Die winterlichen Verhältnisse können sich bis Ende Januar zunehmend in den mittleren Lagen ab 400 Meter manifestieren. Der Grund hierfür ist ein "aufkeilendes" Azorenhoch auf dem Atlantik und ein rückseitig abtropfenden Tiefdrucksystem, welches sich zum 31. Januar voraussichtlich direkt über Deutschland befinden kann. In Folge daraus sind nicht unerhebliche Niederschlags-mengen zu erwarten, so dass ab den mittleren Lagen mit ordentlichem Neuschneezuwachs im Zeitraum 27./31. Januar gerechnet werden kann. Im Detail bleibt noch abzuwarten wie sich die Schneefallgrenze verhalten wird, da geringe Veränderungen der Position des Tiefdrucksystems noch andere Möglichkeiten zulässt, in den gängigsten Varianten der Wettermodelle schwankt diese jedoch im Bereich zwischen 100-500 Meter. Kommt denn nun der Winter in den ersten Februar-Tagen auch bis in tiefere Lagen? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so erstreckt sich die Hochdruckachse auf dem Atlantik im Zeitraum 1./5. Februar in einer Süd-Nord Richtung von den Azoren bis nach Island. Gleichzeitig befindet sich über dem europäischen Nordmeer ein Tiefdrucksystem, so dass die wirklich kalten Luftmassen nach Osten abgelenkt werden und über Mitteleuropa Höhentemperaturen zwischen -4/-8 Grad advehiert werden können. In Folge daraus bleibt der Temperaturcharakter in tieferen Lagen zumeist nasskalt, wobei die Schneefallgrenze durchaus auch bis in tiefere Lagen absinken kann. Da der Boden zudem noch recht warm ist, bleibt die zeitweilige Ausbreitung einer Schneedecke nach dieser Simulation nicht von langer Dauer und nimmt über den Zeitraum von "unten" her ab. Anders formuliert ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt (-2/+2 Grad) in tieferen Lagen im Westen, Südwesten und Nordwesten mit "nasskaltem Matschwetter" zu rechnen. Anders die Situation in Lagen oberhalb etwa 300-500 Meter, wo mit weiterem Neuschneezuwachs nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells zu rechnen ist. Blickt man auf die Simulierten Niederschlagssummen, so liegen diese bis zum 3. Februar zwischen 15-70 l/m² - aber auch hier kommt es im Detail noch darauf an, welche Position das Tiefdrucksystem einnehmen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so sieht die Wetterentwicklung zwar ähnlich aus, ist in der Konstellation der Wettersysteme zueinander eine völlig andere. Demnach keilt das Azorenhoch bis Ende Januar nicht in Richtung Island auf, sondern weiter westlicher in Richtung Grönland. Das gibt dem Tiefdrucksystem über Skandinavien mehr Spielraum mit der Kaltluftzuführung über dem europäischen Nordmeer, da sich dort ein weiteres Tiefdrucksystem (wie beim amerikanischen Wettermodell) nicht etablieren kann. In Folge daraus wird es in Deutschland im Zeitraum 1./4. Februar sukzessive kälter und die winterlichen Verhältnisse könnten sich nach dem europäischen Wettermodell bei einer regen Niederschlagsaktivität auch bis in tiefere Lagen durchsetzen. Wie liegen die Wahrscheinlichkeiten: Winter oder nasskalt? Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bestätigt im Wesentlichen die Unsicherheiten. So liegen die möglichen Temperaturwerte am 1. Februar zwischen -6/+4 Grad (Mittelwert: -1/+0 Grad im Osten und Süden und +1/+2 Grad im Westen und Norden) und am 4. Februar zwischen -7/+6 Grad (Mittelwert: -3/-2 Grad im Süden und Osten und -1/+0 Grad im Westen und Norden. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 1. Februar bei 50/50/0 und am 4. Februar bei 55/40/5 mit einer etwas "milderen" Tendenz im Nordwesten und Norden. Zusammenfassend zeigen die Signale der Wettermodelle ab den mittleren Lagen weiterhin in Richtung Winterwetter - ob sich der Winter auch in tiefere Lagen durchsetzen kann, klären wir heute Abend gegen 20:50 Uhr an dieser Stelle mit einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter im Februar. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter im Winter.
Update:
Das amerikanische und auch europäische Wettermodell zeigte tagsüber bis zum 5. Februar kaum mehr Veränderungen. Das Schwankungspotential betrug im Schnitt 2/3 Grad und war zwischendurch auch mal etwas wärmer, heute Abend jedoch wieder etwas kühler. Dominierend zeigt sich in beiden Wettermodellen im Zeitraum 1./5. Februar ein Tiefdruckwirbel, welcher sich zum 1. Februar direkt über Deutschland und zum 5. Februar vom nördlichen Skandinavien bis über das Mittelmeer erstrecken kann. Zeitgleich keilt das Azorenhoch in Richtung Island/Grönland auf und kann somit das aktiv-dynamische Atlantikwetter - zumindest kurzweilig - blockieren. Über Mitteleuropa können mit einer meridionalen Strömungszirkulation langsam aber stetig kühlere Luftmassen advehiert werden, so dass der Wettercharakter für Anfang Februar ab den mittleren Lagen mit hoher Wahrscheinlichkeit winterlich ausfallen wird. Für tiefere Lagen bleibt die kommende Entwicklung "spannend" - zum heutigen Stand im Westen und Norden jedoch eher nasskalt (-1/+2 Grad). Deutlich wird das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5), welche am 1. Februar bei 35/65/0 und am 5. Februar bei 65/30/5 liegen.

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