Der Temperatur-charakter bleibt in den kommenden Tagen überwiegend nasskalt, wobei die Schneefallgrenze um die mittleren Lagen herum schwanken kann. Zum Ende des Januars zeigt sich in den gängigsten Simulationen der Wettermodelle eine Bestätigung des Trends der letzten Tage, als dass ich über dem mittel-europäischen Raum ein Trog ausbilden und damit einhergehend das Zirkulationsmuster von West-Ost auf Nord-Süd verändern, oder auch meridionalisieren kann. Die Großwetterlage zeigt sich dabei in der Gestalt, als dass über dem Atlantik das Azorenhoch nach Norden hin aufkeilen und auf dessen östlichen Rückseite der tiefe Luftdruck seinen Weg nach Süden finden kann. In Folge daraus bleibt der Temperaturcharakter in tieferen Lagen zunächst einmal nasskalt, für die mittleren Lagen ist aber nach diesen Simulationen bei Temperaturen um die 0 Grad mit weiteren, teils kräftigen Neuschneezuwachs in den ersten Februar-Tagen zu rechnen. Wie hoch liegt die Eintreffwahrscheinlichkeit hierfür? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 2. Februar bei 50/35/15 und bestätigen zum heutigen Stand den nasskalten bis teils winterlichen Witterungscharakter in den ersten Februar-Tagen. Was spricht gegen diesen Trend? Sowohl das amerikanische, als auch europäische Wettermodell simulieren einen recht kräftigen Kaltluftausbruch zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland für Anfang Februar. Hierbei versucht scheinbar das Zirkulationsmuster "mit aller Gewalt" die Erhaltungsneigung aufrecht zu erhalten. Insofern werden die kommenden Simulationen und auch Wetterprognosen zum Winter recht spannend werden, da man durchaus von einer entscheidenden Phase für den weiteren Verlauf des Winters ausgehen kann. Interessant sind die Simulationen rund um den Polarwirbel. Das europäische Wettermodell simuliert einen Polarwirbelsplitt, welcher durch ein recht kräftiges "Polarhoch" im Zeitraum vom 31. Januar bis zum 3. Februar ausgelöst wird. Die Hochdruckachsen verlaufen dabei von der Beaufortsee über Grönland, von der Beaufortsee zum Ochotischen Meer und von der Beaufortsee zum westsibirischen Hoch. Somit wird aus einem runden Polarwirbel ein "4er-Splitt" herbeigeführt, wobei ein Teil über Kanada/Grönland, einer über dem sibirischen Raum, einer über dem skandinavischen Raum und ein weiterer Wirbel noch in Richtung Aleuten zu finden ist. Das macht sich auch in den Höhentemperaturen bemerkbar, welche um den Polarwirbel von -30 Grad zwischen den Aleuten und Grönland bis zum 3. Februar auf bis -8 Grad ansteigen können. Aber auch das amerikanische Wettermodell simuliert diesen Splitt mit einem "Polarhoch" von rund 1055 hPa in einem 3er-Feld (Grönland/Kanada, Skandinavien, Ostsibirien). Insofern bleiben auch in dieser Betrachtungsweise die kommenden Prognosen sicherlich spannend, da es im Detail auf die Achsverteilung ankommt, welche über winterliche, nasskalte oder frühlingshaften Temperaturen entscheidend sein wird. Was möglich ist, zeigen die Kontrollläufe bspw. am 7. Februar mit einem Temperaturspektrum von tagsüber -9/+8 Grad (Mittelwert: +0 Grad im Süden und Osten und +2/+3 Grad im Westen und Norden).

