Am Wochenende nimmt sowohl die Wind- als auch Niederschlagsintensität zu, so dass ein insgesamt unbeständiger und teils stürmischer und überwiegend milder Wettercharakter bevorsteht (Details mit Warnhinweisen s. Wetter Januar).

Daran wird sich Anfang Februar nichts ändern. Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen überquert mit seinem Niederschlagsfeld Deutschland bis zum 3. Februar von West nach Ost und sorgt insbesondere über den nördlichen Regionen für einen starken bis mäßigen und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee teils auch für stürmischen Wind, wobei orkanartige Böen nicht auszuschließen sind. Die Temperaturen steigen zum 1. Februar auf warme +8/+13 Grad an und können örtlich bis +15 Grad erreichen und sinken zum 3. Februar auf +4/+8 Grad ab.

Im Zeitraum zwischen dem 4./5. Februar lässt der Wind nach und dreht von West/Südwest auf West/Nordwest und sorgt somit für den Zustrom kühlerer Luftmassen, welche tagsüber mit +0/+5 Grad zumeist im nasskalten und in den Nächten mit -3/+1 Grad im Frostbereich liegen können. Die Schneefallgrenze sinkt auf mittlere Lagen hin ab (400-800 Meter) und kann in den Nächten auch bis in tiefere Lagen absinken. Mit der Ausbildung einer Schneedecke ab ca. 500 Meter ist insbesondere in Alpen- und Mittelgebirgsnähe zu rechnen - das wird im Detail jedoch entscheidend davon abhängen, wie viel Niederschlag tatsächlich kommen wird.

Ist das die Rückkehr des Winters? Zunächst einmal kann die Frage mit nein beantwortet werden, da es sich vordergründig um klassisches Rückseitenwetter handelt, welches zum 5. Februar langsam in den Einflussbereich eines Zwischenhochs fällt. Entscheidend, ob sich darüber hinaus eine winterliche Wetterlage einstellen kann, ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik mit dem dazugehörigen Zirkulationsmuster. Mehr dazu gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Winter.

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Die Westwetterlage setzt sich in den kommenden Stunden zunehmend durch und wird ihren vorläufigen Höhepunkt am Samstag / Sonntag erreichen (s. Wettervorhersage Januar). Die Temperaturen sind für die Jahreszeit zu mild und bereits jetzt schon zeigt der Temperaturmittelwert für Januar mit einer Abweichung von etwa +0,7 Grad positive Werte - daran wird sich bis Ende Januar nichts mehr ändern, so dass der Janaur gegenüber dem langjährigen Mittelwert ein ebenfalls zu warmer Wintermonat werden sollte.

Die Westwetterlage hält sich auch noch in den ersten Februar-Tagen und kann an Intensität noch etwas zulegen. So ist zum Start in die neue Woche ebenfalls mit Starkwindereignissen zu rechnen, wobei Extremwindereignisse über exponierten Lagen, sowie entlang der Küste von Nord- und Ostsee zum heutigen Stand nicht auszuschließen sind. Der Wettercharakter selbst bleibt unbeständig und die Temperaturen können am Montag +8/+12 Grad, örtlich auch bis +14 Grad erreichen und gehen am Dienstag auf +6/+11 Grad zurück.

Gegenüber den letzten Tagen hat sich für den Zeitraum 3./5. Februar eine kleine Veränderung ergeben. Dem Azorenhoch gelingt es, einen Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa zu schieben, so dass Deutschland am östlichen Rand der Hochdruckgradienten liegt und somit aus nordwestlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann. So lässt der Wind und die Niederschläge nach und die Temperaturen sinken vom 3. Februar mit +6/+9 Grad bis zum 5. Februar auf +1/+7 Grad ab und in den Nächten ist wieder leichter Frost möglich. Aufgrund zur Hochdrucknähe ist kaum mehr mit Niederschlägen zu rechnen, wobei örtlich der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, Graupel- oder Regenschauer nicht auszuschließen ist.

Es wird langsam wieder etwas kühler und die Kontrollläufe stützen diesen Entwicklungstrend mehrheitlich. Ob ein erneuter Wetterumschwung darüber hinaus möglich ist, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter.
Der Januar endet mit hoher Wahrscheinlichkeit stürmisch. Der Grund hierfür ist ein sich auf westliche Richtungen einstellendes Zirkulationsmuster, welches mit einem Zentraltief über Skandinavien und dem Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland an Kraft und Intensität gewinnt. Das Hochdrucksystem über dem Mittelmeerraum flacht zunehmend ab, so dass die Gradienten der Wettersysteme sich über Deutschland komprimieren und zu Starkwindereignissen führen können. Die Temperaturen bleiben vielfach in dem für die Jahreszeit zu milden Bereich, können jedoch am 31. Januar von Norden her etwas abkühlen (Einzelheiten s. Wettervorhersage Januar.)

Zum Start in den Februar simulieren beide Wettermodelle weiterhin eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung, bei der die Windaktivität voraussichtlich über den Gebieten nördlich der Mittelgebirge hoch bleibt, während von Süden her der hohe Luftdruck an Einfluss zunehmen kann. Erst zum 2./3. Februar lässt die Windaktivität spürbar nach, wobei der Wettercharakter vom 1./3. Februar insgesamt als unbeständig zu bezeichnen ist. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist in solch einer Konstellation über dem Süden generell geringer als über dem Norden einzustufen.

