Wetter Dezember 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Dezember 2020 Wetterprognose vom 3.12.2020 - Ein turbulentes Wochenende steht bevor

Ein Trog über Frankreich sorgt über den Alpen für unwetterartige Schneefälle
Ein Trog über Frankreich sorgt über den Alpen für unwetterartige Schneefälle

Das ruhige Dezemberwetter endet zum Wochenende mit einem Trogabgang über Frankreich und löst über den Alpen und Deutschland eine teils turbulente und markante Wetterentwicklung aus - örtlich mit einem erhöhten Unwetterpotential!

Östlich der Linie vom Schwarzwald und Rostock kommt nach Auflösung von Nebel- und Hochnebelfeldern die Sonne zum Vorschein. Weiter nach Westen zieht starke Bewölkung auf und westlich der Linie von Hamburg und dem Saarland setzt bis zum Abend Niederschlag ein. Die Temperaturen erreichen über dem Westen und Nordwesten +4 bis +8 Grad, sonst sind +0 bis +4 Grad möglich. Bei Dauernebel und über Schnee ist Dauerfrost nicht auszuschließen. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und frischt zum Abend über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stark böig auf.

Über dem Westen und Südwesten unbeständiges Dezember-Wetter

Ein Tiefdrucksystem zwischen England und Frankreich beeinflusst das Wetter am 4. Dezember (Fr.) über Deutschland. Schon in der Nacht kommt es etwa westlich der Linie von Köln und dem Bodensee zu Niederschlägen, die bei Werten von -1 bis +3 Grad teils als Schnee, Schneeregen oder Regen niedergehen können. Der Niederschlag hält tagsüber an und kommt nur sehr langsam nach Osten voran. Der Wind frischt auf und kann über den Küstenregionen der Nordsee zum Nachmittag für stürmische Windböen sorgen. Bei überwiegend starker Bewölkung bleibt es östlich der Linie von Bremen und Stuttgart trocken. Die Temperaturen erreichen mit +2 bis +6 Grad und örtlich bis +9 Grad mildere Werte.

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Unwetterartige Schneefälle möglich

Das Tief über Frankreich zieht an seinen östlichen Gradienten am 5. Dezember (Sa.) feuchte und warme Luftmassen nach Norden. Die feuchten Luftmassen klatschen regelrecht gegen die Alpen und regnen, bzw. schneien dort ab. Kommt alles als Schnee nieder, so können innerhalb von 72 Stunden Neuschneemengen von 120 bis 200 cm zusammenkommen. Für die südlichen Alpen und den Zentralalpen sind unwetterartige Schneefälle zu erwarten. Die Niederschläge schwappen gelegentlich über die Alpen und können bei Werten von +0 bis +2 Grad über Baden-Württemberg und Bayern für ein Gemisch aus Regen, Schneeregen und Schneefall sorgen. Weiter nach Norden fällt die Niederschlagsleistung geringer aus und nördlich der Linie von Köln und Dresden bleibt es trocken. Die Temperaturen erreichen über dem Westen +3 bis +7 Grad und über dem Osten sind örtlich bis +10 Grad möglich. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen.

Das Tief kommt zurück

Der Trog über Frankreich verlagert sich am 6. Dezember (Nikolaus - So.) etwas nach Westen und zieht das Niederschlagsfeld von den Ostalpen über die Zentralalpen zurück. Der unwetterartige Dauerschneefall, bzw. Dauerregen setzt sich über den Alpen fort und auch über Deutschland sind weitere Niederschläge möglich. Bei Werten von 0 bis +2 Grad kann der Niederschlag über dem Süden als Schnee oder Schneeregen niedergehen. Im Kontrast dazu steigen die Temperaturen über dem Osten auf bis +12 Grad an und zeigt, wie sehr die Position des Troges am Wochenende das Wetter über Deutschland beeinflussen wird. Über dem Westen und Norden pendeln sich die Werte auf +2 bis +5 Grad ein. Der Wind kommt schwach aus östlichen bis nördlichen Richtungen und kann phasenweise böig auffrischen. Ab den Nachmittagsstunden verstärkt sich der Niederschlag und dehnt sich westlich einer Linie von Hamburg und München von Ost nach West aus. Die Niederschlagssummen sind mit bis 10 l/m² durchaus nennenswert. Südlich der Linie von Mannheim und Nürnberg sind die Chancen auf Schneefall am höchsten, weiter nach Norden wird der Niederschlag als Regen niedergehen können.

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Unbeständiges Dezember-Wetter

Das Tief über Frankreich zieht am 7. und 8. Dezember (Mo. und Di.) über die Nordsee nach Norden ab und sorgt am Montag im Schwerpunkt westlich der Linie von Bremen und Stuttgart für zeitweilige Niederschläge, die südlich der Linie vom Saarland und der Bodenseeregion bei Werten von +0 bis +3 Grad als Schnee oder Schneeregen niedergehen können. Weiter nach Osten bleibt es trocken und am Dienstag lässt der Niederschlag auch über den westlichen Landesteilen nach. Der Wind kommt am Montag stark böig - teils stürmisch - aus überwiegend südwestlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen über Süddeutschland +1 bis +5 Grad und nördlich der Linie von Köln und Dresden sind +5 bis +10 Grad möglich. Am Dienstag ist zum Nachmittag mit länger andauernden sonnigen Abschnitten zu rechnen.

Veränderungen möglich

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen ab Freitag voll im Einflussbereich des Troges über Frankreich. Geringste Verlagerungen des Troges hat Auswirkungen auf die Niederschlagsituation und die Temperaturentwicklung - sowohl über den Alpen, als auch über Deutschland. Vieles wird sich erst im sog. Nowcastbereich (Echtzeitvorhersage) zeigen und mit Veränderungen ist zu rechnen.

Über manchen Regionen wird sich zum Wochenende der Winter richtig festsetzen können, während es über dem Norden und Osten wärmer wird. Wie sich der Winter in der Vorweihnachtszeit entwickeln wird, erläutern wir 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020, die heute Abend gegen 20:00 Uhr nochmals aktualisiert wird.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Dezember

Statistische Wetterwerte für Dezember

Für die einen ist er ein erster toller Wintermonat, für andere ist er einfach nur nasskalt und dunkel mit gefährlichen Straßenverhältnissen, der zudem noch die Heizkosten in die Höhe treibt. Was Sie aus dem ersten Wintermonat machen, liegt ganz bei Ihnen.

  • Im ersten Drittel ist das Wetter meist sehr mild und tiefdruckdominiert
  • In der zweiten Dekade kommt es statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 % zu einem Kaltlufteinbruch und zu einer ersten richtigen Winterwetterlage
  • Zum Leidwesen für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen, schlägt Jahr für Jahr das Weihnachtstauwetter zu
  • Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt bei 76 %
  • Egal wie viel Schnee vorher liegen mag - kräftige Tiefdrucksysteme schaffen es innerhalb kürzester Zeit den Schnee dahin schmelzen zu lassen
  • Erst zum Dezemberende zeigt sich häufig wieder ein Wetterwechsel zu kälterem Wetter

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