Nächste Hitzewelle nimmt Kurs auf Deutschland - Wüstentage mit bis 38 Grad
Ein Tiefdruckgebiet, das sich in der Zwischenzeit über die Barents- und Karasee verlagert hat, initialisiert auf seiner Rückseite bei Island ein weiteres Tiefdrucksystem. Dieses zieht bis zum 9. August weiter in Richtung Skandinavien und drückt den Hochdruckrücken über Mitteleuropa etwas nach Süden, wodurch sein Einfluss auf Norddeutschland zunimmt. Zur gleichen Zeit dreht sich zwischen Grönland und Island das nächste Tiefdruckgebiet ein und schiebt auf seiner Vorderseite den Hochdruckrücken über Mitteleuropa weit nach Norden. Somit bleibt im gesamten Vorhersagezeitraum die hochsommerlich warme bis heiße und trockene Witterung über weiten Teilen von Deutschland erhalten.

Heute präsentiert sich der Himmel verbreitet mit einem strahlenden Blau und mit einer nahezu maximal möglichen Sonnenscheindauer. Lediglich zu den Nachmittagsstunden kann der Sonnenschein über dem äußersten Westen sowie über dem Norden von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie über den Alpen und dem Alpenvorland durch hochreichende Bewölkung phasenweise eingetrübt werden. Mit Niederschlag ist jedoch nicht zu rechnen. Der Wind weht schwach aus überwiegend östlichen Richtungen, und die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden +20 bis +25 Grad. Nach Süden sind +25 bis +30 Grad und entlang des Rheingrabens bis +34 Grad möglich.
9. August: Zunehmend schwül-warmes bis heißes Wetter
Am 9. August (Sonntag) dreht der Wind auf südwestliche Richtungen und führt schwülwarme bis heiße Luftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen erreichen zu den Nachmittagsstunden Maximalwerte von +29 bis +34 Grad und örtlich bis zu +36 Grad. Beginnt der Tag noch vielerorts mit Sonnenschein, quellen zu den Nachmittagsstunden die Wolken hoch und trüben den Sonnenschein etwa südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin ein. Lokal ist mit Schauern und Gewittern zu rechnen, doch bleibt es verbreitet trocken und nach Norden auch sonnig.
10. August: Ausläufer des Skandinavientiefs erreichen Norddeutschland
Am 10. August (Montag) dehnt sich der Tiefdruckausläufer über Skandinavien weiter nach Süden aus und streift die Nordhälfte von Deutschland. So zeigt sich etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden der Himmel überwiegend stark bewölkt und über dem Norden von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist etwas Niederschlag zu erwarten. Weiter nach Süden lockert die Bewölkung auf und verbreitet ist sonniges und trockenes Wetter zu erwarten, wobei sich lokale Schauer und Gewitter letztlich nicht ausschließen lassen.
Der Wind dreht über dem Norden auf nördliche Richtungen und weht weiter südlich aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen gehen nördlich einer Linie zwischen Münster und Usedom auf +17 bis +23 Grad zurück. Weiter nach Süden sind mit +26 bis +32 Grad und örtlich mit bis zu +36 Grad weiterhin hochsommerliche Temperaturen zu erwarten.
11. und 12. August: Hochdruckdominiertes Sommerwetter mit einer über dem Süden ansteigenden Gewitteraktivität
Am 11. und 12. August (Dienstag und Mittwoch) verliert das Tiefdrucksystem über Skandinavien seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland. Zeitgleich drückt das neu entstandene Tief über dem Atlantik den Hochdruckrücken über Mitteleuropa weiter nach Norden, sodass sich über Deutschland die Wolken weitgehend auflösen und verbreitet das sonnige und trockene Hochsommerwetter anhält.
Jeweils zu den Nachmittagsstunden schießen von den Alpen her die Quellwolken hoch und trüben den Sonnenschein über weiten Teilen von Baden-Württemberg und Bayern ein. Dort bilden sich auch regionale Schauer und Gewitter, die lokal unwetterartig ausfallen können. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Münster und Dresden +22 bis +26 Grad, weiter nach Süden sind mit +29 bis +34 Grad und entlang des Rheingrabens mit bis zu +36 Grad weiterhin hochsommerliche Temperaturen zu erwarten.
Die Hitze intensiviert sich weiter
Der Hochdruckkern liegt am 13. August (Donnerstag) direkt über Deutschland. So ist verbreitet bei schwachen Windbewegungen aus unterschiedlichen Richtungen mit einer nahezu maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Die Temperaturen steigen rasch auf +27 bis +33 Grad und über Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg auf bis zu +38 Grad an.
Zu den Nachmittagsstunden quellen die üblichen Wolken über Süddeutschland wieder hoch und lassen über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern sowie über den Alpen teils kräftige Schauer und Gewitter niedergehen. Sonst bleibt es trocken.
Tropische Nächte
Etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg sinken die Tiefstwerte in den Nächten teils nicht unter die +20-Grad-Marke, sodass neben Hitze- und Wüstentagen auch weitere tropische Nächte zu erwarten sind. Weiter nach Norden können die Nächte auf bis zu +10 Grad abkühlen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Wie lange bleibt die Hitze und wann kommt Regen?









