Warme bis heiße Luft strömt nach Deutschland - Gewittergefahr steigt an
Ein Tiefdruckimpuls zwischen England und Skandinavien verlagert sich heute weiter in Richtung Skandinavien und führt auf seiner Rückseite kurzzeitig kühlere Luftmassen nach Deutschland. Anschließend etabliert sich vom 7. bis 9. August ein weiteres Tiefdruckgebiet zwischen Island und England ein und führt auf seiner Vorderseite vergleichsweise warme bis heiße Luftmassen nach Norden in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Start in die zweite Augustdekade verlagert sich dieses Tief weiter in Richtung Skandinavien und versucht erneut, nach Süden in Richtung der Alpen auszutrogen.

Der Himmel zeigt sich heute zunächst stark bis wechselnd bewölkt und bleibt es südlich einer Linie zwischen dem Bodensee und dem Bayerischen Wald auch im weiteren Tagesverlauf. Gelegentlicher Niederschlag ist vor allem südlich der Donaulinie sowie über den Alpen zu erwarten, ebenso ganz über dem Norden, insbesondere an den Küsten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein können ein paar Schauer niedergehen. Sonst bleibt es über dem Rest von Deutschland verbreitet trocken und im Tagesverlauf lockert die Bewölkung mehr und mehr auf, sodass die Sonne häufiger zum Vorschein kommen kann.
Der Wind frischt über dem Norden aus westlichen Richtungen kommend stark böig auf und kann an den Küsten der Nordsee stürmische Windböen möglich machen. Nach Süden lässt der Wind spürbar nach. Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock +18 bis +24 Grad, nach Süden hin werden +24 bis +28 Grad erreicht.
Ein Sommertag
Das Tief über Skandinavien zieht allmählich nach Nordosten ab, sorgt über Deutschland aber noch für eine Winddrehung auf nördliche Richtungen. So zeit sich am 7. August (Freitag) zunächst wechselnd bewölktes Wetter, wobei nur noch entlang des Alpenvorlandes und in den Alpen selbst einzelne Schauer möglich sind. Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung weiter auf, sodass sich verbreitet ein sonniger und trockener Sommertag einstellt. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen +20 und +25 Grad und südlich einer Linie vom Saarland bis nach Sachsen sind örtlich bis zu +27 Grad möglich.
8. bis 10. August: Schwülwarmes bis heißes Wetter lässt die Gewittergefahr ansteigen
Im Zeitraum vom 8. bis 10. August (Samstag, Sonntag und Montag) etabliert sich zwischen Island und England ein weiteres Tiefdruckgebiet und schiebt auf seiner Vorderseite den Hochdruckrücken über Mitteleuropa wieder nach Norden. Dadurch werden aus südwestlichen Richtungen schwülwarme bis heiße und instabil geschichtete Luftmassen weit nach Norden geführt.
So präsentiert sich der Samstag noch frei von Wolken und verbreitet ist mit einer erneut maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Der Wind kommt meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +22 bis +26 Grad etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden. Weiter nach Süden können +25 bis +30 Grad und entlang des Rheingrabens bis +33 Grad erwartet werden.
Am Sonntag beginnt der Tag zunächst mit viel Sonnenschein, der sich zu den Nachmittagsstunden von Westen her durch hochschießende Quellwolken eintrübt. Mit Schauern oder Gewittern ist aber nur vereinzelt und lokal begrenzt zu rechnen. Verbreitet bleibt es trocken und östlich einer Linie zwischen Hamburg und Stuttgart bleibt es bis zum späten Nachmittag auch sonnig. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf +27 bis +33 Grad ansteigen, im Südwesten örtlich sogar auf bis +37 Grad.
Zum Start in die neue Woche schiebt sich die schwülwarme und instabile Luftmasse weiter nach Nordosten vor. Das begünstigt im Tagesverlauf immer wieder Schauer und Gewitter, welche regional auch unwetterartig ausfallen können. Der Wind dreht von Südwest auf West und ganz über dem Norden auf Nordwest. Über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehen die Temperaturen dadurch auf +20 bis +25 Grad zurück, während weiter im Süden mit +25 bis +30 Grad und örtlich mit bis +34 Grad erneut sommerliche bis hochsommerlich heiße Werte erwartet werden können.
11. August: Der nächste Luftmassenwechsel wird angekündigt
Abwarten ist angesagt. Nach aktuellem Stand berechnen die Vorhersagemodelle zum 11. August einen weiteren Vorstoß eines Tiefs über Skandinavien nach Süden. Dadurch wird in der Höhe eine frischere Luftmasse nach Süden geführt, was die Temperaturen nördlich einer Linie zwischen Köln und dem Bayerischen Wald auf +20 bis +25 Grad einpendeln lässt. Weiter südlich können +25 bis +30 Grad und örtlich sogar bis +33 Grad erwartet werden. Kurzum: Es stellt sich erneut eine Zweiteilung bei den Temperaturverhältnissen ein. Mit Niederschlag ist bei aufgelockerter Bewölkung weiterhin nicht zu rechnen. Der Wind weht schwach aus überwiegend nördlichen Richtungen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Skandinavientief als Trigger: Zwischen Erhaltungsneigung des Hochsommers und einem Ende der Hitze