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Bereits in der mittelfristigen Wetterprognose ergeben sich für Ende Januar unterschiedliche Konstellationen hinsichtlich der möglichen Temperatur-entwicklung, welche ein Spektrum bspw. am 31. Januar von -3/+8 Grad aufweisen. Der Grund hierfür ist der noch unsichere Achsverlauf eines "Polarhochs" zum Monatswechsel. Blickt man auf die mögliche Wetterentwicklung für die ersten Februar-Tage, so simulieren sowohl das amerikanische, als auch europäische Wettermodell eine "Polarhochachse", welche zwischen den Aleuten/Beaufortsee, Grönland bis zu den Azoren hinunter verlaufen kann. Für einen kurzen Moment kann somit die aktiv-dynamische Zirkulationsstruktur auf dem Atlantik unterbunden werden und sich über Mitteleuropa ein meridionales (Nord-Süd) Muster einstellen, was zur Advehierung kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen führen kann. So werden die Optionen für einen winterlichen Abschnitt in den Wettermodellen für die ersten Februar-Tagen zunehmend zahlreicher, was sich an den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) bspw. am 3. Februar mit 40/50/10 wiederspiegelt. Wie nachhaltig könnte so ein "Wintereinbruch" sein? Die Frage wäre mit "kommt es zum Ausgleichsverhalten oder bleibt die Erhaltungsneigung?" besser gestellt, denn nach dem amerikanischen Wettermodell dominiert der Kaltluftzustrom zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland das Zirkulationsmuster und gibt den Takt vor. Somit wäre eine meridionale Ausrichtung des Strömungsmuster nur von kurzer Dauer, so dass sich zum 4./5. Februar auch wieder vermehrt mildere Varianten zeigen (40/40/20) und die Erhaltungsneigung sich im weiteren Verlauf durchsetzen könnte. Blickt man auf die Entwicklung des AO-Index, so zeigt dieser sich schwach neutral bis leicht positiv zum Monatswechsel und auch der sog. NAO-Index zeigt nach einer kurzen neutralen Phase im weiteren Verlauf wieder eine positive Entwicklung. Im Ergebnis spricht das für höhere Wahrscheinlichkeiten der Erhaltungsneigung. Was macht das Warming in Stratosphärenhöhe? Das wird weiterhin simuliert, erreicht aber bis in den Februar nur den Status eines Minor-Warmings und hat kaum Auswirkungen auf das Wetter in den unteren Luftschichten. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen hinsichtlich eines zu warmen Temperaturverlaufs im Februar treu, so dass die simulierte Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen +0,5/+2 Grad liegt. In der Niederschlagserwartung simuliert das Langfristmodell eine leicht positive Entwicklung. Die kommenden Tage werden aus meteorologischer Sicht sicherlich spannend, so wird sich zeigen, ob der Winter 2014/2015 sich auch in tieferen Lagen noch einmal zeigen kann. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update zur Wetterprognose zum Wetter im Winter.
Die aktuellen Simulationen der Wettermodelle bestätigen den Trend der letzten Tage einer überwiegend nasskalten Witterungsphase im Zeitraum zwischen dem 22./26. Januar, bei der winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen durchaus gegeben sind. Zum Monatswechsel hat sich bereits gestern ein Trend angedeutet, welcher nun in den Simulationen etwas konsequenter Fortgehführt wird, so dass eine winterliche Episode zum Monatswechsel nicht unwahrscheinlich erscheint. Das europäische Wettermodell lässt dabei auf der Rückseite des Azorenhochs die Tiefdrucksysteme in Richtung Mittelmeerraum abtropfen, so dass sich über Mitteleuropa ein meridionales (Nord-Süd) Strömungsmuster etablieren kann. Die advehierten Luftmassen sind zunächst noch nasskalt, können aber zum Monatswechsel noch etwas kälter werden, so dass durchaus ein winterlicher Start in den Februar - teils bis in tieferen Lagen - im Bereich des Möglichen liegt. Das amerikanische Wettermodell geht mit seiner Simulation in eine ganz ähnliche Richtung, jedoch ist der Tiefdruck vom Atlantik kommend so kräftig, dass der Trog Mitteleuropa rasch nach Osten abgedrängt werden kann und nachfolgend die atlantische Frontalzone über Mitteleuropa mit wechselhaften, windigen und nasskalten, teils auch milden Wetter dominierend sein kann. Entscheidend ob der Winter die ersten Februar-Tage beeinflussen kann oder nicht, wird maßgeblich davon abhängen, wie sich die Wettersysteme im Polarwirbel entwickeln und auch positionieren werden. Sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell verfolgen im Ansatz einen sog. Polarwirbelsplitt. Entscheidend wird jedoch sein, wie die Achse des möglichen Splitts verlaufen wird. In einigen Varianten des amerikanischen Wettermodells bleibt - trotz eines Splitts - der Kaltluftwirbel über Kanada/Grönland intakt und kann unter Umständen noch verstärkt werden, was eine Dominanz der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa zur Folge hat (westlich orientiertes Zirkulationsmuster). Das europäische Wettermodell zeigt in seiner Simulation durchaus den Ansatz eines möglichen Abbaus des Kaltluftwirbels über Kanada/Grönland, was einen Wintereinbruch Mitteleuropa wahrscheinlicher macht. Zusammenfassend zeigt sich nach einem nasskalten Witterungstrend bis Ende Januar eine langsam zunehmende Tendenz für winterliche Varianten in den ersten Februar-Tagen. Wie ist diese Tendenz einzustufen? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) bspw. am 3. Februar bei 25/45/30 und am 5. Februar bei 25/40/35.
