Zum Hauptinhalt springen

Süden bleibt heiß, Norden kühlt ab - Danach erfasst die Hitze auch Norddeutschland

| M. Hoffmann

Die Großwetterlage stellt sich in den kommenden Stunden allmählich um. Treiber ist ein Tiefdruckwirbel direkt über dem Nordpol, der - wenn man so will - mit dem sinkenden Sonnenstand den Start des winterlichen Polarwirbels markiert. Dieser Wirbel verlagert seinen Schwerpunkt bis zum 13. August weiter in Richtung Grönland und drängt so das Blockadehoch über dem Atlantik, das seinen Einfluss bis nach Grönland geltend gemacht hat, nach Süden zurück. Und so stellt sich das großräumige Strömungsmuster allmählich um. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das zunächst kaum Auswirkungen auf das Wetter. Dieses bleibt bis Mitte August von einer weiteren Hitzewelle geprägt, mit weiteren Hitze-, Wüstentagen und tropischen Nächten.

Die Hitze erhält sich über Süddeutschland, während der Norden kurz in den Einflussbereich kühlerer Luftmassen gelangt © Martin Bloch
Die Hitze erhält sich über Süddeutschland, während der Norden kurz in den Einflussbereich kühlerer Luftmassen gelangt © Martin Bloch

Der Sonntag beginnt verbreitet mit Sonnenschein. Im Tagesverlauf trübt sich der Himmel von Südwesten zunehmend ein und zu den Nachmittagsstunden können sich über Teilen des Saarlandes, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalens und Hessens sowie zum Abend auch über Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen einzelne gewittrige Schauer entwickeln (Gewitterradar). Ganz vereinzelt sind auch über Baden-Württemberg und Bayern ein paar Gewitter möglich. Viel Niederschlag ist nicht zu erwarten und verbreitet bleibt es trocken. Der Wind kommt meist schwach und aus unterschiedlichen Richtungen, kann in Gewitternähe jedoch stark böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen +28 bis +34 Grad und örtlich bis +36 Grad. In Gewitternähe gehen sie vorübergehend auf bis +24 Grad zurück.

10. August: Ein Tiefdruckausläufer über Skandinavien lässt die Temperaturen über dem Norden zurückgehen

Ein Tiefdruckausläufer dreht sich am 10. August (Montag) über Skandinavien ein und drängt mit seinen Ausläufern nach Süden in Richtung Deutschland vor. Dadurch nimmt die Bewölkung über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu und zeitweise ist etwas Niederschlag möglich. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf, wobei über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern sich Quellwolken ausbilden und vereinzelte Schauer und über den Alpen auch Gewitter bringen können.

Der Wind frischt böig aus westlichen Richtungen auf und dreht über dem Norden auf Nordwest. Dadurch gelangen frischere Luftmassen über den Norden, was die Temperaturen dort auf +19 bis +24 Grad zurückgehen lässt. Südlich einer Linie zwischen Münster und Berlin bleibt es mit +27 bis +33 Grad und örtlich bis +35 Grad weiterhin hochsommerlich heiß.

11. August: Nordwind drängt die Hitze nach Süden zurück

Am 11. August bleibt die nördliche Grundströmung über Deutschland erhalten. Nördlich einer Linie zwischen Köln und Nürnberg gehen die Temperaturen auf +17 bis +23 Grad zurück, während weiter nach Süden mit +29 bis +33 Grad weiterhin hochsommerliche Werte erwartet werden können.

Abseits von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem Alpenraum ist verbreitet mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen, sonst spenden vorüberziehende Wolkenfelder etwas Schatten. Niederschlag ist möglich, beschränkt sich jedoch auf einzelne Schauer und Gewitter entlang der Alpen.

12. bis 14. August: Die Hitze dehnt sich nach Norden aus

Im gesamten Zeitraum vom 12. bis 14. August (Mittwoch bis Freitag) schiebt ein Tiefdruckgebiet bei Island den Hochdruckrücken über Mitteleuropa weiter bis nach Skandinavien. Dadurch stellt sich über ganz Deutschland verbreitet trockenes und sonniges Hochsommerwetter ein.

Die Temperaturen steigen von +24 bis +28 Grad am Mittwoch und +29 bis +34 Grad südlich einer Linie zwischen Köln und Nürnberg bis zum Freitag auf +32 bis +36 Grad an. Über dem Südwesten und Westen sind örtlich Temperaturen von bis +39 Grad möglich.

In den Nächten sinken die Temperaturen, insbesondere über der West- und Südwesthälfte, kaum noch unter die +20-Grad-Marke ab. Damit stehen neben weiteren Hitze- und Wüstentagen auch weitere tropische Nächte bevor.

