Winter-Wetter: Dauerfrost und gelegentlich etwas Schneefall

| M. Hoffmann
Gelegentlicher Schneefall bei frostigem Wetter © Martin Bloch

Ein Tief zieht über die Alpen und Osteuropa nach Norden und sorgt über Teile von Deutschland für etwas Schneefall und Dauerfrost. Im Verlauf der neuen Woche erreicht ein weiteres Schneefallgebiet Deutschland.

Von Norden drücken heute kalte Luftmassen nach Süden, während von Süden feuchte Luftmassen aufgleiten. Das sorgt südlich der Linie vom Saarland und Sachsen für starke Bewölkung und entlang eines Streifens vom Bodensee und Nürnberg ist mit etwas Schneefall zu rechnen. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung auf und ein paar sonnige Stunden sind möglich. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen schwanken zwischen +2 bis -2 Grad.

Etwas Schneefall

Am 10. Dezember und 3. Advent zeigt sich der Himmel über der Osthälfte stark bewölkt, während über dem Westen ein paar sonnige Momente nicht auszuschließen sind. Aus der Bewölkung geht gelegentlicher - meist leichter - Schneefall hervor, der sich südlich einer Linie vom Bodensee und Sachsen niederlassen und so für die Ausbildung einer dünnen Schneedecke sorgen kann. Über dem restlichen Deutschland sind nur vereinzelte Schauer möglich, verbreitet bleibt es trocken. Der Wind kommt schwach aus nördlichen Richtungen und die Temperaturen gehen bis Sonntagnachmittag auf +0 bis -5 Grad zurück. In den Nächten sind Tiefstwerte von -3 bis -6 Grad und örtlich bis -10 Grad möglich.

Über der Südhälfte winterlich

Von Osten intensiviert sich der Schneefall in der Nacht auf den 12. Dezember (Mo.) und dehnt sich südlich einer Linie von Köln und Dresden aus. Tagsüber zieht sich das Schneefallgebiet über den Nordosten zurück. Weiter nach Westen lockert die Bewölkung auf, was am Nachmittag westlich einer Linie von Bremen und München für sonnige Momente sorgen kann. Der Wind kommt über dem Westen schwach aus unterschiedlichen Richtungen, frischt über der Osthälfte aus nördlichen Richtungen stark böig auf und kann über den Küsten von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für stürmische Windböen sorgen. Die Temperaturen pendeln sich auf +0 bis -4 Grad ein und sinken in der Nacht auf -1 bis -7 Grad ab. Über dem Süden kann es über dem Schnee und bei Aufklaren bis -12 Grad kalt werden.

Schnee über dem Nordosten

Ein Schneefallgebiet zieht am 13. Dezember (Di.) nur langsam nach Nordosten ab und kann über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und dem östlichen Sachsen noch für etwas Schneefall sorgen. Weiter nach Westen lockert die Bewölkung auf und ein verbreitet sonniger Winter-Tag ist zu erwarten. Erst zum späten Nachmittag trübt sich der Sonnenschein über dem Südwesten ein. Mit Schneefall ist nicht zu rechnen. Der Wind kommt über dem Osten stark böig und an den Küsten stürmisch aus nördlichen Richtungen. Weiter nach Westen ruht der Wind. Die Temperaturen erreichen mit -0 bis -5 Grad und über dem Süden mit bis -7 Grad winterliche Werte.

Von Südwesten aufziehende Schneefront

Von Frankreich nähert sich am 14. Dezember (Mi.) ein Tiefdruckausläufer und trübt den Sonnenschein im Tagesverlauf südlich einer Linie vom Saarland und Sachsen nach und nach ein. Der Wind frischt böig aus östlichen Richtungen kommend auf und zum Nachmittag setzt über Baden-Württemberg kräftiger Schneefall ein, der sich in der ersten Nachthälfte südlich einer Linie vom Schwarzwald und dem Bayerischen Wald ausdehnen kann. Der Schneefall kann kräftiger und länger andauernd ausfallen und über der Südhälfte verbreitet für winterliche Wetterbedingungen sorgen. Weiter nach Norden bleibt es trocken. Die Temperaturen erreichen -0 bis -5 Grad und über dem Osten sind bis -8 Grad möglich. Zum Abend und in der Nacht wird es über dem Südwesten etwas milder, doch sollten die Niederschläge bis auf tiefere Lagen herab als Schnee niedergehen.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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