Wetter Februar 2015 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Februar 2015 - Wettertrend vom 23. Januar

  • M. Hoffmann
Bereits in der mittelfristigen Wetterprognose ergeben sich für Ende Januar unterschiedliche Konstellationen hinsichtlich der möglichen Temperatur-entwicklung, welche ein Spektrum bspw. am 31. Januar von -3/+8 Grad aufweisen. Der Grund hierfür ist der noch unsichere Achsverlauf eines "Polarhochs" zum Monatswechsel. Blickt man auf die mögliche Wetterentwicklung für die ersten Februar-Tage, so simulieren sowohl das amerikanische, als auch europäische Wettermodell eine "Polarhochachse", welche zwischen den Aleuten/Beaufortsee, Grönland bis zu den Azoren hinunter verlaufen kann. Für einen kurzen Moment kann somit die aktiv-dynamische Zirkulationsstruktur auf dem Atlantik unterbunden werden und sich über Mitteleuropa ein meridionales (Nord-Süd) Muster einstellen, was zur Advehierung kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen führen kann. So werden die Optionen für einen winterlichen Abschnitt in den Wettermodellen für die ersten Februar-Tagen zunehmend zahlreicher, was sich an den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) bspw. am 3. Februar mit 40/50/10 wiederspiegelt. Wie nachhaltig könnte so ein "Wintereinbruch" sein? Die Frage wäre mit "kommt es zum Ausgleichsverhalten oder bleibt die Erhaltungsneigung?" besser gestellt, denn nach dem amerikanischen Wettermodell dominiert der Kaltluftzustrom zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland das Zirkulationsmuster und gibt den Takt vor. Somit wäre eine meridionale Ausrichtung des Strömungsmuster nur von kurzer Dauer, so dass sich zum 4./5. Februar auch wieder vermehrt mildere Varianten zeigen (40/40/20) und die Erhaltungsneigung sich im weiteren Verlauf durchsetzen könnte. Blickt man auf die Entwicklung des AO-Index, so zeigt dieser sich schwach neutral bis leicht positiv zum Monatswechsel und auch der sog. NAO-Index zeigt nach einer kurzen neutralen Phase im weiteren Verlauf wieder eine positive Entwicklung. Im Ergebnis spricht das für höhere Wahrscheinlichkeiten der Erhaltungsneigung. Was macht das Warming in Stratosphärenhöhe? Das wird weiterhin simuliert, erreicht aber bis in den Februar nur den Status eines Minor-Warmings und hat kaum Auswirkungen auf das Wetter in den unteren Luftschichten. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen hinsichtlich eines zu warmen Temperaturverlaufs im Februar treu, so dass die simulierte Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen +0,5/+2 Grad liegt. In der Niederschlagserwartung simuliert das Langfristmodell eine leicht positive Entwicklung. Die kommenden Tage werden aus meteorologischer Sicht sicherlich spannend, so wird sich zeigen, ob der Winter 2014/2015 sich auch in tieferen Lagen noch einmal zeigen kann. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update zur Wetterprognose zum Wetter im Winter.

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Wetter im Februar 2015 - Wettertrend vom 22. Januar

  • M. Hoffmann
Die aktuellen Simulationen der Wettermodelle bestätigen den Trend der letzten Tage einer überwiegend nasskalten Witterungsphase im Zeitraum zwischen dem 22./26. Januar, bei der winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen durchaus gegeben sind. Zum Monatswechsel hat sich bereits gestern ein Trend angedeutet, welcher nun in den Simulationen etwas konsequenter Fortgehführt wird, so dass eine winterliche Episode zum Monatswechsel nicht unwahrscheinlich erscheint. Das europäische Wettermodell lässt dabei auf der Rückseite des Azorenhochs die Tiefdrucksysteme in Richtung Mittelmeerraum abtropfen, so dass sich über Mitteleuropa ein meridionales (Nord-Süd) Strömungsmuster etablieren kann. Die advehierten Luftmassen sind zunächst noch nasskalt, können aber zum Monatswechsel noch etwas kälter werden, so dass durchaus ein winterlicher Start in den Februar - teils bis in tieferen Lagen - im Bereich des Möglichen liegt. Das amerikanische Wettermodell geht mit seiner Simulation in eine ganz ähnliche Richtung, jedoch ist der Tiefdruck vom Atlantik kommend so kräftig, dass der Trog Mitteleuropa rasch nach Osten abgedrängt werden kann und nachfolgend die atlantische Frontalzone über Mitteleuropa mit wechselhaften, windigen und nasskalten, teils auch milden Wetter dominierend sein kann. Entscheidend ob der Winter die ersten Februar-Tage beeinflussen kann oder nicht, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Wettersysteme im Polarwirbel entwickeln und auch positionieren werden. Sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell verfolgen im Ansatz einen sog. Polarwirbelsplitt. Entscheidend wird jedoch sein, wie die Achse des möglichen Splitts verlaufen wird. In einigen Varianten des amerikanischen Wettermodells bleibt - trotz eines Splitts - der Kaltluftwirbel über Kanada/Grönland intakt und kann unter Umständen noch verstärkt werden, was eine Dominanz der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa zur Folge hat (westlich orientiertes Zirkulationsmuster). Das europäische Wettermodell zeigt in seiner Simulation durchaus den Ansatz eines möglichen Abbaus des Kaltluftwirbels über Kanada/Grönland, was einen Wintereinbruch Mitteleuropa wahrscheinlicher macht. Zusammenfassend zeigt sich nach einem nasskalten Witterungstrend bis Ende Januar eine langsam zunehmende Tendenz für winterliche Varianten in den ersten Februar-Tagen. Wie ist diese Tendenz einzustufen? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) bspw. am 3. Februar bei 25/45/30 und am 5. Februar bei 25/40/35.

