Nicht nur der November kann schon entscheiden sein, wie sich der weitere Winterverlauf entwickeln wird, auch die Wetterentwicklung im Dezember ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie der Winter ausfallen kann. Ist bspw. das zweite Dezemberdrittel zu kalt und fällt die Wettersingularität des Weihnachtstauwetters aus, so hat auch der Hochwinter im Januar seine berechtigten Chancen. Fällt hingegen der Dezember deutlich zu warm aus und wird von einer immer wiederkehrenden Südwestströmung beeinflusst, so ist schon relativ früh davon auszugehen, als dass der Winter zu warm ausfallen kann. Wie aber wird das Wetter im Dezember 2017?

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Dunkelmonat Dezember

Für die einen ist es schrecklich, wenn das Wetter im Dezember nasskalt, trüb und dunkel ist. Zudem ist am 21./22. Dezember mit 7 Stunden und 51 Minuten der kürzeste Tag und mit 16 Stunden und 9 Minuten die längste Nacht zu erwarten. Anschließend werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer (mehr dazu: Tage werden im Herbst kürzer).

Der Dezember ist ein nasskalter Wintermonat

In Folge aus den kürzer werdenden Tagen kühlen die Landmassen schneller als die Meeresflächen ab, was die Wetteraktivität auf dem Atlantik durch die Temperaturunterschiede erhöht. So wird Anfang Dezember das Wetter sehr häufig von wechselhaften Wetterlagen mit stürmischen Winden beeinflusst. Durch die entsprechende Dynamik kommt es nicht selten auch zu meridionalen Strömungsmustern, welche mit einer Nord-Süd-Strömung häufiger das zweite Dezemberdrittel beeinflussen können. So liegen die Tageshöchstwerte Anfang Dezember meist zwischen +3 bis +8 Grad, sinken zur Monatsmitte auf 0 bis +5 Grad ab und gehen um die Weihnachtszeit nochmals auf +4 bis +8 Grad hoch, bevor zum Ende des Dezembers mit +0 bis +5 Grad wieder nasskalte Tageswerte zu erwarten sind.
Der langjährige Mittelwert beträgt im Dezember +0,8 Grad und hat ein Niederschlagssoll von 70 l/m².

Typisches Wetter im Dezember
Typisches Dezemberwetter - wenig Sonne, wenig Schnee und erhöhter Tiefdruckeinfluss

Was aber für die einen "schrecklich" ist, ist für die anderen ein Hochgenuss, wenn die Tage kühl, abwechslungsreich und dunkel sind. Und mal ehrlich, es gibt doch nichts gemütlicheres, als in der warmen Stube zu sitzen und das stürmische Winterwetter mit einem Buch auf dem Sofa zu genießen. Zudem freut es vor allem die jüngere Generation, wenn im ersten Wintermonat Dezember die ersten Schneeflocken auch mal liegen bleiben können und die Landschaft in ein wunderbares weiß verwandeln. Auch Dauernebel kann mit einer Hochdruckdominanz im Dezember ein Thema sein, kommt aber seltener als im November oder im Hochwinter im Januar vor. Es liegt also ganz bei Ihnen, was Sie aus dem Dezember machen - das Wetter lässt sich jedenfalls nicht davon beeinflussen.

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Statistische Auffälligkeiten im Dezember

  • Sehr häufig dominiert tiefer Luftdruck das Wettergeschehen im ersten Dezemberdrittel
  • In Folge der hohen Tiefdruckaktivität fällt die erste Dezemberdekade gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm aus
  • Mit 69 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für ein Kaltlufteinbruch im Zeitraum vom 10. bis 20. Dezember sehr hoch
  • Schneefall zeigte sich häufiger um die Dezembermitte
  • Mit 76 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter im Zeitraum vom 20. bis 27. Dezember als sehr hoch einzustufen
  • Sehr häufig schmilzt eine vorhandene Schneedecke in mittleren Lagen von bis zu 40 cm mit Hilfe des Weihnachtstauwetters binnen weniger Tage komplett ab
  • Nach Weihnachten - und häufiger zum Jahreswechsel - wird es wieder zunehmend winterlicher

Die Abweichung der Temperaturen der Dezembermonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Dezembermonate Tem­peratur Ab­weichung
Dezember 2011-2016 3,4 Grad +2,6 Grad
Dezember 2001-2010 0,8 Grad 0 Grad
Dezember 1991-2000 1,3 Grad +0,5 Grad
Dezember 1981-1990 +1,6 Grad +0,8 Grad
Dezember 1971-1980 +1,6 Grad +0,8 Grad
Dezember 1961-1970 -0,8 Grad -1,6 Grad

Besonders Sticht in der Dekadenbetrachtung das aktuelle Jahrzehnt auf. Der Mittelwert liegt mit einem Überschuss von +2,6 Grad deutlich über dem der vergangenen Jahrzehnte. Maßgeblich daran beteiligt waren die Rekordhitze aus den vergangenen Dezembermonaten der Jahre 2016 (+1,3 Grad), 2015 (+5,6 Grad), 2014 (+1,8 Grad) und 2013 (+2,7 Grad). Der Dezember aus dem Jahre 2015 ist im Übrigen der wärmste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahre 1881. Sollte die Dekade noch einigermaßen gerade gerückt werden, so müssten in den kommenden Jahren die Dezembermonate zu kalt ausfallen - die Wahrscheinlichkeit spricht aber eine andere Sprache.

Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells für das Wetter im Dezember 2017

Zum heutigen Stand ist es für detaillierte Wettervorhersagen für den Dezember 2017 definitiv zu früh. Die Langfristmodelle können aber schon frühzeitige Indikatoren liefern, wie sich die Temperatur oder auch der Niederschlag entwickeln kann.
In der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells wird der erste Wintermonat Dezember mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +1 Grad zum heutigen Stand im zu warmen Bereich simuliert. In der Niederschlagsprognose wird der Dezember 2017 positiv (zu nass) berechnet.
Geht es nach dem Langfristmodell der NASA, so liegt die Differenz zum Mittelwert mit +0,25 bis +1 Grad ebenfalls im zu warmen Bereich. Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter Dezember 2017 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Mitte November.

Wissenswertes zum Wetter im Winter

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