Über Weihnachten zeigt sich in der heutigen Wettervorhersage so gut wie keine Veränderung mehr. Über dem Norden bleibt es teils windig und unbeständig, während die Regentropfen den Süden kaum erreichen können. Die Temperaturen steigen mit einer kräftigen Südwestströmung noch etwas an und könnten zum zweiten Weihnachtsfeiertag vielerorts +9/+13 Grad, örtlich bis +16 Grad erreichen. Insofern könnte man sich auch überlegen, ob man auch gleichzeitig die Grillsaison eröffnet. Warum?

Für die Tage zwischen Weihnachten und Silvester simuliert das amerikanische und europäische Wettermodell den Aufbau von hohem Luftdruck über dem skandinavischen Raum. Dieses Hochdrucksystem bleibt nicht Ortstreu und lässt sich von dem massiven anrennen der atlantischen Tiefdrucksysteme nach Osten ab drängen. Somit gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember in die südliche und somit milde bis warme Strömung.

So lässt im Zeitraum 27./30. Dezember der Wind und die Niederschlagsneigung allmählich nach und die Temperaturen können auf +9/+13 Grad ansteigen - örtlich sind auch bis +15 Grad nicht auszuschließen. Da der Wind aus südlichen Richtungen kommt, ist zunächst kaum mit der Ausbildung von Nebelfeldern zu rechnen.

Wie gesichert ist diese Wettervorhersage für den Zeitraum 27./30. Dezember? Die Kontrollläufe stützen diese Variante mehrheitlich bis zum 29. Dezember. Darüber hinaus ergeben sich größere Unsicherheiten, da auch kühlere Varianten zunehmen können. Im Wesentlichen hängt das davon ab, wie sich die Hochdruckachse ausbilden kann und die Unsicherheiten sind über dem Norden und Osten höher einzustufen als über dem Süden und Westen. So liegt das Temperaturspektrum am 27. Dezember zwischen +2/+12 (Mittelwert: +10/+12 Grad über dem Süden und Westen und +8/+10 Grad über dem Norden und Osten) und am 30. Dezember zwischen -5/+15 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Süden und Westen und +5/+6 Grad über dem Norden und Osten). Die Niederschlagsneigung ist vom 27./29. Dezember als gering einzustufen und hat im darauf folgenden Zeitraum eine leicht ansteigende Tendenz. Welche Auswirkungen das auf das Wetter an Silvester haben kann, klären wir in einer neuen Wetterprognose Silvester gegen 15:00 Uhr und wie sich das Wetter darüber hinaus entwickeln kann erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Winter 2015/16..

Unterstützen Sie uns, teilen Sie uns!

Anzeige
Wer weiße Weihnachten erleben will, der muss hoch hinaus, denn selbst über dem Mittelgebirgen, dem Schwarzwald und auch dem großen Arber liegt kaum mehr Schnee, dafür gibt es auf der Zugspitze noch "klägliche" 90 cm (s. Schneehöhen). Dafür zeigt sich nach der aktuellen Wettervorhersage der Wettercharakter über dem Norden zeitweilig stürmisch und unbeständig, während über dem Süden bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken mit nur sehr wenig Niederschlag zu rechnen ist und der Wind gelegentlich auffrischen kann.

Im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember simulieren die Wettermodelle noch unterschiedliche Ansätze. Allen voran heute erneut das amerikanische Wettermodell, welches zum 25. Dezember ein Tiefdrucksystem über der Grönlandsee simuliert. Auf dessen Rückseite gelangen kalte Luftmassen nach Süden und können zum 26. Dezember den Süden von Skandinavien erreichen. Zwischen Deutschland und Skandinavien kann sich noch ein weiteres Tiefdrucksystem dazwischen mogeln und somit den Wind über dem Norden stark bis mäßig auffrischen lassen. Zum 27. Dezember kann sich im Bereich zwischen England und Skandinavien ein kleinräumiges Höhentief ausbilden, welches rasch abgeschnürt werden kann. Nichtsdestotrotz zieht dieses Höhentief bis zum 28. Dezember über die östlichen Landesteile von Deutschland hinweg und lässt die Temperaturen auf +3/+8 Grad Absinken. Die Schneefallgrenze kann zwischen dem 27./28. Dezember über dem Osten zwischen 700-1.00 Meter schwanken. Ist der Abschnürprozess abgeschlossen, dominiert das sich bis zum 28. Dezember über Skandinavien ausgebildete Hochdrucksystem das Wetter über Deutschland mit teils neblig-trüben Wetter und einer südöstlichen Grundströmung, was die Temperaturen bis zum 30. Dezember - je nach Sonnenscheindauer - auf +0/+5 Grad, bzw. +4/+8 Grad absinken lässt.

