Süden bleibt heiß, Norden kühlt ab - Danach erfasst die Hitze auch Norddeutschland
Die Großwetterlage stellt sich in den kommenden Stunden allmählich um. Treiber ist ein Tiefdruckwirbel direkt über dem Nordpol, der - wenn man so will - mit dem sinkenden Sonnenstand den Start des winterlichen Polarwirbels markiert. Dieser Wirbel verlagert seinen Schwerpunkt bis zum 13. August weiter in Richtung Grönland und drängt so das Blockadehoch über dem Atlantik, das seinen Einfluss bis nach Grönland geltend gemacht hat, nach Süden zurück. Und so stellt sich das großräumige Strömungsmuster allmählich um. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das zunächst kaum Auswirkungen auf das Wetter. Dieses bleibt bis Mitte August von einer weiteren Hitzewelle geprägt, mit weiteren Hitze-, Wüstentagen und tropischen Nächten.

Der Sonntag beginnt verbreitet mit Sonnenschein. Im Tagesverlauf trübt sich der Himmel von Südwesten zunehmend ein und zu den Nachmittagsstunden können sich über Teilen des Saarlandes, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalens und Hessens sowie zum Abend auch über Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen einzelne gewittrige Schauer entwickeln (Gewitterradar). Ganz vereinzelt sind auch über Baden-Württemberg und Bayern ein paar Gewitter möglich. Viel Niederschlag ist nicht zu erwarten und verbreitet bleibt es trocken. Der Wind kommt meist schwach und aus unterschiedlichen Richtungen, kann in Gewitternähe jedoch stark böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen +28 bis +34 Grad und örtlich bis +36 Grad. In Gewitternähe gehen sie vorübergehend auf bis +24 Grad zurück.
10. August: Ein Tiefdruckausläufer über Skandinavien lässt die Temperaturen über dem Norden zurückgehen
Ein Tiefdruckausläufer dreht sich am 10. August (Montag) über Skandinavien ein und drängt mit seinen Ausläufern nach Süden in Richtung Deutschland vor. Dadurch nimmt die Bewölkung über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu und zeitweise ist etwas Niederschlag möglich. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf, wobei über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern sich Quellwolken ausbilden und vereinzelte Schauer und über den Alpen auch Gewitter bringen können.
Der Wind frischt böig aus westlichen Richtungen auf und dreht über dem Norden auf Nordwest. Dadurch gelangen frischere Luftmassen über den Norden, was die Temperaturen dort auf +19 bis +24 Grad zurückgehen lässt. Südlich einer Linie zwischen Münster und Berlin bleibt es mit +27 bis +33 Grad und örtlich bis +35 Grad weiterhin hochsommerlich heiß.
11. August: Nordwind drängt die Hitze nach Süden zurück
Am 11. August bleibt die nördliche Grundströmung über Deutschland erhalten. Nördlich einer Linie zwischen Köln und Nürnberg gehen die Temperaturen auf +17 bis +23 Grad zurück, während weiter nach Süden mit +29 bis +33 Grad weiterhin hochsommerliche Werte erwartet werden können.
Abseits von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem Alpenraum ist verbreitet mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen, sonst spenden vorüberziehende Wolkenfelder etwas Schatten. Niederschlag ist möglich, beschränkt sich jedoch auf einzelne Schauer und Gewitter entlang der Alpen.
12. bis 14. August: Die Hitze dehnt sich nach Norden aus
Im gesamten Zeitraum vom 12. bis 14. August (Mittwoch bis Freitag) schiebt ein Tiefdruckgebiet bei Island den Hochdruckrücken über Mitteleuropa weiter bis nach Skandinavien. Dadurch stellt sich über ganz Deutschland verbreitet trockenes und sonniges Hochsommerwetter ein.
Die Temperaturen steigen von +24 bis +28 Grad am Mittwoch und +29 bis +34 Grad südlich einer Linie zwischen Köln und Nürnberg bis zum Freitag auf +32 bis +36 Grad an. Über dem Südwesten und Westen sind örtlich Temperaturen von bis +39 Grad möglich.
In den Nächten sinken die Temperaturen, insbesondere über der West- und Südwesthälfte, kaum noch unter die +20-Grad-Marke ab. Damit stehen neben weiteren Hitze- und Wüstentagen auch weitere tropische Nächte bevor.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Die Großwetterlage stellt sich allmählich um. Endet damit die Hitze und der Hochsommer über Deutschland?