Die Temperaturen liegen am 1./2. Februar mit +7/+11 Grad noch vielfach im milden Bereich, sinken aber nach den aktuellen Berechnungen zwischen dem 3./5. Januar von Nord nach Süd auf nasskalte Werte ab. Wie kalt kann es werden? Die Tageswerte können zwischen +0/+5 Grad schwanken und die Schneefallgrenze kann allmählich auf die mittleren Lagen zwischen 400-800 Meter absinken, wobei - je nach Intensität der Niederschläge - auch Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen sind.

Dieser Vorgang ist typisch für eine Westwetterlage, bei der sich zunächst die milde Vorderseite bemerkbar macht und im weiteren Verlauf die stürmische Übergangsphase, bevor das kühle Rückseitenwetter folgt. Die Kontrollläufe stützen diese Wetterentwicklung mehrheitlich. Ob dieses Auf und Ab darüber hinaus erhalten bleibt und wie die Chancen auf eine Rückkehr des Winters liegen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter.
Das Wetter wird am kommenden Wochenende auch für die südlichen Landesteile von Norden her zunehmend unbeständiger und auch windiger. An den mit +7/+11 Grad gegenüber der Jahreszeit zu milden Temperaturen ändert sich zunächst einmal wenig, auch wenn es am Sonntag über dem Nordosten und Norden mit +2/+7 Grad etwas kühler werden kann (Details s. aktuelle Wettervorhersage).

An diesem zu Grunde liegenden Wettercharakter wird sich auch in den ersten Februar-Tagen kaum etwas verändern. Mit einem Zentraltief über dem skandinavischen Raum verläuft die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island und endet im Zentraltief. Deutschland gerät dabei zunehmend in den Einflussbereich der südlichen Tiefdruckgradienten, wobei das Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion dagegen hält. In Folge daraus werden die Gradienten zunehmend von Nord nach Süd komprimiert, was im Zeitraum 1./3. Februar über Deutschland zu Starkwindereignissen führen kann.

Mit dem Wind können mit +7/+12 Grad, örtlich bis +14 Grad teils sehr milde Luftmassen nach Deutschland geführt werden, wobei die Niederschlagsneigung über dem Norden grundsätzlich höher als über dem Süden einzustufen ist. Wie stark kann der Wind werden? Simuliert werden aktuell Windgeschwindigkeiten, welche über tieferen Lagen im Bereich zwischen 30-60 km/h und in Böen über exponierten Lagen, sowie entlang der Küste von Nord- und Ostsee bis 60-100 km/h erreichen können.

Im Zeitraum 3./5. Februar wird das Hochdrucksystem über dem Mittelmeer nach Westen abgedrängt, so dass das Strömungsmuster bei einem nachlassenden Wind kurzzeitig auf West bis Nordwest drehen kann und kühlere Luftmassen heranführen kann. Bei einem weiterhin unbeständigen Wettercharakter sind neben Regenschauern kurzweilig auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bei Temperaturen zwischen +0/+6 Grad nicht auszuschließen und die Schneefallgrenze sinkt allmählich bis auf die mittleren Lagen ab (400-800 Meter).

Das Wetter erinnert mit seiner Wechselhaftigkeit ein wenig an den April, ob das Wetter darüber hinaus so bleibt, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter.
Der Versuch der erhöhten Einflussnahme der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Deutschland zum Ende Januar, zeigt sich heute erneut in den Simulationen der Wettermodelle - nach dem amerikanischen Wettermodell etwas früher, nach dem europäischen Wettermodell etwas später. Insgesamt sind die Temperaturverhältnisse in den kommenden Tagen gegenüber den Jahreszeit-typischen Werten deutlich zu hoch (s. aktuelle Wettervorhersage).

Daran wird sich wohl auch für die ersten Februar-Tage nichts ändern. So liegt über dem skandinavischen Raum ein kräftiges Tiefdrucksystem, dessen südliche Gradienten bis an die Alpen reichen können. Da über dem Süden zwischen den Azoren und der Mittelmeerregion ein Hochdrucksystem "dagegen" hält, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt über Deutschland zu einer Komprimierung der Gradienten zwischen tiefem und hohen Luftdruck. In der Meteorologie bezeichnet man solch eine Konstellation der Wettersysteme zueinander umgangssprachlich auch gerne als "Vollwetter", da in diesem dynamischen Umfeld mit Starkwindereignissen - mit Potential für Extremwindereignisse - sowie reichlich Niederschlag so ziemlich alles an Wetter zu erwarten ist. Die Temperaturen verbleiben jedoch mit Werten zwischen +7/+11 Grad im zu milden Bereich.

So bestätigen sich die Simulationen der letzten Tage, was das aktiv-dynamische Wetter Anfang Februar zunehmend wahrscheinlicher macht. Ist die Sturmphase vorbei, so können in der Höhe kältere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, so dass - je nach Intensität - die Schauer im Zeitraum 3./4. Februar auch als Schnee-, Schneeregen oder Graupel niedergehen können - kurze Gewitter sind dabei nicht auszuschließen.

Die Wetteraktivität auf dem Atlantik ist mit einem nicht enden wollenden Kaltluftzustrom über das östliche Kanada/Grönland in Richtung Neufundland äußerst aktiv, so dass nach einer kurzen Zwischenhochphase zum 4./5. Februar sich darüber hinaus drei wesentliche Wetterentwicklungen ergeben können. Darauf gehen wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter näher ein.