Südwestströmung bringt im August Hitze, tropische Nächte und kräftige Gewitter
Ein Tiefdruckgebiet zieht aktuell zwischen Island und England über das europäische Nordmeer weiter Richtung Skandinavien und dreht sich zum Wochenende über dem Norden von Norwegen, Schweden und Finnland ein. Auf der gegenüberliegenden Seite dominiert ein von Portugal und Spanien bis über das westliche Russland reichender Hochdruckrücken das Wetter über weite Teile Europas. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen diesen beiden Wettersystemen und so in einer zunehmend schwül-warmen bis heißen Grundströmung aus südwestlichen Richtungen kommend. Diese destabilisiert die Luftmassen zunehmend, wodurch die Neigung zu kräftigen und regional auch unwetterartigen Gewittern ansteigt. Neben weiteren Hitze- und Wüstentagen sind verbreitet auch tropische Nächte im August zu erwarten.

Die Schauer und Gewitter der Nacht ziehen am Vormittag etwa südlich einer Linie zwischen Mannheim und Berlin weiter nach Südosten und verlassen Deutschland zu den späten Nachmittagsstunden . Insbesondere über Teilen von Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sowie ab den Nachmittagsstunden über dem Bayerischen Wald und über Teilen südlich der Donau und den Alpen können die Gewitter teils unwetterartigen Charakter annehmen (Gewitterradar || Warnlagenbericht). Über dem Rest von Deutschland lockert die Bewölkung zunehmend auf, und ab den Nachmittagsstunden ist etwa westlich einer Linie zwischen Stuttgart und Rostock verbreitet mit längerem Sonnenschein zu rechnen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen, an den Küsten von Nord- und Ostsee kann er mit stärkeren Böen auffrischen. Die Temperaturen gehen auf +22 bis +26 Grad zurück und entlang des Rheingrabens können sie mit +25 bis +30 Grad höher liegen. In der Nähe von Gewittern bleibt es mit bis zu +17 Grad frischer.
2. August: Ein Sommertag
Am Sonntag, dem 2. August ist verbreitet mit einem sonnigen und trockenen Sommertag zu rechnen. Über den östlichen Landesteilen können sich die anfangs lockeren Wolken im Tagesverlauf zu einer hochreichenden Wolkendecke zusammenschließen, wodurch der Sonnenschein zeitweise getrübt wird. Mit Niederschlag ist dennoch nirgends zu rechnen. Der Wind weht schwach und aus östlichen Richtungen, kann phasenweise aber auch böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen verbreitet Werte zwischen +24 und +28 Grad, wobei sie über dem Südwesten örtlich auf bis zu +32 Grad ansteigen können.
3. August: Der Hochsommer macht sich von Süden her bemerkbar
Die Abkühlung hält nicht lange an: Bereits zum 3. August (Montag) dehnt sich auf dem Atlantik ein weiteres Tiefdruckgebiet nach Süden aus und schiebt die Hochdruckzone über Mitteleuropa weiter nach Norden. Dadurch intensiviert sich die Anströmung ungewöhnlich warmer bis heißer Luftmassen aus südwestlichen Richtungen, wodurch die Temperaturen über Deutschland auf +27 bis +32 Grad ansteigen, südlich einer Linie zwischen Köln und dem Bayerischen Wald sogar auf bis +37 Grad.
Neben einem weiteren Hitzetag ist somit auch ein Wüstentag möglich. In der Nacht auf Dienstag sinken die Temperaturen vielerorts nicht mehr unter die +20-Grad-Marke, sodass auch eine weiter tropische Nacht möglich ist. Der Himmel zeigt sich meist wechselnd bewölkt, zum Nachmittag mehren sich von Westen jedoch die Wolken und trüben den Sonnenschein zunehmend ein. Hier und da lässt sich ein lokales Hitzegewitter nicht ausschließen, verbreitet bleibt es zunächst jedoch trocken.
4. bis 6. August: Deutschland gelangt in eine schwülwarme bis heiße und gewitterträchtige Südwestwetterlage
Ein Tief über dem Atlantik lenkt nicht nur warme bis heiße, sondern auch zunehmend feuchte und instabil geschichtete Luftmassen nach Norden. So ist vom 4. bis 6. August (Dienstag, Mittwoch und Donnerstag) über Deutschland ein insgesamt schwülwarmer und nach Süden hin auch heißer Wettercharakter zu erwarten. An den Nachmittagen bilden sich teils kräftige und lokal auch unwetterartige Gewitter. Die Unwettergefahr ist am Dienstag etwa nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin am höchsten und verlagert sich bis zur Wochenmitte mehr in den Alpenraum sowie über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Der Wind weht meist schwach aus südwestlichen Richtungen und kann in der Nähe von Gewittern stark böig bis stürmisch auffrischen.
Die Temperaturen erreichen am Dienstag +30 bis +35 Grad, im Südosten örtlich bis +38 Grad und pendeln sich bis Donnerstag auf +26 bis +32 Grad ein. In der Nähe von Schauern können die Werte mit +20 bis +25 Grad etwas frischer ausfallen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Der August startet mit weiteren Hitze-, Wüstentagen und tropischen Nächten - wann endet der Hochsommer und wann kommt Regen?