Wetter im Februar 2015 - Witterungstrend vom 20. Januar

  • M. Hoffmann
Bis auf eine kurze winterliche Phase nach Weihnachten hatte der Winter bislang in dieser Saison wenig zu melden - sehr zum Verdruss auch vieler Winterfans. Zwar zeigt sich in den kommenden Tagen mit einer überwiegend nasskalten Witterung eine Absenkung der Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen (300-800 Meter). Hochwinterliche Verhältnisse, wie sie Ende Januar - statistisch betrachtet - häufiger vorkommen, sehen jedoch anders aus und sind nach den aktuellsten Berechnungen auch bis Ende Januar wenig wahrscheinlich. Doch wie sieht es im Februar aus - wie wahrscheinlich ist eine Rückkehr des Winterwetters? Dazu müssen zunächst einmal die Randfaktoren näher betrachtet werden. Das sog. El-Niño Phänomen hat nach dem aktuellen ENSO-Bericht mit 50-60 Prozent eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für die nächsten zwei Monate, im weiteren Verlauf sind wieder neutrale Bedingungen zu erwarten. Was hätte ein eintretendes El-Niño Phänomen zur Folge? Kurz und einfach - El-Niño erhöht die Wahrscheinlichkeit von Trogwetterlagen über der nördlichen Hemisphäre - eine klare Aussage zu winterlichen Verhältnissen lässt sich daraus aber nicht treffen, da Trogwetterlagen eine kalte und warme Seite haben und im Detail es darauf ankommt, wie eine Trogachse verlaufen wird. Ein weiteren Randfaktor ist der Polarwirbel selbst, welcher in diesem Winter weniger aktiv ist und zeitweilig durch sog. Warmings in Stratosphärenhöhe "geschwächt" wird, was die Wahrscheinlichkeiten für Polarwirbelsplitts und die daraus folgenden Trogwetterlagen erhöht. Aktuell zeigt sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells für Ende Januar / Anfang Februar der Beginn eines neuerlichen Warmings, welches aktuell aber nur einen Status eines Minor-Warmings erreichen kann und somit zunächst einmal keine wesentliche Auswirkungen haben wird. Der sog. AO-Index weist im letzten Januar-Drittel überwiegend neutrale bis leicht negative Bedingungen aus, während der NAO-Index nach einer neutralen Phase zum Monatswechsel wieder positive Werte annehmen kann. Die Randfaktoren für winterliche Verhältnisse sind zunächst einmal nicht schlecht, wenngleich auch nicht eindeutig. Geht es nach den Simulationsvarianten des amerikanischen Wettermodells, so zeigen sich zum Monatswechsel durchaus Varianten, welche mit einer nördlichen Strömungskomponente für winterliche Verhältnisse über Mitteleuropa sorgen könnten. Die Wahrscheinlichkeiten nach den Kontrollläufen ist hierfür zum aktuellen Stand noch als gering einzustufen - so liegen Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) bspw. am 3. Februar bei 20/60/20. Das Langfristmodell simuliert seit Beginn des Winters eine leicht bis deutlich positive Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert und auch der Februar hat demnach bei einer weitgehend normalen Niederschlagserwartung eine positive Temperaturabweichung von +0,5/+2 Grad. Zum Vergleich: der Januar hat zum aktuellen Stand eine Temperaturabweichung von rund +4 Grad.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +8,81 +2,45 +1,71 367 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Februar

Statistische Wetterwerte für Februar

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich sehr häufig eine Kälteperiode (70%)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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