Polarluft erreicht Deutschland - Die Hitze geht, der Regen kommt, die Schwüle bleibt
Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien lenkt gemeinsam mit einem Blockadehoch über dem Atlantik und einer nördlichen Grundströmung in der Höhe deutlich frischere Luftmassen nach Deutschland. Mit zunehmender Schauer- und Gewitteraktivität setzen sich diese frischeren Luftmassen allmählich bis an die Alpen durch und vervollständigen so im Verlauf der Woche den Wetterwechsel. Die Hitze geht, der Regen kommt, die Schwüle bleibt.

Der Himmel zeigt sich heute über Deutschland überwiegend stark bewölkt und mit zeitweiligem Niederschlag ist zu rechnen. Dieser ist in der ersten Tageshälfte noch über den westlichen Landesteilen aktiv, verlagert sich zum Vormittag mit seinem Schwerpunkt über die östlichen und südlichen Landesteile. Rückseitig lässt der Niederschlag nach und bei auflockernder Bewölkung sind zum Nachmittag über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein paar Schauer möglich, die zu den Abendstunden über Brandenburg und Sachsen nach Osten abziehen. Etwa südlich der Donaulinie kann der Niederschlag auch länger andauernd ausfallen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen, die Temperaturen gehen auf +17 bis +22 Grad zurück.
18. August: Regenfront überquert Deutschland
Am 18. August (Dienstag) zieht ein weiterer Ausläufer des Tiefdrucksystems über Skandinavien über Deutschland hinweg und führt ein Niederschlagsfeld von Nordwest nach Südost. Im Schwerpunkt ist etwa südlich einer Linie zwischen Hamburg und Berlin mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, der entlang eines breiten Streifens zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern nennenswert ausfallen kann. Weiter nach Nordosten bleibt es weitestgehend trocken, dort zieht der Niederschlag erst in der Nacht auf Dienstag heran. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +17 bis +23 Grad.
19. August: Sonniger Süden, Schauerwetter nach Norden
Eine weitere Front des Tiefdrucksystems über Skandinavien schleift am 19. august (Mittwoch) über Deutschland hinweg und macht sich mit starker Bewölkung und zeitweiligem Niederschlag etwa nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg bemerkbar. Weiter nach Süden lassen die Niederschläge nach und bei auflockernder Bewölkung kommt häufiger die Sonne zum Vorschein. Der Wind weht böig aus westlichen bis südwestlichen Richtungen und kann über dem Süden phasenweise stark böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen +17 bis +22 Grad und steigen über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern auf +24 bis +28 Grad. Über dem äußersten Südwesten sind bis zu +30 Grad möglich.
20. und 21. August, kräftiger Niederschlag zieht von Süden nach Norden und Osten
Die vergleichsweise kühle Luft vom europäischen Nordmeer erreicht am 20. und 21. August (Donnerstag und Freitag) die Mittelmeerregion und führt zu einer Intensivierung des Tiefdruckausläufers über Mitteleuropa.
Bereits in der Nacht auf Donnerstag nimmt die Niederschlagstätigkeit südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen zu, was mitunter auch zu kräftigen und regional unwetterartigen Schauern und Gewittern führen kann. Tagsüber ist mit weiterem, teils länger andauerndem und ergiebigem Niederschlag zu rechnen. Dieser lässt in der Nacht auf Freitag kurzzeitig nach und intensiviert sich am Vormittag von Südwesten erneut und kann im Tagesverlauf südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin für teils unwetterartige Regensummen sorgen.
Weiter nach Norden nimmt die Niederschlagstätigkeit ab, die Bewölkung lockert auf und die Sonne kommt häufiger zum Vorschein. Über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind immer wieder ein paar Schauer möglich, ansonsten bleibt es trocken.
Der Wind weht böig aus südwestlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen am Donnerstag +20 bis +25 Grad und am Freitag +17 bis +22 Grad. Bei entsprechender Niederschlagstätigkeit können sich die Temperaturen auch an der +15-Grad-Marke orientieren.
22. August: Schauerwetter setzt sich fort
Der Ausläufer des Tiefdrucksystems über Skandinavien beeinflusst auch am 22. August (Samstag) das Wetter über Deutschland. Bei wechselnder und südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin auch starker Bewölkung kommt es zu zeitweiligen Schauern, deren Schwerpunkt südlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Dresden liegen kann. Der Wind weht weiterhin aus südwestlichen Richtungen, die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad und bei Regen bis +17 Grad.
Hohe Taupunkte - Schwüle über dem Süden. Zwar sinken die Temperaturen merklich ab, doch gelangt durch die Dynamik aus südwestlichen Richtungen eine hohe Luftfeuchtigkeit nach Norden, was über der Südhälfte die Taupunkte auf +14 bis +18 Grad ansteigen lassen und so die belastende Schwüle aufrecht erhalten kann.

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