Die aktuellen Simulationen der Wettermodelle bestätigen den Trend der letzten Tage einer überwiegend nasskalten Witterungsphase im Zeitraum zwischen dem 22./26. Januar, bei der winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen durchaus gegeben sind. Zum Monatswechsel hat sich bereits gestern ein Trend angedeutet, welcher nun in den Simulationen etwas konsequenter Fortgehführt wird, so dass eine winterliche Episode zum Monatswechsel nicht unwahrscheinlich erscheint. Das europäische Wettermodell lässt dabei auf der Rückseite des Azorenhochs die Tiefdrucksysteme in Richtung Mittelmeerraum abtropfen, so dass sich über Mitteleuropa ein meridionales (Nord-Süd) Strömungsmuster etablieren kann. Die advehierten Luftmassen sind zunächst noch nasskalt, können aber zum Monatswechsel noch etwas kälter werden, so dass durchaus ein winterlicher Start in den Februar - teils bis in tieferen Lagen - im Bereich des Möglichen liegt. Das amerikanische Wettermodell geht mit seiner Simulation in eine ganz ähnliche Richtung, jedoch ist der Tiefdruck vom Atlantik kommend so kräftig, dass der Trog Mitteleuropa rasch nach Osten abgedrängt werden kann und nachfolgend die atlantische Frontalzone über Mitteleuropa mit wechselhaften, windigen und nasskalten, teils auch milden Wetter dominierend sein kann. Entscheidend ob der Winter die ersten Februar-Tage beeinflussen kann oder nicht, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Wettersysteme im Polarwirbel entwickeln und auch positionieren werden. Sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell verfolgen im Ansatz einen sog. Polarwirbelsplitt. Entscheidend wird jedoch sein, wie die Achse des möglichen Splitts verlaufen wird. In einigen Varianten des amerikanischen Wettermodells bleibt - trotz eines Splitts - der Kaltluftwirbel über Kanada/Grönland intakt und kann unter Umständen noch verstärkt werden, was eine Dominanz der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa zur Folge hat (westlich orientiertes Zirkulationsmuster). Das europäische Wettermodell zeigt in seiner Simulation durchaus den Ansatz eines möglichen Abbaus des Kaltluftwirbels über Kanada/Grönland, was einen Wintereinbruch Mitteleuropa wahrscheinlicher macht. Zusammenfassend zeigt sich nach einem nasskalten Witterungstrend bis Ende Januar eine langsam zunehmende Tendenz für winterliche Varianten in den ersten Februar-Tagen. Wie ist diese Tendenz einzustufen? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) bspw. am 3. Februar bei 25/45/30 und am 5. Februar bei 25/40/35.

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