Wetter im August 2026: Zwischen Hochsommer und erstem Herbstsignal
Wie wird das Wetter im August 2026 - ist eine Verlängerung der Hitzewelle aus dem Juni mit sommerliche Hitze, viel Sonnenschein und stabile Hochdrucklagen möglich - oder deutet sich bereits ein früher Übergang in herbstlichere Verhältnisse an? Gerade mit Blick auf die Sommerferien interessiert viele, ob beständiges Bade- und Urlaubswetter zu erwarten ist oder eher wechselhafte Phasen mit Schauern und Gewittern dominieren. Auch die Frage nach möglicher Trockenheit spielt eine wichtige Rolle: Setzt sich die Dürreproblematik der vergangenen Jahre fort, oder sorgen Niederschläge für Entspannung? Insgesamt stellt sich also die spannende Frage, welches Wetter der letzte Monat des meteorologischen Sommers bereithält und ob er seinem Ruf als klassischer Ferienmonat gerecht wird.

Die Temperaturen erreichen im August nach dem vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 durchschnittlich +16,5 Grad (1991–2020: +17,9 Grad). Damit ist der August - nach dem Juli - der zweitwärmste Monat im ganzen Jahr. Dennoch zeigt die Statistik, dass das Wetter nicht mehr durchgehend hochsommerlich ist: Während es zu Monatsbeginn oft noch sehr warm bis heiß ist, gehen die Temperaturen zum Monatsende hin spürbar zurück.
Die Wende vom Hochsommer in den Spätsommer setzt in der Regel ab der Monatsmitte ein. Dieser Übergang kann sehr unterschiedlich verlaufen: Mitunter erfolgt er abrupt und begleitet von kräftigen Gewittern, stürmischen Böen und erhöhtem Unwetterpotenzial. In anderen Jahren hingegen geschieht der Wechsel eher allmählich und weniger auffällig.
Im Durchschnitt fallen im August rund 77 l/m² Niederschlag. Zu Beginn des Monats treten diese meist in Form von Schauern und teils kräftigen Gewittern auf. Im weiteren Verlauf können sich jedoch auch länger anhaltende Regenphasen einstellen, die bereits einen ersten herbstlichen Charakter andeuten.
Mitentscheidend dafür, wie sich das Wetter im August entwickeln kann, sind die vorherigen Sommermonate Juni und Juli. Stellen sich in dieser Zeit stabile und länger anhaltende Hochdrucklagen ein - insbesondere im Zeitraum der Siebenschläferregel (Ende Juni bis etwa 10. Juli) - so profitiert
häufig auch der August davon. In solchen Jahren setzt sich das ruhige, warme und oft trockene Sommerwetter nicht selten bis in den Spätsommer hinein fort.
Zeigt sich das Wetter im Juni und Juli hingegen wechselhaft mit häufigen Tiefdruckeinflüssen, Schauern und Gewittern, so kann sich dieser unbeständige Wettercharakter auch über den letzten Sommermonat hinweg fortsetzen. Der August präsentiert sich dann eher durchwachsen mit wiederholten Niederschlägen und nur kurzen stabilen Phasen. Insofern kommt die folgende Bauernregel
nicht von ungefähr:
Fängt der August mit Donnern an, er’s bis zum End' nicht lassen kann.
August 2026: Entscheiden die Hundstage über Hitze oder Wetterumschwung?
Eine wichtige Rolle für den Hochsommer spielt die Wettersingularität der Hundstage
(23. Juli bis 23. August), die das Sommerwetter nachhaltig beeinflussen kann. In den Zeiträumen davor und danach zeigt sich das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz hingegen oft wechselhafter und weniger stabil. Maßgeblich für die Entwicklung sind dabei gleich zwei Singularitäten - die Siebenschläferregel sowie die Hundstage. Letztere haben übrigens trotz ihres Namens keinen Bezug zu Hunden, sondern gehen auf den Stern Sirius zurück.
Statistisch betrachtet tritt zwischen dem 4. und 7. August häufig eine Regenphase auf. Bleibt diese aus, stellt sich nicht selten im Zeitraum vom 1. bis 12. August eine stabile, hochsommerlich geprägte Hochdruckwetterlage ein. Ab etwa dem 12. bis 14. August bis hin zum 23. August kommt es dann häufig zu einem Umschwung der Großwetterlage: Die Temperaturen gehen zurück und das Wetter wird wieder wechselhafter. Gegen Ende des Monats, ab etwa dem 25. August, setzt sich dagegen häufig eine ruhige, spätsommerliche Hochdrucklage durch.
