Turbulentes Augustwetter: Temperatursprung, Schwüle, Gewitter, Unwetter und ein Temperaturrückgang
Ein Tief über Skandinavien verliert langsam seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland. Gleichzeitig dreht sich zwischen Island und England ein Tief ein und führt im Verbund mit einer Hochdruckachse zunehmend schwül-warme und instabil geschichtete Luftmassen nach Deutschland. Nach einer sommerlich warmen ersten Wochenhälfte machen sich diese in der zweiten Hälfte in Form von Schauern und kräftigen Gewittern - regional mit einem erhöhten Unwetterpotential - bemerkbar. Zum Ende der Woche führt Rückseitenwetter zu einer Abkühlung.
Mit viel Sonnenschein ist vom 24. bis 26. August (So., Mo. und Di.) zu rechnen. Verantwortlich dafür ist ein Hoch, das die eingeflossene Kaltluft unter Kontrolle bringt und die Temperaturen durch eine Winddrehung von Nord auf Süd deutlich ansteigen lässt. Heute liegen die Werte noch bei +17 bis +23 Grad, steigen jedoch bis Dienstag mit +22 bis +26 Grad und im Südwesten mit bis zu +28 Grad in den sommerlichen Bereich an. Verbreitet bleibt es trocken, doch am Dienstag wird es von Südwesten zunehmend schwüler. Quellwolken schießen hoch und können am Abend sowie in der Nacht auf Mittwoch im Westen für gewittrige Regenschauer sorgen.
Sich weiter intensivierende Schwüle, kräftige Gewitter über dem Westen möglich
Die Wolken verdichten sich am 27. August (Mi.) von Westen und trüben den Sonnenschein westlich einer Linie zwischen Hamburg und München weitgehend ein. In einer sich weiter intensivierenden Schwüle kommt es bei Temperaturen von +24 bis +28 Grad, örtlich bis +30 Grad, wiederholt zu kräftigen Gewittern mit regional erhöhtem Unwetterpotential. Weiter nach Osten dominiert bis zum späten Nachmittag noch der Sonnenschein, Schauer sind dort nicht zu erwarten.
Erhöhtes Unwetterpotential
Die Schwüle und die aufziehenden Gewitter gehören zu einer Wetterfront, die sich über England eindreht und weiter nach Osten zieht. Am 28. August (Do.) kommt es bei überwiegend starker Bewölkung und kräftiger Südwestströmung wiederholt zu Schauern und Gewittern, die regional unwetterartig ausfallen können. Die Front zieht langsam über Deutschland hinweg, mit Schwerpunkt am Vormittag über dem Westen und am Abend über dem Osten. Die Temperaturen erreichen vor der Front +24 bis +28 Grad und sinken anschließend auf +20 bis +24 Grad ab.
Rückseitenwetter mit Sonne, Wolken, Schauern und Gewittern sowie zurückgehenden Temperaturen
Die Unwetterfront zieht am 29. August (Fr.) nach Nordosten ab. In der Folge stellt sich über Deutschland klassisches Rückseitenwetter ein. Der Wind dreht auf westliche Richtungen und bei wechselnder Bewölkung kommt es immer wieder zu Schauern, die lokal von Gewittern begleitet werden. Zwischendurch zeigt sich die Sonne, doch erreichen die Temperaturen mit +17 bis +22 Grad, örtlich bis +24 Grad, nicht mehr die sommerliche +25 Grad-Marke.
| Datum | Wetterlage | Temperatur (Grad) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| 24.–26. August (So.–Di.) | Sonnig, Hochdruckeinfluss | 17–23 anfangs, später 22–26, Südwest bis 28 | Ab Dienstag zunehmend schwül, abends im Westen erste Gewitter |
| 27. August (Mi.) | Verdichtende Wolken im Westen, Osten noch sonnig | 24–28, lokal bis 30 | Kräftige Gewitter im Westen, erhöhtes Unwetterpotential |
| 28. August (Do.) | Starke Bewölkung, Schauer und Gewitter | Vor Front 24–28, danach 20–24 | Unwettergefahr, West vormittags, Osten abends |
| 29. August (Fr.) | Rückseitenwetter mit Sonne, Wolken und Schauern | 17–22, örtlich 24 | Wind aus West, teils Gewitter, deutlich kühler |

- 13:00 Uhr: Kippt die Wetterlage mit Beginn des meteorologischen Herbstbeginns erneut?

