Blockadehoch kommt - Störimpulse nehmen Deutschland ins Visier
Ein Hochdruckrücken dehnt sich in den kommenden 24 Stunden vom Atlantik in Richtung Island, England, dem europäischen Nordmeer und Skandinavien nach Nordosten aus und drängt das Skandinavientief im selben Zug weit nach Nordosten in Richtung der Barents- und Karasee ab. Gleichzeitig schnürt der Hochdruckrücken über dem Atlantik ein weiteren Tiefdruckwirbel ab, der in Richtung Portugal und Spanien umherwabert. Deutschland gerät so zunehmend in den Einflussbereich des Hochdruckgebietes, das sich bis Mitte der Woche weit nach Norden bis über Skandinavien ausdehnen und sich zu einem Blockadehoch ausbilden kann.

Die Niederschläge der Nacht sind tagsüber zunächst noch entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Sachsen aktiv und schwächen sich zum Nachmittag allmählich ab. Entlang einer Linie zwischen Köln und Nürnberg ist jedoch noch bis zum den Abendstunden mit vereinzelten Schauern zu rechnen. Auch über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee sind Schauer möglich, sonst bleibt es bei weiter auflockernder Bewölkung überwiegend trocken und im Tagesverlauf zeigt sich häufiger die Sonne. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen und kann an den Küstenregionen böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen +17 bis +23 Grad.
23. und 24. August: Winddrehung auf Nordwest bringt gemäßigt warmes Spätsommerwetter
Das sich nach Norden aufwölbende Hochdruckgebiet macht sich vom 23. bis 24. August (Sonntag und Montag) über Deutschland mit weiter auflockernder Bewölkung und viel Sonnenschein bemerkbar. Da Deutschland jedoch noch am östlichen Gradienten des sich im Uhrzeigersinn drehenden Hochdrucksystems liegt, dreht der Wind auf nordwestliche Richtungen und lässt die Temperaturen auf +17 bis +23 Grad einpendeln. Über dem Südwesten sind örtlich bis +25 Grad möglich. Ein paar Schauer sind am Sonntag über Teilen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern möglich, sonst bleibt es verbreitet sonnig und trocken.
25. und 26. August: Blockadehoch über Skandinavien
Das Hochdruckgebiet dehnt sich zwischen dem 25. und 26. August (Dienstag und Mittwoch) weiter nach Norden in Richtung Skandinavien aus und etabliert dort einen eigenständigen Hochdruckkern. Der Wind dreht über Deutschland auf östliche Richtungen und frischt phasenweise böig auf. Von Südwesten drückt ein Tiefdrucksystem auf dem Atlantik schwülwarme und instabil geschichtete Luftmassen in Richtung Deutschland, was zu den Nachmittagsstunden etwa südlich einer Linie zwischen Münster und Dresden die Quellwolken hochschießen lässt. Vereinzelte Schauer und Gewitter sind möglich, die am Dienstagnachmittag über dem Südwesten regional kräftiger ausfallen können.
Die Temperaturen steigen bis Mittwoch auf +24 bis +28 Grad an und gehen in Gewitternähe auf bis +20 Grad zurück.
27. August: Das Blockadehoch über Skandinavien wird von Störimpulsen unterwandert
Der eigenständige Hochdruckkern über Skandinavien wird am 27. August (Donnerstag) an seinem südlichen Gradienten von einem Tiefdruckausläufer auf dem Atlantik unterwandert. Das dreht die Grundströmung über Deutschland auf südliche Richtungen und lässt die Temperaturen rasch auf +25 bis +30 Grad ansteigen. Die Luftmasse ist instabiler Schichtung und zugleich feucht-warm. So kommt es im Tagesverlauf westlich einer Linie zwischen Münster und München häufiger zu kräftigen Schauern und Gewittern, die sich in der Nacht etwa westlich einer Linie zwischen Hamburg und Ulm weiter nach Norden ausdehnen können.
Der Wind weht über dem Süden meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen und über dem Norden aus östlichen Richtungen. In Gewitternähe gehen die Temperaturen auf bis +20 Grad zurück.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose: Bringt das Blockadehoch über Skandinavien kräftigen Regen und gemäßigte Temperaturen oder stabiles, warmes und trockenes Spätsommerwetter?









