Skandinavientief bringt Wetterwechsel - Hitze weicht, Unwettergefahr steigt
Das Tiefdruckgebiet erreicht heute von Island kommend Skandinavien und beginnt ab Sonntag nach Süden auszutrogen. Es drückt die Hitze nach Süden weg und führt mithilfe eines Blockadehochs über dem Atlantik spürbar kühlere Luftmassen nach Deutschland.

Die ersten Ausläufer des Tiefdrucksystems über Skandinavien machen sich mit starker Bewölkung von Nordwesten bemerkbar und bringen im Tagesverlauf nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock vereinzelte Schauer und Gewitter. Verbreitet bleibt es jedoch trocken. Der Wind dreht über dem Norden auf nördliche Richtungen und weht über der Südhälfte bei noch überwiegend sonnigem Wetter schwach und aus unterschiedlichen Richtungen. So gehen die Temperaturen nördlich einer Linie zwischen Münster und Usedom auf +22 bis +28 Grad zurück, während südlich davon +30 bis +35 Grad und entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Berlin bis +39 Grad einen weiteren Wüstentag möglich machen.
Schwülwarm und zunehmende Gewitteraktivität mit erhöhter Unwettergefahr
Die starke Bewölkung zieht am 16. August (Sonntag) weiter nach Süden und trübt den Sonnenschein über Deutschland größtenteils ein. Eine Ausnahme zeigt sich entlang eines breiten Streifens zwischen Köln und Berlin, wo sich die Sonne am Nachmittag häufiger zeigen kann. Über dem Norden bleibt es unter der starken Bewölkung verbreitet trocken, während es im Schwerpunkt südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen zu Schauern und Gewittern kommen kann.
Die Intensität der Schauer und Gewittern nimmt ab den späten Nachmittagsstunden über dem Südwesten zu und können sich in der Nacht unwetterartig über Baden-Württemberg und Bayern sowie in der zweiten Nachthälfte auch über Sachsen ausdehnen.
Der Wind weht über dem Norden schwach aus nördlichen und über dem Süden schwach aus westlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden +20 bis +25 Grad, weiter südlich sind +25 bis +30 Grad möglich. Der Taupunkt steigt auf +15 bis +18 Grad und lässt die Schwüle drückend und belastend wirken.
17. August: Viele Wolken, windiges Wetter und zeitweilige Schauer
Das Tief über Skandinavien macht sich auch am 17. August (Montag) mit starker Bewölkung sowie zeitweiligen Schauern und örtlichen Gewittern über Deutschland bemerkbar. Der Wind frischt phasenweise stark böig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen auf und die Temperaturen gehen auf +20 bis +24 Grad zurück. In Schauernähe sind bis +17 Grad möglich.
18. August: Tiefdruckausläufer streift mit zeitweiligem Regen Deutschland
Das Tief über Skandinavien dehnt sich am 18. August (Dienstag) mit einem Ausläufer weiter über Deutschland aus und sorgt bei überwiegend starker Bewölkung für zeitweiligen Niederschlag. Dieser setzt am Vormittag über dem Nordwesten ein und breitet sich im Tagesverlauf etwa nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berchtesgaden nach Süden aus. Die Temperaturen pendeln sich auf +17 bis +23 Grad ein und erreichen in sonnigen Momenten bis +25 Grad.
Unbeständiges und gemäßigt warmes Wetter
Vom 19. bis 20. August (Mittwoch und Donnerstag) drängen weitere Störungen in Richtung Deutschland vor. Am Mittwochvormittag bringen sie zunächst nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden zeitweiligen - durchaus nennenswerten Niederschlag - der sich zu den Abendstunden in Schauerform mehr über den Küstenregionen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern konzentriert.
Sonst lockert die Bewölkung auf und nach Süden hin bleibt es trocken. Am 20. August erreicht eine weitere Störung Deutschland und zieht mit ihrem Niederschlagsfeld von Südwest nach Nordost. Das sorgt etwa südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin für kräftigen und regional auch unwetterartigen Niederschlag.
Die Temperaturen erreichen am Mittwoch von +20 bis +25 Grad und über Baden-Württemberg und Bayern regional bis +30 Grad und gehen bis Donnerstag auf +20 bis +25 Grad und mit Regen auf bis +17 Grad zurück. Das Erreichen der +30-Grad-Marke bleibt noch über dem Südosten Bayerns noch möglich, hängt jedoch stark von der Zugbahn des Tiefdrucksystems ab.

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