte Zirkulationsmuster mit nasskalten bis milden Temperaturwerten sehr wahrscheinlich geworden ist. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter.

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