Vom Trog zum Omegahoch: Die Wetterlage über Deutschland stellt sich um
Ein Tiefdrucksystem über Skandinavien bestimmt bis zum 23. August das Wetter über Deutschland. Auf dem Atlantik trogt zur gleichen Zeit ein Tiefdruckgebiet in Richtung Spanien und Portugal nach Süden aus und schiebt auf seiner Vorderseite einen Keil des Azorenhochs weit nach Norden. Dies drängt das Tief über Skandinavien zurück und lässt das Hochdruckgebiet weiter in Richtung Skandinavien aufstreben. Deutschland gerät zum Wochenende in den Einflussbereich des Hochdruckgebiets.

Ein kleinräumiges Tiefdrucksystem dehnt sich heute von den Alpen über Süddeutschland aus und sorgt bei überwiegend starker Bewölkung für zeitweiligen Niederschlag. Dieser breitet sich bis zu den späten Nachmittagsstunden südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin nach Norden aus und kann besonders über Teilen von Bayern kräftiger und regional auch unwetterartig ausfallen (Warnlagenbericht). Weiter nach Norden lässt der Niederschlag nach, doch sind über dem Norden von Nordrhein-Westfalen sowie über Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein paar Schauer nicht auszuschließen. Diese erreichen zu den späten Nachmittags- und Abendstunden dann auch das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen. Der Wind weht schwach aus überwiegend westlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad, bei anhaltendem Dauerregen über dem Süden sind nur bis +17 Grad möglich.
22. August: wechselhaftes Schauerwetter
Die Störung zieht in der Nacht auf den 22. August (Samstag) über Polen nach Nordosten ab und sorgt über Deutschland klassisches Rückseitenwetter. So kommt es bei starker bis wechselnder Bewölkung im Tagesverlauf immer wieder zu Schauern, deren Schwerpunkt entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Sachsen liegen kann. Im Laufe des Nachmittags lösen sich die Schauer auf und bei auflockernder Bewölkung kommt häufiger die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad und der Wind weht schwach bis mäßig aus überwiegend westlichen und über dem Nordwesten aus nordwestlichen Richtungen.
23. bis 24. August: Verbreitet sonniges und trockenes Spätsommerwetter
Vom 23. bis 24. August (Sonntag und Montag) dehnt sich der Keil des Azorenhochs weiter in Richtung Europa aus und bringt Deutschland zunächst noch in den Einflussbereich seiner östlichen Gradienten. Da sich Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen, dreht die Grundströmung über Deutschland auf nördliche Richtungen.
Die Wolken lockern weiter auf und verbreitet stellt sich trockenes und sonniges Wetter ein. Am Sonntag sind ganz über dem Nordosten ein paar Regenschauer nicht auszuschließen. Die Temperaturen pendeln sich auf +18 bis +24 Grad ein.
25. und 26. August: Hochdruckgebiet über Mitteleuropa lässt die Temperaturen ansteigen
Das Hochdrucksystem positioniert sich zwischen dem 25. und 26. August direkt über Mitteleuropa und dehnt sich mit seinem Keil weiter nach Norden in Richtung Skandinavien aus. Betrachtet man die nachfolgenden Wetterkarten genauer, erkennt man im Ansatz eine Omegaformation.
Über Deutschland hat das einen weitgehend trockenen und sonnigen Wettercharakter zur Folge. Ganz über dem Westen und Südwesten schießen jeweils zu den Nachmittagsstunden Quellwolken hoch und können hier und da für regionale Schauer und Gewitter sorgen. Der Wind dreht auf östliche Richtungen und lässt die Temperaturen von Dienstag mit +24 bis +28 Grad bis Mittwoch auf +25 bis +30 Grad ansteigen. Entlang des Rheingrabens sind Temperaturen von bis +32 Grad möglich.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose September - Blockadehoch mit Spätsommerwetter oder Frontalzone mit Regenwetter?









