Deutschland zwischen Hitze und Wetterwechsel - Skandinavientief trifft auf Sommerhoch
Das Tief über Skandinavien zieht zum Wochenende weiter über die Barentssee in Richtung Karasee ab. Auf dessen Rückseite entsteht zwischen Island und England das nächste Tiefdrucksystem, welches auf seiner Vorderseite den Hochdruckrücken über Mitteleuropa wieder nach Norden drückt. Zu Beginn der neuen Woche dreht sich diese Störung über Skandinavien in das Tiefdruckkonstrukt zwischen Barentssee und Karasee mit ein und drückt den Hochdruckrücken zum Beginn der neuen Woche wieder nach Süden. Deutschland verbleib im Einflussbereich dieser beiden Wettersysteme und somit in einer teils schwülwarmen bis heißen Südwestwetterlage, wenngleich es der Norden immer wieder mal mit den Skandinavientief zu tun bekommt.

Der Himmel zeigt sich heute überwiegend aufgelockert bewölkt. Über Teilen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie südlich der Donau kann das Gewölk mal dichter werden und den Sonnenschein eintrüben. Zum Nachmittag gilt dies auch für Teile von Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit Niederschlag ist jedoch nicht zu rechnen. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen. Bei niedrigem Taupunkt steigen die Temperaturen auf +20 bis +25 Grad, südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen auf +24 bis +28 Grad.
8. August: Ein Sommertag über Deutschland
Das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa wölbt sich am 8. August (Samstag) erneut nach Norden auf und sorgt dafür, dass sich die Bewölkung über Deutschland größtenteils auflöst. Lediglich über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ziehen noch einige Wolken vorüber, die etwas Schatten spenden können. Der Wind weht meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +22 bis +26 Grad, über dem Südwesten örtlich bis +32 Grad.
9. und 10. August: Zunehmende Schwüle und ein von Norden sich ankündigender Luftmassenwechsel
Der Hochdruckrücken führt im Verbund mit dem Tief zwischen Island, England und Skandinavien am 9. August (Sonntag) zunehmend schwülwarme bis heiße Luftmassen weit nach Norden. Bei zunächst ungehemmtem Sonnenschein steigen die Temperaturen bis zu den Nachmittagsstunden rasch auf +27 bis +32 Grad, über dem Südwesten örtlich sogar auf bis zu +37 Grad. Zu den Nachmittagsstunden werden die Luftmassen instabiler, Quellwolken schießen hoch, doch sind nur ganz vereinzelt lokale Schauer und Gewitter möglich, die es aber durchaus in sich haben können.
In der Nacht auf den 10. August verlagert sich das Tiefdruckgebiet weiter in Richtung Skandinavien. Mit seiner Rückseitenströmung und einem auf westliche bis nordwestliche Richtungen drehenden Wind gelangen etwas frischere Luftmassen über die Nordhälfte, sodass es nördlich einer Linie zwischen Münster und Berlin mit +20 bis +25 Grad wieder spürbar abkühlen kann.
Weiter im Süden bleibt es mit +25 bis +30 Grad und über dem Südwesten mit bis zu +33 Grad unvermindert sommerlich bis hochsommerlich heiß und durch den hohen Taupunkt auch drückend bis belastend schwül. Über Teilen von Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen sowie über dem Alpenraum kann es dadurch zu den Nachmittagsstunden zu teils kräftigen und örtlich auch regional unwetterartigen Gewittern kommen.
11. und 12. August: Kurz zurückgehende, dann wieder ansteigende Temperaturen
Die Prognosemodelle halten daran fest, dass sich das Tief über Skandinavien am 11. August (Dienstag) etwas weiter nach Süden über Deutschland ausdehnt und die Grundströmung kurzzeitig auf nördliche Richtungen dreht. Bei überwiegend aufgelockerter Bewölkung ist kein Niederschlag zu erwarten, allerdings gehen die Temperaturen ganz über dem Norden von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf +18 bis +22 Grad zurück. Südlich einer Linie zwischen Münster und Dresden steigen sie dagegen auf +25 bis +30 Grad und über dem Südwesten sogar auf bis zu +33 Grad an.
Am 12. August (Mittwoch) verliert das Tief über Skandinavien bereits wieder seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland. Bei ungehindertem Sonnenschein stellt sich verbreitet trockenes und schwachwindiges Wetter ein. Dadurch können die Temperaturen bis zu den Nachmittagsstunden etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden auf +24 bis +28 Grad steigen, weiter südlich auf +32 bis +36 Grad und über dem Südwesten auf bis zu +38 Grad.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Bleibt die Hitze oder kippt das Wetter?









