Die Schauer und Gewitter bleiben in dieser Woche weitgehend erhalten, bevor zum Donnerstag mit Wind aus westlichen Richtungen frischere Luftmassen herangeführt werden können, so dass sowohl die Gewitterneigung, als auch das Potential für Unwetter zum Freitag und Samstag nachlassen kann. Der Wettercharakter selbst bleibt jedoch unbeständig, so dass insbesondere über dem Norden und entlang der Alpen mit gelegentlichen Niederschlägen gerechnet werden kann. Die Temperaturen bleiben zunächst auf einem warmen Niveau und gehen zum Donnerstag auf +20/+25 Grad zurück und je nach Niederschlagssituation, bzw. Sonnenscheindauer können die Werte auch darunter, bzw. darüber liegen.

Der Grund für den weiterhin wechselhaften Wettercharakter ist ein Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum, welches bis Ende Juli mit seinen Tiefdruckausläufern das Wetter über Deutschland beeinflussen kann. Der Hochdruckkeil, welcher in den letzten Tagen für das warme und durchaus sommerliche Wetter verantwortlich war, baut sich weiter ab und verlagert sich in einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Hochdruckachse von Spanien über Frankreich, der Schweiz, Österreich, dem südlichen Deutschland bis über das östliche Europa. Daraus resultiert eine Südwestwetterlage, welche über dem Norden für kühleres und unbeständigeres Wetter als über dem Süden sorgen kann.

Für Anfang August 2016 simuliert das amerikanische Wettermodell eine weitere Abschwächung des Hochdruckkeils, so dass dem Tiefdrucksystem über Skandinavien ein größerer Einfluss auf das Wetter in Deutschland gewährt werden kann. In Folge daraus bleibt der Wettercharakter im Zeitraum vom 1./3. August über dem Norden und auch Osten unbeständig, während über dem Westen und Süden die Niederschlagsneigung als gering eingestuft werden kann. Aber auch die Temperaturwerte sind unterschiedlich zu bewerten. So werden über dem Norden und Osten +17/+22 Grad in Aussicht gestellt, während über dem Westen und Süden +20/+25 Grad erreicht werden könnten. Allerdings zeigt sich zum 4. August - wie bereits gestern - ein positiver Temperaturtrend, so dass die Abkühlung wohl nur von kurzer Dauer sein kann.

Ob die Abkühlung aber überhaupt so kommen mag, wie es das amerikanische Wettermodell simuliert, kann zum heutigen Stand noch in Frage gestellt werden. Warum? Das europäische Wettermodell berechnet das Tiefdrucksystem über Skandinavien nördlicher und die darauf folgende Tiefdruckrinne verläuft südlicher, so dass Ausläufer der Tiefdruckrinne fast bis zu den Azoren hinunter reichen können. Somit bleibt dem Hochdruckkeil mehr Spielraum, sich über Mitteleuropa auszuweiten und unter Umständen auch zu festigen. Mit anderen Worten wäre nach diesen Berechnungen Anfang August sommerliche Temperaturen bei einem weitgehend trockenen Wettercharakter zu erwarten.

Zwei gegensätzliche Simulationen der Wettermodelle, welche der Varianten ist denn wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen eher die Variante des amerikanischen Wettermodells. So liegt das Temperaturspektrum am 1. August zwischen +15/+25 Grad (Mittelwert: +22 Grad über dem Süden, sonst +19/+20 Grad) und am 4. August zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, sonst +22/+24 Grad). Wie sich das Wetter darüber hinaus entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend Sommer 2016.

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