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Wetter im Dezember 2013 - Wettertrend vom 22. November

| M. Hoffmann
Die aktuellen Simulationen der Wettermodelle zeigen weiterhin eine Ostverlagerung des aktiven Kältepols in Richtung Karasee. Des Weiteren werden in der Höhenströmung um 5.500 Meter Höhe Hochdruckeinschübe gen Nordpol simuliert, so dass dessen Wellenbewegung entlang der Polarfront erhalten bleiben. Anders ausgedrückt bleibt eine aktive Westwetterlage Anfang Dezember mit 19 Prozent zwar möglich, wird jedoch zunehmend unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist mit 81 Prozent hoher Luftdruck im Bereich zwischen Azoren - Island - England, wobei zwei wesentliche Wetterlagen daraus hervorgehen können. Mit der oben angedeuteten Verschiebung der kalten Luftmassen nach Osten, ist ein zentral steuerndes Tief über der Karasee/Laptew See möglich. Auf der Westseite des Tiefdrucksystems werden kalte Luftmassen nach Süden transportiert - je nach Position des Hochdrucksystems auf dem Atlantik können daraus durchaus winterliche Wetterlagen über Mitteleuropa entstehen, deren Wahrscheinlichkeit aktuell bei 44 Prozent liegen. Die zweite Variante liegt in der Betrachtung der sehr aktiven Wetterküche zwischen Neufundland und Grönland - es Bedarf hier nur eines recht starken und langwelligen Tiefdruckwirbels, welches das Hoch auf dem Atlantik nach Mitteleuropa zieht, was trübes und mit Temperaturen zwischen +0/+5 Grad umgangssprachlich weder "Fisch noch Fleisch" mit einer Wahrscheinlichkeit von 37 Prozent beim Wetter zur Folge hat. Die Begründung, warum ein Hoch auf dem Atlantik eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, liegt in der Betrachtung des NAO-Index welcher im letzten November-Drittel neutral, zum Monatswechsel zunehmend negativ simuliert wird, der AO-Index nimmt dabei einen neutralen Zustand an. Die Kontrollläufe tendieren in den ersten Dezember-Tagen ebenfalls mehrheitlich zu tiefen Luftdruck über Mitteleuropa, wobei nach dem Temperaturspektrum bspw. am 2. Dezember mit -4/+5 Grad (Mittelwert +1 Grad) noch eine große Bandbreite an Möglichkeiten gegeben ist. Das Langfristmodell simuliert das Wetter im Dezember normal bis leicht zu kalt bei einer deutlich negativen Niederschlagserwartung, was für überwiegend hochdruckdominiertes Wetter im Dezember spricht. Erfahrungsgemäß können Hochdrucksysteme zwischen Island, England und Skandinavien auch eine langwierige Wettererscheinung sein, wovon das Langfristmodell scheinbar ausgeht.

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