Schwüle mit Gewittern, dann Vb-Tief: Südwestwetterlage bringt unbeständiges Wetter
Das Tief über Skandinavien verbündet sich heute mit einem weiteren Tief zwischen Island und England und trogt im Verbund in den kommenden Tagen weiter nach Süden aus. Das führt in den kommenden Tagen über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen wechselhaften Wettercharakter mit teils kräftigem Niederschlag und einer über dem Süden hohen Luftfeuchtigkeit, was eine belastende Schwüle zur Folge hat.

Der Himmel zeigt sich heute über Deutschland überwiegend stark bewölkt. Zu den Nachmittagsstunden lockern die Wolken nördlich einer Linie zwischen Münster und Rostock sowie südlich der Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg auf, sodass etwas Sonnenschein möglich ist.
Dazwischen hält die Bewölkung dicht und es ist mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, der sich zu den Abendstunden entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Sachsen verstärkt und regional kräftiger ausfallen kann.
Weiter nach Norden und Süden bleibt es weitgehend trocken. Erst in den Nachtstunden greift der nachlassende Niederschlag auch auf Teile von Baden-Württemberg und Bayern über. Der Wind weht meist schwach aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen nördlich der Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg +17 bis +22 Grad und nach Süden werden +24 bis +28 Grad. Entlang des Rheingrabens können bis +30 Grad möglich sein.
20. und 21. August: Schwül-warmes Gewitterwetter
Am 20. und 21. August (Donnerstag und Freitag) befördert das Tief zwischen Island und England im Verbund mit dem Tiefdruckgebiet über Skandinavien feucht-warme Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Norden. Die Schwüle nimmt zu und wird insbesondere über dem Süden auch belastend, die Temperaturen pendeln sich auf +20 bis +25 Grad ein.
Die feucht-warme Luftmasse provoziert etwa südlich einer Linie zwischen Mannheim und Nürnberg immer wieder teils kräftige und in Richtung der Alpen auch unwetterartige Schauer und Gewitter. Weiter nach Norden lässt die Niederschlagstätigkeit nach, die Wolkendecke lockert auf und die Sonne kommt häufiger zum Vorschein. Über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lässt sich der eine oder andere gewittrige Regenschauer dann aber doch nicht auszuschließen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen.
22. bis 24. August: Schleifende Wetterfront über Süddeutschland
Die Entwicklung des Trogsystems erreicht im Zeitraum vom 22. bis 24. August ihren Höhepunkt: Der Trogansatz kann über Frankreich bis über Spanien und Portugal nach Süden ausgreifen und so ein Mittelmeertief initialisieren (Vb-Wetterlage). Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben im Anströmungsbereich südwestlicher und instabil geschichteten Luftmassen. Die Temperaturen pendeln sich auf +18 bis +22 Grad ein, wobei der die Temperaturen bei Dauerregen auf bis +15 Grad zurückgehen können.
Apropos Regen - der wird nach den aktuellen Prognosen des deutschen Vorhersage-Modells über der Südhälfte reichlich zu erwarten sein. Lokal sind auch unwetterartige Regensummen nicht auszuschließen. Weiter nach Norden lässt der Niederschlag nach, die Wolkendecke lockert auf und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. Anmerkung: da es sich um eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung handelt, bleiben am Wochenende die Details - insbesondere die der Niederschlagsentwicklung - abzuwarten.
Der Wind kommt über dem Süden meist schwach aus südwestlichen und nach Norden aus nördlichen Richtungen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose September - Nasses und frisches Septemberwetter, oder setzt sich der Spätsommer mit trockenem und warmem Wetter über Deutschland durch?









