Hitze erreicht auch den Norden - Temperaturen von bis +39 Grad möglich
Das Tiefdrucksystem über Skandinavien führt heute mit nördlichen Winden kühlere Luftmassen über den Norden von Deutschland, während sich über dem Süden die hochsommerlich heißen Temperaturen halten können. Im weiteren Verlauf schwächt sich das Skandinavientief ab. Gleichzeitig dreht sich auf dem Atlantik zwischen Grönland und Island das nächste Tiefdruckgebiet ein und drückt auf seiner Vorderseite den Hochdruckrücken über Mitteleuropa weit nach Norden bis über Skandinavien. Infolge daraus wird die Hitze aus dem Süden nach Norden geführt, bevor das Tief bei Island in Richtung Skandinavien zieht und beginnt, das Wetter über Deutschland zu beeinflussen.

Der Himmel zeigt sich heute nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin wechselnd bewölkt, wobei kein nennenswerter Niederschlag zu erwarten ist. Über dem Rest von Deutschland präsentiert sich der Himmel meist in strahlendem Blau und es ist mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Zu den Nachmittagsstunden bilden sich über dem Schwarzwald und dem Alpenraum Quellwolken aus, doch bleiben einzelne Schauer und Gewitter auf den Alpenraum beschränkt. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden +19 bis +23 Grad, weiter südlich +24 bis +28 Grad und entlang des Rheingrabens sowie über dem äußersten Süden werden +27 bis +32 Grad erwartet.
12. bis 14. August: Die Hitze breitet sich nach Norden aus
Im Zeitraum vom 12. bis 14. August (Mittwoch, Donnerstag und Freitag) drückt ein Tiefdruckgebiet bei Island auf seiner Vorderseite den Hochdruckrücken über Mitteleuropa weit nach Norden bis nach Skandinavien. Im Zusammenspiel der beiden Wettersysteme werden aus südlichen Richtungen ungewöhnlich warme bis heiße Luftmassen nach Norden geführt. Die Temperaturen steigen von Mittwoch mit +24 bis +28 Grad und über dem Südwesten bis +24 Grad, bis zum Freitag auf verbreitet +32 bis +36 Grad. Örtlich werden Temperaturen von bis +39 Grad berechnet und manch ein Vorhersagemodell simuliert sogar Höchstwerte von bis zu +40 Grad, das bleibt aber abzuwarten.
An diesen Tagen ist verbreitet mit viel Sonnenschein zu rechnen, der sich lediglich am Freitagnachmittag von Westen her durch aufziehende Quellwolken eintrüben lässt. Zu den Abendstunden können über Teilen von Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die ersten Schauer und Gewitter aufziehen.
15. August: Drückende Schwüle bringt über dem Süden kräftige Gewitter
Das Tief bei Island verlagert sich am 15. August (Samstag) weiter in Richtung Skandinavien, was die Luftmassen über Süddeutschland weiter destabilisiert. So zeigt sich der Himmel nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin meist aufgelockert bewölkt und lediglich an den Küsten ist mit dem einen oder anderen Regenschauer zu rechnen. Viel Niederschlag ist jedoch nicht zu erwarten, verbreitet bleibt es trocken.
Anders stellt sich die Lage weiter südlich der Linie dar: Dort sammelt sich ein schwülwarmes bis heißes Luftmassengemisch, das zu den Nachmittagsstunden die Quellwolken hochschießen lässt und verbreitet kräftige Schauer und Gewitter bringen kann. Lokal lassen sich unwetterartige Gewitter nicht ausschließen.
Die Temperaturen erreichen allgemein +25 bis +32 Grad und können über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern auf bis +34 Grad steigen. In Gewitternähe gehen die Temperaturen kurzzeitig auf bis +22 Grad zurück. Der Wind dreht auf westliche Richtungen und kann zum Nachmittag über den Küsten von Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern böig auffrischen.
16. August: Die Hitze weicht über dem Norden, Wolken ziehen auf
Der Einfluss des Tiefdrucksystems über Skandinavien nimmt am 16. August (Sonntag) zu, was sich durch das Aufziehen starker Bewölkung bemerkbar macht. Der Wind weht meist schwach aus überwiegend unterschiedlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin +20 bis +25 Grad, während südlich davon mit +25 bis +30 Grad und über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern mit bis +32 Grad weiterhin sommerliche bis hochsommerliche Werte zu erwarten sind. Mit Niederschlag ist zunächst nicht zu rechnen, dieser wird erst in der Nacht auf Montag über dem Westen simuliert.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Das Tief über Island verlagert sich nach Skandinavien - leitet das den Wetterumschwung ein und beendet die Hitze und den Hochsommer über Deutschland?









