Deutschland zwischen den Fronten - Über dem Norden kühler, dann kommt die Hitze
Ein Tiefdrucksystem dreht sich aktuell über Skandinavien ein und erreicht mit seinen südlichen Ausläufern den Norden von Deutschland. Aus nördlichen Richtungen werden vergleichsweise kühlere Luftmassen vom europäischen Nordmeer über den Norden Deutschlands hinweggeführt, während die Südhälfte davon unberührt bleibt. Im weiteren Verlauf zieht das Tiefdruckgebiet rasch über Finnland und dem westlichen Russland nach Nordosten ab. Zur gleichen Zeit schiebt ein weiteres Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik zwischen Island und England den Hochdruckrücken über Mitteleuropa erneut nach Norden und leitet damit eine weitere Hitzewelle ein, welche auch den Norden von Deutschland erreicht.

Der Himmel zeigt sich heute nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin häufiger stark bewölkt und über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kann mit etwas Niederschlag gerechnet werden. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf, sodass verbreitet ein sonniger und trockener Sommertag zu erwarten ist. Über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern bauen sich zum Nachmittag hohe Wolkentürme auf, aus denen vereinzelte Schauer und Gewitter hervorgehen können. Der Wind weht phasenweise böig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen bis zum Nachmittag nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin auf +20 bis +25 Grad und südlich davon auf +30 bis +35 Grad ansteigen.
11. August: Nordwind führt kühlere Luftmassen über den Norden
Der Nordwind hält sich auch am 11. August (Dienstag) noch und treibt über der Nordhälfte lockere Wolkenfelder vorüber, aus denen jedoch kein Niederschlag mehr hervorgeht. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf, sodass verbreitet die maximal mögliche Sonnenscheindauer erreicht werden kann. In Richtung Alpenvorland und Alpen bilden sich zu den Nachmittagsstunden Quellwolken, aus denen hier und da ein gewittriger Schauer entstehen kann. Verbreitet aber bleibt es trocken Die Temperaturen erreichen nördlich der Linie zwischen dem Saarland und Dresden +17 bis +23 Grad, während weiter nach Süden +27 bis +32 Grad möglich sind.
12. August: Ein Sommerhoch dehnt sich über Deutschland aus
Am 12. August drückt ein Tiefdruckausläufer zwischen Island und England die Hochdruckbrücke über Mitteleuropa erneut nach Norden. Das hat zur Folge, dass der Wind zunächst aus östlichen Richtungen weht und bei verbreitet strahlend blauem Himmel wieder eine maximal mögliche Sonnenscheindauer erreicht werden kann. Lediglich über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern spenden ein paar vorüberziehende Wolkenfelder etwas Schatten. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Münster und Dresden +22 bis +26 Grad und nach Süden sind +28 bis +32 Grad zu erwarten.
13. bis 15. August: Temperaturen von bis +39 Grad - Die nächste Hitzewelle dehnt sich nach Norden aus
Mithilfe des Tiefdrucksystems auf dem Atlantik und dem Hochdruckrücken über Mitteleuropa werden aus südlichen Richtungen binnen kürzester Zeit sehr warme bis heiße und zunehmend schwüle Luftmassen weit nach Norden geführt.
Das lässt die Temperaturen bereits am Donnerstag verbreitet auf +27 bis +32 Grad und über dem Westen und Südwesten auf bis zu +37 Grad ansteigen. Dazu gibt es viel Sonnenschein. Am Freitag erreichen die Temperaturen bereits +30 bis +35 Grad und über dem Westen und Südwesten sin örtlich Temperaturen von bis +39 Grad möglich. Ab den späten Nachmittagsstunden nimmt die Bewölkung von Westen zu und erste Schauer und Gewitter sind möglich, die in der Nacht auf Samstag jedoch wieder in sich zusammenfallen.
Am Samstag wird die Luftmasse zunehmend instabiler und feuchter, was nicht nur die Schwüle über dem Süden drückender macht, sondern im Tagesverlauf auch südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Dresden teils kräftige und regional auch unwetterartige Gewitter erwarten lässt. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung auf und es bleibt verbreitet trocken. Der Wind dreht über dem Norden auf nordwestliche Richtungen und lässt die Temperaturen auf +22 bis +28 Grad zurückgehen, während weiter nach Süden +28 bis +32 Grad möglich sind.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Weiterhin starke Signale für ein Ende der Hitze - doch kommst auch ausreichend Regen?