Die Hitze dehnt sich in der zweiten Wochenhälfte nach Norden aus
Die Hitze dehnt sich in der zweiten Wochenhälfte nach Norden aus © www.meteociel.fr || wxcharts.com
Nächste Aktualisierung der Wetterprognose
  • 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Die Großwetterlage stellt sich allmählich um. Endet damit die Hitze und der Hochsommer über Deutschland?

Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 09.09.2026 06:40 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 25,1 °C Piding (Bayern)
Min. Temp. 3,8 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 96,8 km/h Brocken (Sachsen-Anhalt)
Max. Niederschlag 22,4 mm Sagard-Vorwerk (Mecklenburg-Vorpommern)
Sonne (Ø) 0,2 h
Ø Temp. 16,2 °C
Wind (Ø) 14,8 km/h
Niederschlag (Ø) 1,53 mm
Luftdruck (Ø) 1.007,1 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    25,1 Piding (Bayern)
    25,0 Kubschütz, Kr. Bautzen (Sachsen)
    24,9 Görlitz (Sachsen)
    24,6 Dresden-Klotzsche (Sachsen)
    24,4 Freudenberg - Main-Boxtal (Baden-Württemberg)
  • Temperatur (°C) Station
    3,8 Zugspitze (Bayern)
    6,2 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    7,6 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    7,9 Kleiner Feldberg - Taunus (Hessen)
    8,0 Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen)
  • Niederschlag (mm) Station
    22,4 Sagard-Vorwerk (Mecklenburg-Vorpommern)
    17,9 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) (Baden-Württemberg)
    12,3 Ohlsbach (Baden-Württemberg)
    11,6 Arkona (Mecklenburg-Vorpommern)
    11,3 Haslach im Kinzigtal (Baden-Württemberg)
  • Windböe (km/h) Station
    96,8 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    87,1 Fichtelberg (Sachsen)
    82,1 Großer Arber (Bayern)
    73,8 Waldmünchen (Bayern)
    72,7 Börßum-Achim (Niedersachsen)
  • Sonnenschein (h) Station
    1,1 Bremen (Bremen)
    1,1 Ostenfeld (Rendsburg) (Schleswig-Holstein)
    1,1 Schleswig (Schleswig-Holstein)
    1,0 Diepholz (Niedersachsen)
    1,0 Bremerhaven (Bremen)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 08.09.2026 23:00 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 34,4 °C Rheinfelden (Baden-Württemberg)
Min. Temp. 5,4 °C Zugspitze (Bayern)
Max. Böe 117,4 km/h Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
Max. Niederschlag 25,8 mm List auf Sylt (Schleswig-Holstein)
Sonne (Ø) 7,8 h
Ø Temp. 21,2 °C
Wind (Ø) 12,8 km/h
Niederschlag (Ø) 4,23 mm
Luftdruck (Ø) 1.009,2 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    34,4 Rheinfelden (Baden-Württemberg)
    34,1 Ohlsbach (Baden-Württemberg)
    34,0 Lahr (Baden-Württemberg)
    33,9 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg)
    33,8 Rheinau-Memprechtshofen (Baden-Württemberg)
  • Temperatur (°C) Station
    5,4 Zugspitze (Bayern)
    9,1 Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen)
    9,3 Ostheim v.d. Rhön (Bayern)
    9,7 Kronach (Bayern)
    9,8 Tirschenreuth-Lodermühl (Bayern)
  • Niederschlag (mm) Station
    25,8 List auf Sylt (Schleswig-Holstein)
    24,9 Dollart-Kanalpolder (Niedersachsen)
    24,8 Moormerland-Neermoor (Niedersachsen)
    22,3 Norden-Leybuchtpolder (Niedersachsen)
    21,6 Emden (Niedersachsen)
  • Windböe (km/h) Station
    117,4 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    105,8 Kandern-Gupf (Baden-Württemberg)
    97,9 Stötten (Baden-Württemberg)
    94,3 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    92,5 Hohenpeißenberg (Bayern)
  • Sonnenschein (h) Station
    12,2 Fürstenzell (Bayern)
    12,1 Görlitz (Sachsen)
    12,1 Waldmünchen (Bayern)
    12,0 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    11,8 Nürnberg (Bayern)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

BEVORZUGTE QUELLE

Unsere Wetteranalysen in Google schneller wiederfinden? Fügen Sie uns als bevorzugte Quelle hinzu.
Unterstützen
Sie uns!
Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Wir freuen uns über einen freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.
Betrag wählen
Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)