Von großer Bedeutung ist außerdem, ob sich eine meridionale Großwetterlage - also eine Nord-Süd- oder Süd-Nord-Strömung - aus dem Frühjahr heraus bis in den Sommer hinein behaupten kann. Solche Wetterlagen bringen seltener Niederschlag, doch wenn, dann oft in kräftiger und andauernder Form: meist bei schwachen Druckgegensätzen mit eingelagerten und teilweise ortsfesten Störungen. Je nach Ausprägung sind dabei sowohl ausgeprägte Hitzeperioden als auch deutlich kühlere Phasen möglich. Solche Extreme wurden in den letzten Jahren bereits mehrfach beobachtet.
Wechselt das Muster im Verlauf des Sommers hingegen zu einer zonalen Westwetterlage, ist eher mit wechselhaftem und zeitweise zu kühlem Wetter zu rechnen. Der Grund dafür liegt in den veränderten klimatischen Bedingungen: Westwetterlagen sind seltener geworden, während meridionale Strömungen zugenommen haben - ein Trend, der nicht nur im August zu beobachten ist.
Bis 35 Grad möglich? So hoch ist das Hitzepotenzial im August 2026
Die Temperaturen zeigen im August eine große Bandbreite - von hochsommerlich bis hin zu ersten herbstlichen Einflüssen. Zu Monatsbeginn sind häufig Werte zwischen +25 und +30 Grad zu erwarten, an einzelnen Tagen sind auch über +35 Grad möglich. Solche extrem heißen Tage - sogenannte Wüstentage - sind in den letzten zehn Jahren vermehrt aufgetreten. Zur Monatsmitte pendeln sich die Temperaturen meist auf +22 bis +27 Grad ein, wodurch die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitze deutlich abnimmt. Gegen Monatsende werden häufig nur noch +20 bis +25 Grad erreicht, wobei die +30-Grad-Marke nur noch vereinzelt überschritten wird.
70 Prozent Wahrscheinlichkeit: Warum der August erneut zu warm ausfallen könnte
Mit einer durchschnittlichen Temperatur von +16,5 Grad (Referenzperiode 1991–2020: +17,9 Grad) zählt der August im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 zu den wärmsten Monaten des Jahres - nur der Juli ist im Schnitt noch etwas wärmer. Gleichzeitig gehört er mit durchschnittlich 77 l/m² zu den niederschlagsreicheren Monaten.
In den vergangenen 30 Jahren ist das Wetter im August im Mittel um etwa +1,4 Grad wärmer geworden. Betrachtet man ausschließlich die letzten 20 Jahre, beträgt die Erwärmung sogar rund +1,5 Grad.
Ein nahezu normaler
August wurde zuletzt im Jahr 2021 mit einer Abweichung von -0,06 Grad registriert. Deutlich zu kühl fiel der August 2006 mit -0,96 Grad aus. Der bislang wärmste August stammt aus dem Jahr 2003 mit einer Durchschnittstemperatur von +20,6 Grad (Abweichung: +4,1 Grad). Weitere sehr warme Augustmonate waren 2022 (+3,7 Grad), 2020 (+3,4 Grad), 2018 (+3,4 Grad) und 2015 (+3,3 Grad). Auffällig ist, dass alle Rekordwerte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 aus der jüngeren Vergangenheit stammen. Der kälteste August wurde hingegen 1912 mit +13,97 Grad (-2,53 Grad) gemessen.
In den vergangenen 20 Jahren lag die Wahrscheinlichkeit im Vergleich zum Referenzwert von 1961 bis 1990 bei etwa 10 Prozent für einen zu kalten, 20 Prozent für einen normalen und 70 Prozent für einen zu warmen August. Vor dem Hintergrund der Klimaerhitzung ist ein insgesamt zu warmer August daher sehr wahrscheinlich.
Vergleicht man die Werte mit der neueren Referenzperiode von 1991 bis 2020, ergeben sich ausgeglichenere Wahrscheinlichkeiten: etwa 30 Prozent für zu kaltes, 35 Prozent für normales und ebenfalls 35 Prozent für zu warmes Wetter.