Bis auf eine kurze winterliche Phase nach Weihnachten hatte der Winter bislang in dieser Saison wenig zu melden - sehr zum Verdruss auch vieler Winterfans. Zwar zeigt sich in den kommenden Tagen mit einer überwiegend nasskalten Witterung eine Absenkung der Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen (300-800 Meter). Hochwinterliche Verhältnisse, wie sie Ende Januar - statistisch betrachtet - häufiger vorkommen, sehen jedoch anders aus und sind nach den aktuellsten Berechnungen auch bis Ende Januar wenig wahrscheinlich. Doch wie sieht es im Februar aus - wie wahrscheinlich ist eine Rückkehr des Winterwetters? Dazu müssen zunächst einmal die Randfaktoren näher betrachtet werden. Das sog. El-Niño Phänomen hat nach dem aktuellen ENSO-Bericht mit 50-60 Prozent eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für die nächsten zwei Monate, im weiteren Verlauf sind wieder neutrale Bedingungen zu erwarten. Was hätte ein eintretendes El-Niño Phänomen zur Folge? Kurz und einfach - El-Niño erhöht die Wahrscheinlichkeit von Trogwetterlagen über der nördlichen Hemisphäre - eine klare Aussage zu winterlichen Verhältnissen lässt sich daraus aber nicht treffen, da Trogwetterlagen eine kalte und warme Seite haben und im Detail es darauf ankommt, wie eine Trogachse verlaufen wird. Ein weiteren Randfaktor ist der Polarwirbel selbst, welcher in diesem Winter weniger aktiv ist und zeitweilig durch sog. Warmings in Stratosphärenhöhe "geschwächt" wird, was die Wahrscheinlichkeiten für Polarwirbelsplitts und die daraus folgenden Trogwetterlagen erhöht. Aktuell zeigt sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells für Ende Januar / Anfang Februar der Beginn eines neuerlichen Warmings, welches aktuell aber nur einen Status eines Minor-Warmings erreichen kann und somit zunächst einmal keine wesentliche Auswirkungen haben wird. Der sog. AO-Index weist im letzten Januar-Drittel überwiegend neutrale bis leicht negative Bedingungen aus, während der NAO-Index nach einer neutralen Phase zum Monatswechsel wieder positive Werte annehmen kann. Die Randfaktoren für winterliche Verhältnisse sind zunächst einmal nicht schlecht, wenngleich auch nicht eindeutig. Geht es nach den Simulationsvarianten des amerikanischen Wettermodells, so zeigen sich zum Monatswechsel durchaus Varianten, welche mit einer nördlichen Strömungskomponente für winterliche Verhältnisse über Mitteleuropa sorgen könnten. Die Wahrscheinlichkeiten nach den Kontrollläufen ist hierfür zum aktuellen Stand noch als gering einzustufen - so liegen Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) bspw. am 3. Februar bei 20/60/20. Das Langfristmodell simuliert seit Beginn des Winters eine leicht bis deutlich positive Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert und auch der Februar hat demnach bei einer weitgehend normalen Niederschlagserwartung eine positive Temperaturabweichung von +0,5/+2 Grad. Zum Vergleich: der Januar hat zum aktuellen Stand eine Temperaturabweichung von rund +4 Grad.