Zunehmend windig und auch unbeständig mit einer leicht ansteigenden Temperaturtendenz zeigt sich das Wetter nach der aktuellenWettervorhersage für November. Der Grund hierfür ist eine zunehmende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche das Azorenhoch mehr und mehr in Richtung Mittelmeerraum "wegdrücken" kann. In Folge daraus werden die Gradienten zwischen beiden Systemen "gepresst", so dass im Zeitraum zwischen dem 29./30. November und in Teilen auch noch am 1. Dezember mit Starkwindereignissen und voraussichtlich am 30. November auch mit Extremwindereignissen über dem Norden gerechnet werden kann.

Im Zusammenspiel beider Systeme dreht das Zirkulationsmuster von Nordwest auf West um pünktlich am 1. Dezember aus südwestlichen Richtungen wärmere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz führen zu können. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum vom 1./5. Dezember einen massiven Kaltluftausbruch über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik "explosionsartig anfeuern" kann. In Folge daraus drückt sich die Tiefdruckaktivität teils bis an die Azoren hinunter um im weiteren Verlauf über Island/England bis nach Skandinavien abzuziehen. Deutschland verbleibt somit im Zeitraum 1./3. Dezember im Randbereich der atlantischen Frontalzone, so dass über dem Westen, Nordwesten und Südwesten mit einer höheren Niederschlagsneigung als in den anderen Regionen zu rechnen ist. Gleichzeitig steigen die Temperaturen mit der südwestlichen Anströmung der Luftmassen auf milde +6/+12 Grad. Im Zeitraum zwischen dem 3./5. Dezember zeigt sich nach der aktuellen Simulation die Möglichkeit einer Ausbildung eines autarken Hochdrucksystems direkt über Deutschland, was im Dezember häufig neblig-trübes oder hochnebelartig bewölktes Wetter zur Folge haben kann. Zumeist ist es dann in tieferen Lagen kälter als in höheren Lagen (Inversion). Von Winter ist nach dem amerikanischen Wettermodell in den ersten fünf Dezember-Tagen nichts zu erkennen.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich in den ersten beiden Dezember-Tagen eine ganz ähnliche Wetterentwicklung wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Im weiteren Verlauf kann sich das Hochdrucksystem über Mitteleuropa nicht behaupten und flacht im Bereich zwischen den Azoren und Mittelmeer in einer West-Ost Achsausrichtung ab. Somit bleibt das Potential für Starkwindereignisse zwischen tiefem Luftdruck über dem Norden und hohem Luftdruck über dem Süden erhalten. Aber auch das ändert nichts an der Tatsache, als dass der Winter in den ersten Dezember-Tagen wenig Chancen hat, sich bis in mittlere Lagen durchzusetzen. Dafür ist der sog. Westdrift einfach zu hoch

Bestätigt wird die leicht zu warme Entwicklungstendenz der Temperaturen durch die sog. Kontrollläufe. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Dezember zwischen +3/+11 Grad (Mittelwert: +9 Grad über dem Westen, +7 Grad über dem Norden und +6 Grad über dem Süden und Osten) und am 5. Dezember zwischen -4/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad über dem Norden und Westen und +4/+5 Grad über dem Süden und Osten). Die Niederschlagentwicklung ist nach den Kontrollläufen über dem Süden und Osten als schwach und über dem Westen und Norden als mäßig zu bezeichnen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr mit teils überraschenden Möglichkeiten in der Wetterentwicklung für das Wetter Winter 2015/16.

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