Das europäische Wettermodell simuliert kein Höhentief und auch das Hochdrucksystem kann sich bis zum 30. Dezember nicht über Skandinavien positionieren, sondern liegt über dem östlichen Europa. Somit gelangt Deutschland, Österreich und auch die Schweiz auf die südliche Anströmungsseite der Gradienten, was die Temperaturen mit bis zu +10 Grad in 1.500 Meter Höhe ansteigen lassen kann (in tieferen Lagen - je nach Nebelsituation zwischen +3/+7 Grad, bzw. +9/+14 Grad). Erst zum 30. Dezember zeigt sich eine Abkühlung auf nasskalte Temperaturwerte zwischen +3/+7 Grad.

Die Kontrollläufe stützen heute mehrheitlich einen langsamen aber steten Temperaturrückgang bis zum 30. Dezember bei einer insgesamt schwachen Niederschlagsneigung im Zeitraum 27./30. Dezember. Wie das Wetter zu Silvester werden kann, klären wir gegen 15:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Silvester 2015 und gegen 17:00 Uhr erfolgt ein neuer Wettertrend Winter 2015/16.
Morgen ist kalendarischer Winterbeginn und das Wetter hält sich nicht wirklich daran - wie so oft. Passend zur Vorweihnachtszeit und in Teilen auch über Weihnachten ist insbesondere über dem Norden bei starken bis mäßigen Wind - über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee auch mit stürmischen Böen und Niederschlägen zu rechnen. Die Temperaturen liegen mit Werten zwischen +7/+13 Grad in dem für die Jahreszeit zu warmen Bereich - und hätte es in den letzten Tagen Schnee gegeben, so wäre das aktuelle Wetter der Wettersingularität des Weihnachtstauwetter zuzuschreiben. Es gab aber leider kein Schnee, insofern ist das nur eine Fortsetzung der zu warmen Temperaturen. Schaut man auf den aktuellen Temperaturmittelwert der vergangenen Dezember-Tage, so beträgt die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert knapp +5,5 Grad. Somit ist bereits heute klar: die durchschnittlichen Temperaturen im Dezember 2015 werden deutlich zu warm ausfallen, denn eisiges Winterwetter ist im letzten Dezember-Drittel nicht in Sicht. Und dennoch zeigt sich in den Simulationen der Wettermodelle im Ansatz die Möglichkeit zu einer Umstellung der Großwetterlage.

Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so entsteht im Zeitraum 27./28. Dezember zwischen England und Island ein Tiefdrucksystem, welches einen erstaunlich niedrigen Kerndruck von 925 hPa erreichen kann. In Folge daraus werden Kaltluftmassen weit nach Süden bis zu den Azoren geführt, so dass sich die Temperaturen der Azoren gegenüber denen von Deutschland sich nur minimal unterscheiden (+11/+15 Grad). Gleichzeitig erfolgt von dem Mittelmeerhoch eine Gegenreaktion und strebt über Deutschland in Richtung Skandinavien nach Norden auf um sich dort bis zum 29. Dezember in autarker Position festigen zu können. Über dem Bereich Barentssee/Karasee liegt im gleichen Zeitraum ein Tiefdrucksystem. In Kombination der Wettersysteme zueinander besteht nach dem amerikanischen Wettermodell auch heute eine zunehmende Wahrscheinlichkeit für eine Umstellung der Großwetterlage. Warum? Im Verbund zwischen dem Tief Barentssee/Karasee und den Hochdrucksystem über Skandinavien können kalte Luftmassen nach Süden geführt werden, während das Hochdrucksystem gleichzeitig auch die atlantische Frontalzone daran hindern kann, sich bis über Skandinavien auszuweiten. In Folge daraus liegt Deutschland bis zum 30. Dezember zwar noch weitgehend im Einflussbereich höhenmilder Luftmassen, allerdings können in Bodennähe aus östlichen bis nordöstlichen Richtungen schon kühlere Luftmassen advehiert werden. So werden bspw. am 30. Dezember über dem Nordosten Tageshöchstwerte zwischen -1/+3 Grad und über dem Südwesten von +7/+13 Grad simuliert.

