Zum Start in die neue Woche sorgt ein Schwall arktischer Luftmassen für eine spürbare Abkühlung über Deutschland, so dass die Tagestemperaturen am Montag und Dienstag verbreitet zwischen 0/+5 Grad liegen können und mit Hilfe eines Hochdrucksystems aus dem Westen kann der Wettercharakter trocken und vielfach auch sonnig bleiben (Details s. Wetter November).

Für Ende November / Anfang Dezember simulieren beide Wettermodelle noch immer unterschiedliche Varianten. Das amerikanische Wettermodell berechnet bereits zum 30. November eine deutliche Abflachung des Hochdrucksystems zwischen Neufundland, den Azoren und der Mittelmeerregion, während nördlich davon sich die Tiefdrucksysteme positionieren und kurzweilig eine aktiv-dynamische Westwindzirkulation ermöglichen könnten. In Folge daraus kann es am 30. November und 1. Dezember über Norddeutschland zu Wind- und Niederschlagsereignissen kommen, welche nach Süden hin nachlassen können. Zum 2./3. Dezember verlagert sich das Tiefdruckzentrum über Skandinavien, während sich das Hochdrucksystem auf dem Atlantik nach Norden aufwölben kann. In Folge meridionalisiert das Zirkulationsmuster wieder, wobei die Tiefdruckrinne des zentralen Tiefdrucksystems über Skandinavien über dem westlichen Europa nach Süden "abtropfen" kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden nach dieser Berechnung auf die milde und zunehmend niederschlagsreiche Vorderseite des Troges gelangen. Mit welchen Temperaturen wäre bis zum 3. Dezember zu rechnen? +4/+8 Grad, örtlich bis +10 Grad.

Das europäische Wettermodell berechnet Ende November das Hochdrucksystem im Bereich zwischen den Azoren, Frankreich, Deutschland und dem östlichen Europa, während sich das Tiefdrucksystem zum 1. Dezember über Skandinavien festsetzen kann. Somit treten die Wind- und Niederschlagsereignisse über Norddeutschland gegenüber dem amerikanischen Wettermodell zeitlich verzögert und mit einer geringeren Intensität auf, während es über dem Süden weitgehend trocken bleiben kann. Das Temperaturniveau ist mit +3/+8 Grad der Berechnung des amerikanischen Wettermodells sehr ähnlich. Der wesentliche Unterschied liegt aber im einem Tiefdrucksystem bei Neufundland, welches die Hochdruckbrücke mehr und mehr nach Osten wegdrücken kann, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum 2./3. Dezember auf die milde Vorderseite der blockierten Frontalzone gelangen kann. So ist mit weniger Niederschlag, dafür aber mit +5/+10 Grad, örtlich bis +12 Grad mit milderen Temperaturen zu rechnen.

Mit einem Wintereinbruch Anfang Dezember haben aber beide Wettermodelle wenig gemeinsam, was sich aber bereits schon in den Simulationen der letzten Tage abzeichnete. Die Frage zum heutigen Stand wird sein : wie warm kann es werden? Die Kontrollläufe weisen bspw. am 1. Dezember ein Temperaturspektrum von -1/+10 Grad (Mittelwert : +3/+4 Grad über dem Norden und Osten und +5/+6 Grad über dem Westen und Süden) und am 3. Dezember zwischen -1/+12 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Osten, sonst +6/+7 Grad). Somit liegt der Mittelwert - im Vergleich zum langjährigen Mittelwert - knapp über den Jahreszeit-typischen Werten. Zusammenfassend steigt mit höherer Wahrscheinlichkeit in den ersten Dezember Tagen die Niederschlagsneigung und das Temperaturniveau etwas an - typisches Winterwetter ist zum heutigen Stand Anfang Dezember nicht zu erwarten. Ob sich das darüber hinaus im ersten Dezember-Drittel ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter 2016/17.

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