Blockadehoch über Skandinavien - Tiefdruckeinfluss über Deutschland
Ein Hochdruckgebiet verlagert sich heute mit seinem Kern weiter in Richtung Skandinavien und dreht dort bis zum 27. August seine Runden. Es gelingt ihm jedoch nicht, eine stabile Hochdruckachse in Richtung der Mittelmeerregion aufzubauen. So gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend in den Einflussbereich einer südlichen bis südwestlichen Anströmung instabiler und feuchtwarmer Luftmassen, was die Schauer- und Gewitteraktivität zunächst ansteigen lässt, bevor zum Wochenende die Grundströmung auf westliche Richtungen kippt . In der Übergangsphase hat das teils unwetterartige Schauern und Gewitter zur Folge.

Der Himmel zeigt sich heute südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin überwiegend stark bewölkt und noch am Vormittag ziehen die ersten Schauer und Gewitter von Südwesten auf und dehnen sich bis zu den Abendstunden bis an die Mittelgebirge nach Norden aus. Sind die Schauer und Gewitter durch, lässt der Niederschlag nach und bei wechselnder Bewölkung kommt gelegentlich die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen in Gewitternähe +15 bis +20 Grad, sonst sind bis +22 Grad möglich. Weiter nach Norden ist verbreitet ein sonniger und trockener Spätsommertag zu erwarten, bei dem die Temperaturen sich auf +20 bis +25 Grad einpendeln können. Der Wind kommt über dem Norden phasenweise böig aus östlichen Richtungen und über dem Süden schwach aus unterschiedlichen Richtungen.
26. August: Sonne und Wolken im Wechsel, über Bayern ein paar Schauer
Die Wolken mehren sich am 26. August (Mittwoch) auch über dem Norden von Deutschland und trüben den Sonnenschein - wie über den restlichen Bundesländern - häufiger ein. Gelegentliche Schauer sind insbesondere über Bayern möglich, sonst bleibt es weitestgehend trocken. Der Wind kommt über dem Norden erneut böig aus östlichen Richtungen und nach Süden schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad.
27. und 28. August Unwetterfront überquert Deutschland
Der 27. August (Donnerstag) beginnt zunächst noch mit viel Sonnenschein, der sich noch am Vormittag von Westen durch aufziehende starke Bewölkung eintrübt und zu den Nachmittagsstunden die ersten Schauer und Gewitter über den westlichen Bundesländern bringt. Diese intensivieren sich zu den Abendstunden etwa westlich einer Linie zwischen Hamburg und Stuttgart und ziehen in der Nacht auf Freitag weiter nach Nordosten und bringen am Freitagvormittag östlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Rostock teils kräftige und örtlich auch unwetterartige Gewitter. Der Wind dreht auf südwestliche Richtungen, frischt dabei stark böig auf und kann in Gewitternähe für stürmische Windböen sorgen. Die Temperaturen erreichen am Donnerstag Höchstwerte zwischen +24 und +28 Grad und ganz über dem Südwesten bis +29 Grad und gehen bis Freitag auf +18 bis +24 Grad zurück.
29. und 30. August: Ausläufer der Frontalzone erreichen Deutschland
Am 29. und 30. August (Samstag und Sonntag) drängt die atlantische Frontalzone das Blockadehoch bei über Skandinavien nach Osten zurück und erreicht mit seinen ersten Ausläufern Deutschland. So zeigt sich der Himmel am Wochenende über Deutschland meist stark bis wechselnd bewölkt und mit einem stark böigen und über exponierten Lagen auch stürmischen Wind aus westlichen Richtungen werden Niederschlagsfelder mit unterschiedlicher Intensität über Deutschland hinweggeführt. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt voraussichtlich nördlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Berlin. Die Temperaturen erreichen am Samstag +19 bis +24 Grad und am Sonntag sind +20 bis +25 Grad möglich.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Frühherbst oder Spätsommer