Das europäische Wettermodell verfolgt im Zeitraum 27./30. Dezember einen ganz ähnlichen Ansatz, jedoch wird das Hochdrucksystem zu weit nach Osten abgedrängt, so dass die atlantische Frontalzone mit ihrer warmen Vorderseite einen höheren Einfluss auf das Wetter in Deutschland haben kann, als nach dem amerikanischen Wettermodell. Anders formuliert ändert sich nach dieser Simulation bis zum Jahresende nur wenig.

Ob sich die Wetterlage umstellen kann, wird also maßgeblich davon abhängen, wie sich das Hochdrucksystem positionieren kann. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Silvester.
Das Hochdrucksystem über dem Süden weitet sich heute weiter nach Norden aus und sorgt verbreitet für Sonnenschein, während über dem Norden durchaus noch Wolken vorhanden sein können. Der Wind kommt über dem Nordwesten frisch bis mäßig aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf +9/+13 Grad, örtlich auch auf bis +16 Grad ansteigen. In der Nacht auf Montag erreicht ein Niederschlagsband Deutschland und sorgt am Montag für windiges und unbeständiges Wetter, wobei der Schwerpunkt der Niederschläge etwa südlich einer Linie Köln - Berlin liegen kann. Die Temperaturen gehen etwas zurück und erreichen zumeist Werte zwischen +7/+12 Grad. Am Montagabend frischt der Wind über dem Norden weiter auf und kommt stark bis mäßig und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee in Böen auch stürmisch aus südwestlichen Richtungen. Tagsüber ändert sich am Dienstag in der Windsituation nur wenig: über dem Norden, teils stürmisch und unbeständig, während über dem Süden nur ein "laues Lüftchen" weht und die Sonne bei überwiegend trockenem Wetter zum Vorschein kommen kann. Die Temperaturen steigen wieder etwas an und können über verbreitet +9/+14 Grad, örtlich bis +16 Grad erreichen. Am Mittwoch überquert bei nachlassendem Wind ein Niederschlagsband Deutschland von Nordwest nach Südost und schwächt sich dabei zunehmend ab. Bis zum Nachmittag kann das Niederschlagsfeld etwa eine Linie Stuttgart - Dresden erreichen - viel Niederschlag ist bei Temperaturen zwischen +8/+12 Grad aber nicht zu erwarten. Ob er Wind an Weihnachten wieder zulegen und ob es kühler werden kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage für das Wetter an Weihnachten.
Am heutigen Samstag und auch am Sonntag kommt bei vielfach aufgelockerter Bewölkung häufiger die Sonne zum Vorschein - lediglich über dem Norden kann es zeitweilig stärker bewölkt sein, es bleibt aber weitgehend trocken. Der Wind kommt über dem Nordwesten und Norden frisch bis mäßig aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen am heutigen Samstag auf +8/+13 Grad und am Sonntag auf +8/+14 Grad - örtlich sind auch bis zu +16 Grad möglich. Am späten Sonntagabend erreicht ein Tiefdruckausläufer Deutschland und sorgt in der Nacht auf Montag für frischen bis mäßigen Wind aus südwestlichen Richtungen und etwas Niederschlag, welcher zum Montagnachmittag Deutschland in Richtung Osten verlassen kann. Nachfolgend kommt es bei starker bis wechselnder Bewölkung nur noch zu gelegentlichen Niederschlägen. Die Temperaturen steigen auf +8/+13 Grad. Ab den späten Abendstunden folgt von Westen her das nächste Niederschlagsand nach und kann in der Nacht auf Dienstag etwa nördlich der Mittelgebirge für teils kräftige Niederschläge sorgen. Der Wind nimmt an Intensität allgemein zu und kann etwa nördlich der Linie Köln - Berlin stark bis mäßig und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee in Böen stürmisch aus südwestlichen Richtungen kommen, während südlich der Linie mit jedem Kilometer in Richtung Alpen der Wind und die Niederschläge mehr und mehr nachlassen können. Die Temperaturen bewegen sich allgemein im Bereich zwischen +10/+15 Grad und sind für die Jahreszeit viel zu warm. Am späten Dienstagnachmittag, bzw. zu den Abendstunden könnte der Wind über der Nordsee weiter zunehmen und in Böen auch orkanartige Windböen erreichen - Details hierzu bleiben noch abzuwarten. Tagsüber lässt am Mittwoch der Wind allgemein nach, bleibt über der Nordhälfte frisch bis mäßig und dreht auf westliche Richtungen. Bei wechselnder bis starker Bewölkung überquert ein schwaches Niederschlagsband Deutschland von Nord nach Süd und die Temperaturen bleiben mit +8/+13 Grad nahezu unverändert mild. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten.