Im Vergleich zu den beiden anderen Sommermonaten verlief der August ungewöhnlich und hatte einiges an Abwechslung zu bieten. Am Ende aber war das Ergebnis mehr als eindeutig.

Der August 2019 war ein abwechslungsreicher Sommermonat
Der August 2019 war ein insgesamt abwechslungsreicher Sommermonat

Neue Rekorde - wie seine zwei Vormonate - hatte das Wetter im August 2019 nicht vorzuweisen und verhielt sich in seinem strukturellen Aufbau anders. Er begann zu warm, hatte zur Mitte seine kühle Phase und am Ende zeigte sich nochmals ein hochsommerlich heißer Wettercharakter.

Die Temperaturen im August

Doch trotz der Abwechslungsreichen Temperaturphasen brachte es der August 2019 auf eine durchschnittliche Temperatur von +19,06 Grad. Gemessen am vieljährigen Durchschnittswert von 1961-1990 betrug die Abweichung +2,53 Grad und gegenüber dem Referenzwert von 1991-2010 lag die Abweichung noch bei +1,53 Grad. Das Wetter im August 2019 war somit deutlich zu warm. Zum Vergleich: Der August 2018 erreichte eine Abweichung von +3 Grad. Von den letzten 15 Monaten waren 14 zu warm.

Prägend für den August war das Auf und Ab der Werte. So wurden bspw. am 9. August in der Nähe von Rheinfelden +35 Grad registriert und ein paar Tage später wurden am 12. August über Kaufbeuren kaum mehr als +16 Grad erreicht. Auch eine Luftmassengrenze sorgte für erhebliche Temperaturdifferenzen zwischen dem Norden und Süden. Erreichten die Werte am 18. August über Diepholz kühle +18 Grad, so waren es über Niederbayern bis zu +34 Grad.

Die kälteste Nacht gab es am 14. August mit +3,1 Grad über Meßstetten (Schwäbische Alb). Der wärmste Wert wurde am 28. August mit +35,6 Grad über Bernburg an der Saale registriert.

Eine hochsommerliche Wetterperiode gab es in der letzten August-Dekade zu vermelden. Südlich von Magdeburg wurden an acht Tagen mehr als +30 Grad und an drei Tagen mehr als +35 Grad vermeldet.

Der August 2019 war deutlich zu warm
Der August 2019 war deutlich zu warm © www.mtwetter.de

Die Dürre verschärfte sich im August

Trotz des abwechslungsreichen Wettercharakters und der zahlreichen Niederschläge gelang es dem August mit 65 l/m² sein Soll von 77 l/m² nur zu rund 84 Prozent zu erfüllen. Die Niederschlagsbilanz bleibt damit negativ und die Dürre verschärft sich in einigen Regionen weiter.

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Dabei gab es in der Niederschlagsbilanz deutliche Unterschiede. Der Norden und der Süden war nahezu ausgeglichen, doch die breite Mitte war deutlich zu trocken. Bemerkenswert zeigte sich die Überquerung einer sog. Superzelle am 18. August, welche vom Saarland aus Deutschland überquerte und südlich von Offenbach und nördlich von Aschaffenburg enorme Schäden durch Hagel und orkanartige Windböen verursachte.

Ein zu trockenes Wetter im August 2019
Ein zu trockenes Wetter im August 2019 © www.mtwetter.de

Der meiste Niederschlag im gesamten Monat wurde mit 270 l/m² über dem Alpenvorland registriert. Die höchste Niederschlagssumme binnen 24 Stunden wurde am 2. August über Kranzegg im Allgäu mit 87,5 l/m² erzielt. Über dem Osten - von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt - wurden örtlich kaum mehr als 10 l/m² registriert, was besonders über diesen Regionen die Dürre weiter verschärfte.

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Viel Sonnenschein

Der August 2019 brachte es auf 220 Sonnenstunden und übertraf den Sollwert von 200 Stunden um rund 10 Prozent. Viel Sonnenschein gab es mit bis zu 270 Stunden über dem Nordosten, während man sich am Alpenrand nur mit 180 Stunden begnügen musste.

Viel Sonnenschein im August 2019
Viel Sonnenschein im August 2019 © www.mtwetter.de

Den gesamten Rückblick - auch mit Bezug auf die einzelnen Bundesländer - können Sie beim DWD nachlesen.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie, wie sich das Wetter im September 2019 und Herbst und Winter 2019/2020 entwickeln kann.

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