Mehr Hitzetage, mehr Sonne: So hat sich der August verändert
Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Vergleich mit dem vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 (in Klammern: 1991–2020). Nacht- oder Bodenfrost tritt im August in der Regel nicht mehr auf.
Die Anzahl der Sommertage mit Temperaturen über +25 Grad liegt durchschnittlich bei 8,0 Tagen (11,6 Tage), während die Zahl der Hitzetage mit über +30 Grad etwa 1,4 Tage (3,1 Tage) beträgt. Weitere Informationen und detaillierte Daten finden Sie unter Wetter August.
| Monat August – Ereignisse | Häufigkeit 1961–1990 | Häufigkeit 1991–2020 |
|---|---|---|
| Bodenfrost | 0,0 Tage | 0,0 Tage |
| Sommertage | 8,0 Tage | 11,6 Tage |
| Hitzetage | 1,4 Tage | 3,1 Tage |
| Regen | 77 l/m² | 78 l/m² |
| Sonnenschein | 200 Stunden | 211 Stunden |
Der Sommer verliert an Kraft: Fast zwei Stunden weniger Tageslicht
Die Sonne geht am Monatsanfang um 5:25 Uhr auf und macht den Tag bis etwa 21:00 Uhr hell. Damit ergibt sich eine maximale Sonnenscheindauer von rund 15 Stunden und 35 Minuten. In dieser Phase sind die Tage noch deutlich lang, auch wenn die kürzer werdenden Tage bereits spürbar sind. Bis zum Monatsende verschieben sich die Zeiten merklich: Dann geht die Sonne erst um 6:14 Uhr auf und bereits um 19:58 Uhr unter. Die Tageslänge beträgt somit nur noch 13 Stunden und 44 Minuten. Insgesamt verliert der Augusts rund 1 Stunde und 51 Minuten an Tageslicht. Dieser Rückgang macht sich vor allem in den Abendstunden bemerkbar, wenn es deutlich früher dämmert und die Nächte wieder länger und oft auch etwas kühler werden.
Wetter-Weichen bereits gestellt? Der Einfluss von Juni und Juli auf den August
Es stellt sich die Frage, ob es statistische Zusammenhänge zwischen den Großwetterlagen im Juni und Juli und deren Auswirkungen auf den letzten Sommermonat gibt. Tatsächlich lassen sich in der Meteorologie gewisse Tendenzen erkennen, auch wenn diese nicht als feste Regeln gelten. Beispielsweise können stabile Hochdrucklagen in den Vormonaten auf eine insgesamt ruhige, warme Witterungsphase hindeuten, die sich teilweise bis in den August fortsetzt. Umgekehrt können wechselhafte Westwetterlagen oder häufige Tiefdruckeinflüsse im Juni und Juli ein Hinweis darauf sein, dass auch der August eher unbeständig ausfällt. Dennoch ist der August bekannt dafür, eigene Wettercharakteristiken zu entwickeln, da sich die großräumigen Luftströmungen im Spätsommer oft neu organisieren. Daher sind solche Zusammenhänge eher als Orientierung zu verstehen und nicht als verlässliche Vorhersage.
| Monat | August kalt | August warm | Häufigkeit |
|---|---|---|---|
| Juni warm | 24 % | 38 % | 35 (62 %) |
| Juni kalt | 13 % | 25 % | 21 (38 %) |
| Juli warm | 18 % | 45 % | 36 (63 %) |
| Juli kalt | 19 % | 18 % | 20 (37 %) |
War der Juni oder der Juli zu warm, so setzte sich die Wärme häufig auch im August fort. Dieses Muster lässt sich in vielen Jahren beobachten, wobei sich einmal etablierte warme Luftmassen und stabile Hochdrucklagen über mehrere Wochen halten können. Für zu kalte Witterungsphasen gilt dies jedoch nicht in gleichem Maße. Anders formuliert: Positive Temperaturabweichungen im Juni und Juli haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, die Großwetterlage im August weiterhin mit zu beeinflussen. Dies steht häufig im Zusammenhang mit beständigen Hochdruckgebieten, die sich über Mitteleuropa festsetzen und nur langsam verändern.
