Die Hitze erreicht ihren Höhepunkt, bevor Gewitter den Wetterwechsel bringen
Ein Tiefdruckgebiet verlagert sich heute von Island in Richtung europäisches Nordmeer und positioniert sich zum Wochenende über Skandinavien. Auf seiner Vorderseite schiebt es gemeinsam mit einem Hochdruckrücken über Mitteleuropa zunächst sehr ungewöhnlich heiße Luftmassen weit nach Norden und sorgen zum Samstag für drückende Schwüle mit anschließend - teils kräftige und lokal unwetterartige - Gewitter, bevor zum Start in die neue Woche mit einer westlichen Grundströmung frischere Luftmassen nach Deutschland strömen und die Hitze beenden.

Der Himmel zeigt sich heute und auch am Freitag verbreitet wolkenlos, sodass vielerorts mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen ist. Am Freitag ziehen zwar hier und da Quellwolken auf, Schauer oder Gewitter sind aber nicht zu erwarten. Der Wind weht meist schwach aus südlichen Richtungen und die Temperaturen steigen von heute +26 bis +32 Grad, über dem Westen und Südwesten bis +36 Grad, zum Freitag auf Höchstwerte zwischen +30 und +35 Grad und über dem Westen und Südwesten örtlich sogar bis +39 Grad an.
15. und 16. August: Drückende Schwüle und aufziehende Gewitter
Auf seinem Weg von Island in Richtung Skandinavien destabilisiert das Tiefdruckgebiet die Luftmassen über Deutschland und führt zunehmend feucht-warme bis heiße Luft über die Südhälfte des Landes, während der Wind über dem Norden auf nördliche Richtungen dreht. So gehen im Tagesverlauf nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin die Temperaturen auf +19 bis +25 Grad zurück, was von Wolkenfeldern sowie lokalen Schauern und Gewittern begleitet wird.
Weiter nach Süden werden +30 bis +35 Grad und örtlich bis +39 Grad erwartet. Der Taupunkt von +14 bis +19 Grad lässt zu den Nachmittagsstunden die Schwüle drückend und belastend erscheinen und löst zunächst entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und Berlin teils kräftige Schauer und Gewitter aus.
Diese verlagern sich in der Nacht auf Sonntag nach Süden und bleiben tagsüber etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen aktiv, wo sie lokal unwetterartig ausfallen können. Am Sonntag werden +20 bis +25 Grad erreicht, bei längerer Sonnenscheindauer auch bis +27 Grad, über dem Südosten Bayerns sind bis bis +35 Grad möglich. In Gewitternähe kühlt es dagegen bis auf +18 Grad ab.
17. August: Das Skandinavientief bringt den Wetterumschwung
Zum Start in die neue Woche erreicht am 17. August (Montag) das Tief Skandinavien und dreht den Wind über Deutschland auf westliche Richtungen. Der Himmel zeigt sich vielerorts aufgelockert bewölkt, verbreitet bleibt es trocken.
Etwa südlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Usedom nimmt die Bewölkung hingegen zu: Sowohl über dem östlichen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie Sachsen als auch südlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und dem Bayerischen Wald ist mit teils länger andauerndem, nach Süden hin auch ergiebigem Niederschlag zu rechnen, der erst zu den Abendstunden nachlässt.
Nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden werden +20 bis +24 Grad erreicht, weiter südlich +24 bis +28 Grad und über dem äußersten Südwesten sind nochmals bis +30 Grad möglich.
18. August: Das Skandinavientief drängt die Hitze endgültig zurück
Am 18. August (Dienstag) dehnt sich das Tiefdruckgebiet über Skandinavien weiter nach Süden aus und drängt den Hochdruckrücken über Mitteleuropa zurück. Von Norden nimmt die Bewölkung rasch zu und bereits in der Nacht auf Dienstag setzt über dem Norden Niederschlag ein. Dieser dehnt sich tagsüber etwa nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und dem Bayerischen Wald nach Süden aus und verlässt Deutschland zu den späten Nachmittagsstunden nach Osten.
Der Tiefdruckwirbel dreht sich anschließend zwischen Norddeutschland und Skandinavien ein, sodass es rückseitig erneut zu Schauern und örtlichen Gewittern kommen kann. Der Wind weht vorderseitig noch aus südlichen Richtungen, dreht ab den Nachmittagsstunden zunächst auf westliche und zum Abend auf nordwestliche Richtungen und kann dabei stark böig und über den Küsten der Nordsee auch stürmisch auffrischen.
Die Temperaturen pendeln sich auf +20 bis +24 Grad ein, bei länger andauerndem Niederschlag zwischen +17 und +20 Grad, über den südlichen Landesteilen sind örtlich bis +28 Grad möglich.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Trogt das Skandinavientief nach Süden aus und beendet neben der Hitze auch den Hochsommer, oder schlägt doch noch einmal die Erhaltungsneigung zu?









