Wetter im Dezember 2013 - Wettertrend vom 20. November
Auch wenn die aktuelle Großwetterlage konfus wirkt, so übernimmt das Hochdrucksystem bei England eine wetterbestimmende Rolle. Erfahrungsgemäß ist ein solches Hochdrucksystem langlebig und pendelt zwischen dem Atlantik und Skandinavien hin und her - je nach Position ergeben sich daraus winterliche oder nasskalte Optionen. Zuletzt war solch ein Hochdruckkonstrukt überwiegend im Juni/Juli 2013 präsent. Der Blick auf die für die Großwetterlage bestimmenden Faktoren zeigen zum Beginn des Dezembers einen weiterhin in der Stratosphäre intakten Polarwirbel, der jedoch zunehmend in Schwingung versetzt wird, was in den unteren Luftschichten deutlicher wird. Hoher Luftdruck dringt zum Montagswechsel bis zum Pol vor und hat damit das Potential den Polarwirbel zu splitten, was je nach Position des Splitts wiederum eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Troglagen über Mitteleuropa mit entsprechend winterlichen Optionen zur Folge hat. Der Jetstream zeigt um Grönland herum eine starke Struktur, verläuft über Mitteleuropa nahezu inkonsequent und teilt sich in zwei Stränge auf - der Eine verläuft in meridionale Richtung von Skandinavien bis über das Mittelmeer, der zweite Strang verläuft zonal über das Mittelmeer von West nach Ost, was als Indiz für ein Hochdrucksystem zum Monatswechsel zwischen England und Skandinavien gedeutet werden kann (gestörte Zirkulation). Der Polarwirbel selbst verschiebt mit einem weitreichenden Tiefdruckkomplex seinen Schwerpunkt in Richtung Karassee, was als eine zunehmende Ostverlagerung des aktiven Kältepols gedeutet werden kann - auch demnach werden Trogwetterlagen über Mitteleuropa wahrscheinlicher, da sich die Chancen für hohen Luftdruck über Grönland erhöhen. Der NAO- und AO-Index wird zum Beginn des Dezembers überwiegend neutral bis leicht negativ simuliert, was auf atlantische Hochdruckblockaden hindeutet. Die Kontrollläufe der Wettermodelle simulieren mehrheitlich einen normalen Beginn zum Dezember, was nichts anderes als nasskaltes Wetter bedeutet. Zum 2./4. Dezember mehren sich die Signale einer erhöhten Wellenbewegung in den höheren Luftschichten, so dass ein winterliche Optionen in den ersten fünft Dezember-tagen im Verhältnis 60:40 überwiegen. Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wettervorhersage für das Wetter im Dezember deutlich zu trockenes und normales bis leicht zu kaltes Wetter - auch beim Langfristmodell ist man der Meinung, dass das Hoch noch eine längere Zeit wetterbestimmend sein kann.