Betrachtet man es aus einer anderen Perspektive, kann es innerhalb eines Sommermonats durchaus zu kühleren Abschnitten kommen. Diese sind jedoch meist nur von kurzer Dauer, da sich insgesamt häufiger wieder sonniges und warmes Wetter durchsetzt. Oft dominiert dabei hoher Luftdruck das Wettergeschehen. Eine direkte Abhängigkeit zwischen mehreren zu kalten Monaten lässt sich daher kaum feststellen. Auffällig ist jedoch der allgemeine Wettercharakter: War dieser im Juni und Juli überwiegend wechselhaft und unbeständig, fällt es der Atmosphäre häufig auch im August schwer, eine stabile Lage aufzubauen. In diesem Zusammenhang kann bereits der Juni eine wichtige Rolle als früher Hinweisgeber für die weitere Entwicklung des Sommers spielen.
Klare Erwärmung sichtbar: So stark hat sich der August verändert
| Augustmonate | Temperatur | Abweichung |
|---|---|---|
| 2021–2025 | +18,6 Grad | +2,1 Grad |
| 2011–2020 | +18,44 Grad | +1,94 Grad |
| 2001–2010 | +17,7 Grad | +1,2 Grad |
| 1991–2000 | +17,7 Grad | +1,2 Grad |
| 1981–1990 | +16,9 Grad | +0,4 Grad |
| 1971–1980 | +16,7 Grad | +0,2 Grad |
| 1961–1970 | +16,0 Grad | −0,5 Grad |
Der August wird wärmer - die Zahlen zeigen einen deutlichen Trend
Auch im August zeigt sich deutlich der langfristige Temperaturtrend: Während sich die Temperaturen in den Dekaden der 60er-, 70er- und 80er-Jahre noch weitgehend im Bereich des klimatologischen Mittelwertes bewegten, ist seit den 1990er-Jahren ein klarer Anstieg zu beobachten. Dieser sogenannte Temperatursprung markiert den Beginn einer Phase, in der überdurchschnittlich warme Augustmonate häufiger auftreten. Damit reiht sich der August in die allgemeine Erwärmungstendenz der Sommermonate ein, die sich bis in die Gegenwart fortsetzt.
Diese Wettermuster tauchen im August immer wieder auf
- Häufig treten Schlechtwetterperioden zwischen dem 4. und 7. des Monats auf, oft verbunden mit kühleren Temperaturen und erhöhter Niederschlagsneigung.
- Bleibt diese typische Schlechtwetterphase aus, dominiert in vielen Fällen ein stabiles sommerliches Hochdrucksystem mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen.
- Längere Schönwetterphasen sind besonders im Zeitraum der sogenannten Hundstage (23. Juli bis 23. August) möglich, einer klimatologisch oft heißen Phase des Hochsommers.
- Die Siebenschläferregel kann eine gewisse Tendenz anzeigen: Entspricht die Großwetterlage im Zeitraum vom 1. bis 10. Juli einer bestimmten Wetterstruktur, setzt sich diese häufig in den folgenden sieben Wochen fort.
- Westwetterlagen, die feuchtere und wechselhaftere Luftmassen mit sich bringen, sind im Zeitraum vom 12. bis 23. August statistisch häufiger anzutreffen.
- Wenn Juni und Juli durch Hochdrucklagen geprägt sind, zeigt die Statistik, dass sich diese stabile Wetterlage häufig auch im August fortsetzt.
- Im Verlauf des Monats verkürzen sich die Tage deutlich – insgesamt um etwa 1 Stunde und 51 Minuten, was bereits einen ersten Hinweis auf den nahenden Herbst liefert.
- Die durchschnittliche Temperatur im August liegt bei +16,5 Grad (Referenz 1991–2020: +17,9 Grad), was die Erwärmung im Vergleich zu früheren Klimaperioden unterstreicht.
- Im Mittel fallen etwa 77 l/m² Niederschlag, wobei die Verteilung regional und von Jahr zu Jahr stark variieren kann.
Erste August-Prognose 2026: Warm, trocken oder doch wechselhaft?
Konkrete Wettervorhersagen für Temperatur, Niederschlag oder genaue Großwetterlagen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht im Detail möglich. Langfristmodelle liefern jedoch erste Hinweise auf mögliche Tendenzen. Dabei stehen vor allem Abweichungen von der Norm im Fokus, also ob ein Monat insgesamt eher zu warm oder zu kalt sowie zu trocken oder zu nass ausfallen könnte.
