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Wetter: Atlantische Frontalzone erreicht Deutschland - teils chaotische Straßenverhältnisse

| M. Hoffmann

Die frühwinterliche Wetterphase hat ihren Höhepunkt überschritten. Von Westen nähert sich bereits ein Ausläufer der atlantische Frontalzone und führt mildere Luftmassen nach Deutschland, was heute über dem Westen zu teils chaotischen Straßenverhältnissen führen kann.

Von Westen wird es milder, doch ist Anfangs noch mit Schneefall zu rechnen
Von Westen wird es milder, doch ist Anfangs noch mit Schneefall zu rechnen

Ein Ausläufer der atlantischen Frontalzone erreicht heute Deutschland. Die Bewölkung verdichtet sich über dem Westen rasch und trübt zum Nachmittag auch über den östlichen Landesteilen den Sonnenschein ein. Zum späten Vormittag setzt über dem Westen Niederschlag ein, der sich bis zum Abend westlich einer Linie von Hamburg und Ulm ausdehnen kann. Der Wind dreht aus südliche Richtungen und führt mit dem Niederschlag mildere Luftmassen nach Deutschland. Mit einsetzendem Niederschlag ist noch bis auf tiefere Lagen herab mit Schneefall zu rechnen. Rasch geht dieser unterhalb etwa 400 bis 600 Meter in Schneeregen oder Regen über. Für einen Moment kann auch Eisregen oder gefr. Regen eine Rolle spielen. Der Schwerpunkt der Niederschlagsaktivität passt gut mit dem Feierabendverkehr zusammen, sodass sich teils chaotische Verhältnisse einstellen können. Während die Temperaturen über dem Westen und entlang des Rheingrabens in Richtung der +5 Grad-Marke streben, bleibt es über dem Osten und Süden mit -2 bis +1 Grad verbreitet frostig. Südlich der Donau sind kaum mehr als -5 Grad zu erwarten.

Ein Tief dreht sich über Deutschland ein

Am 5. und 6. Dezember (Di. und Mi. - Nikolaus) dreht sich der Ausläufer der atlantische Frontalzone über Deutschland ein und zieht - unter Abschwächung - von Niedersachsen nach Mecklenburg-Vorpommern. Am südlichen Gradienten werden milde Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Temperaturen bis Mittwoch auf +0 bis +5 Grad und über dem Westen auf bis +7 Grad ansteigen lassen kann. Kurze sonnige Momente sind am Mittwoch zum Nachmittag über dem Westen möglich, sonst dominiert starke Bewölkung das Himmelsbild. Zeitweiliger Niederschlag ist zu erwarten, der über tieferen Lagen in Regen und oberhalb etwa 300 (Osten) und 800 Meter (Westen) in Schnee übergehen kann. Der Wind kommt schwach aus überwiegend südwestlichen bis westlichen Richtungen. Insgesamt schwächt sich die Niederschlagstätigkeit zur Wochenmitte ab.

Ruhiges Dezemberwetter

Das Tief löst sich am 7. Dezember (Do.) über Deutschland auf und es stellt sich eine Zwischenhochphase ein. Mit Niederschlag ist zunächst nicht zu rechnen und verbreitet kommt die Sonne zum Vorschein. Zum Nachmittag verdichtet sich die Bewölkung von Westen und zum Abend beginnt es über dem Westen zu regnen. Der Wind kommt zunächst schwach aus südöstlichen Richtungen und frischt zum Abend und in der Nacht auf Freitag über dem Westen böig auf. Über den Küstenregionen der Nordsee sind stürmische Windböen möglich. Die Temperaturen erreichen +0 bis +4 Grad und können über dem Westen bis +6 Grad ermöglichen.

Ein Sturmtief nähert sich Deutschland

Der Niederschlag dehnt sich in der Nacht auf den 8. Dezember (Fr.) nach Osten aus, wird aber zum Vormittag entlang einer Linie von Mecklenburg-Vorpommern und Ulm blockiert. Der Niederschlag verliert an Intensität und geht am 9. Dezember (Sa.) in eine leicht erhöhte Schauerneigung über. Zwischendurch sind auch sonnige Phasen möglich. Der Wind kommt in der Nacht auf Freitag noch ruppig und über exponierten Lagen auch stürmisch aus südlichen Richtungen und schwächt sich im Tagesverlauf rasch ab. Die Temperaturen erreichen am Freitag +0 bis +6 Grad und über dem Westen bis +8 Grad. Am Samstag wird über dem Westen die +10 Grad-Marke anvisiert, während es nach Osten und über den Regionen mit einer Schneedecke mit Werten um den Gefrierpunkt schwankend kühler bleiben kann. Der Niederschlag ist meist in flüssiger Form zu erwarten.

Die atlantische Frontalzone dehnt sich nach Mitteleuropa aus und führt aus südlichen Richtungen mildere Luftmassen nach Deutschland
Links die Großwetterlage, rechts die Veränderung der Schneedecke des deutschen Wettermodells bis zum 8. Dezember: Die atlantische Frontalzone dehnt sich nach Mitteleuropa aus und führt aus südlichen Richtungen mildere Luftmassen nach Deutschland © www.meteociel.fr || wxcharts.com

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