CFSv2 sieht einen differenzierten August
Das CFSv2-Modell zeigt für den August ein recht differenziertes Bild für Deutschland. Insbesondere im Süden des Landes wird eine positive Temperaturabweichung von etwa +1,5 bis +2,5 Grad gegenüber dem Referenzzeitraum 1961 bis 1990 erwartet. Damit wäre der August dort deutlich wärmer als im klimatologischen Mittel. Weiter nach Norden hin nimmt diese Temperaturanomalie jedoch spürbar ab und pendelt sich voraussichtlich im Bereich von +0,5 bis +1,5 Grad ein. Insgesamt deutet sich somit zwar ein zu warmer Monat an, allerdings mit klaren regionalen Unterschieden und einem stärkeren maritimen Einfluss im Norden.
Diese Unterschiede zeigen sich auch in der Niederschlagsprognose. Während der Süden und Südosten Deutschlands tendenziell zu trockene Verhältnisse aufweisen, nehmen die Niederschlagsaktivitäten in Richtung Norden zu. Dort könnten wiederholt Tiefausläufer für zeitweilige Regenfälle sorgen, sodass sich insgesamt ein eher ausgeglichener August 2026 einstellen kann. Eine ausgeprägte oder flächendeckende Dürre ist nach den aktuellen Berechnungen des CFSv2-Modells jedoch nicht zu erwarten.
NASA deutet auf wechselhafte Phasen hin
Die Simulationen der NASA zeichnen ebenfalls ein etwas differenzierteres Bild für den August: Demnach könnte der Monat mit einer Temperaturabweichung von etwa +1,5 bis +2,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 zwar insgesamt deutlich zu warm ausfallen. Bezieht man sich hingegen auf die aktuellere und wärmere Vergleichsperiode 1991-2020, relativiert sich diese Abweichung auf etwa +0,1 bis +1,1 Grad. Gleichzeitig signalisiert die Niederschlagsprognose eine ausgeglichene bis leicht positive Abweichung, was auf tendenziell häufigere oder ergiebigere Niederschläge hindeutet. In der Gesamtbetrachtung spricht dies für einen eher wechselhaften Monat mit wiederkehrenden Störimpulsen, zeitweiligen Regenphasen und insgesamt weniger stabilen sowie langlebigen Hochdrucklagen.
Europäisches Modell fällt mit einem deutlich zu warmen August-Trend aus dem Rahmen
Das europäische Langfristmodell bestätigt grundsätzlich den insgesamt zu warmen Trend für den August, fällt dabei jedoch im Vergleich zu anderen Modellen besonders deutlich aus. Es berechnet eine Temperaturabweichung von etwa +2,0 bis +3,0 Grad gegenüber dem Referenzzeitraum 1961 bis 1990 (im Vergleich zur neueren Referenzperiode 1991–2020 entspricht dies etwa +0,6 bis +1,6 Grad).
Auch beim Niederschlag zeigt das Modell eine eher trockene Tendenz. Das deutet darauf hin, dass sich im Monatsverlauf häufiger stabile Hochdrucklagen einstellen könnten, wodurch längere niederschlagsarme oder sogar trockene Phasen möglich sind. Insgesamt spricht das Modell somit für einen überwiegend warmen und zeitweise trockenen August.
Zusammenfassend deuten die verschiedenen Langfristmodelle - wenig überraschend - auf einen insgesamt zu warmen und leicht zu trockenen August hin. Eine ausgeprägte Dürre ist derzeit zwar nicht das wahrscheinlichste Szenario, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wie sich die Entwicklung tatsächlich gestaltet, bleibt abzuwarten. Ab Mitte Juli werden an dieser Stelle regelmäßig aktualisierte Prognosen für den August 2026 bereitgestellt.
Anmerkung: Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise, die Kommentare etwas dezenter zu platzieren und klarer vom Prognosetext abzugrenzen. Wir probieren in den kommenden Tagen verschiedene Lösungen aus, um die Darstellung weiter zu optimieren. Die Kommentare sind derzeit per Klick ausklappbar.










